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Do, 08:00 Uhr
21.02.2008

Ausbildungszahlen rückläufig

Die im Kyffhäuserkreis negativ wirkende demografische Entwicklung macht auch vor der Ausbildung im Baugewerbe nicht halt, wie die Zahlen verdeutlichen.


Zu diesem Thema sprach kn mit dem Leiter des Ausbildungszentrums der Bauinnung der Kreishandwerkerschaft Kyffhäuser – Unstrut-Hainich, Horst Haferung. Aktuell sind 47 Auszubildende im Bauhauptberuf, Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer, Zimmerer, sowie Fliesen- Platten- und Mosaikleger in der Einrichtung (Sondershausen – Vor der Windleite) in der Ausbildung. Betrachtet man im Vergleich dazu die Zahl der Auszubildenden mit der von 1996/97 dann ist der Rückgang mehr als deutlich, denn damals waren es noch ca. 150 Auszubildende!

Aber nicht nur in der Anzahl ist ein Rückgang zu beklagen. Auch die theoretischen Voraussetzungen, mit denen die Auszubildenden sich bewerben, sind nach Meinung von Horst Haferung rückläufig. Besonders bei den mathematischen und den deutsch Kenntnissen sei es deutlich zu spüren, auch wenn er mit seinen zwei weiteren Ausbildern nicht für die Theorieausbildung zuständig ist, denn die erfolgt entweder im Staatlichen Berufsbildenden Gymnasium in Sondershausen, oder im Berufsschulzentrum in Artern.

Den Rückgang der Zahl der Auszubildenden liegt aber nicht nur an der demografischen Entwicklung. Auch die Zahl der weniger werdenden Handwerksbetriebe, die Auszubildende beschäftigen können, sei rückläufig, so Horst Haferung in seiner Feststellung. Da nützt auch nichts, dass in seiner Einrichtung bei der praktischen Ausbildung an neuster Technik ausgebildet wird, sei es die Einbeziehung von Computern als auch die neuste Lasermesstechnik. Die Ausbildungskapazität der Einrichtung ist nicht ausgelastet.

Aber nicht nur die praktische Ausbildung findet hier in Sondershausen statt, sondern auch die abschließende Kenntnisprüfung, übrigens auch für eine weitere Einrichtung der Kreishandwerkerschaft, die in Menteroda ihre praktische Ausbildung durchführt.

So viele Ausbildungsstätten für das Baugewerbe der Handwerkerschaften gibt gar nicht mehr. Im Kammerbezirk Erfurt sind es nur noch 6 Stück. Von den 47 Auszubildenden in Sondershausen sind auch nicht mehr alle, die von den Handwerksbetrieben kommen. Auch die Arbeitsagentur für Arbeit weist der Einrichtung im Rahmen von Fördermaßnahmen Teilnehmer zu, die später auch an Praktika in Handwerksbetrieben teilnehmen.

Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass das gerade anlaufende Modellprojekt „Demografischer Wandel.. „ (wir berichteten) auch genügend Aufträge für das Bauhandwerk nachziehen wird, denn weiter rückläufige Zahlen bei den Auszubildenden hat diese Ausbildungsstätte nun wirklich nicht verdient.

Zu den Bildern:
Was hier von den Auszubildenden gebaut wird, hat leider nicht lange Bestand. Denn alles wird anschließend wieder schön abgetragen, damit später wieder gebaut werden kann.
Ausbildungszentrum (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auszubildende - Maurer (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auszubildende bei Pflastern (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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