Di, 08:00 Uhr
04.03.2008
K.A.Z. viel zu wenig bekannt
Im Kyffhäuserkreis gibt es einen interessanten Verein, K.A.Z. e.V., der in seiner Tätigkeit bei der Berufsausbildung viel zu wenig bekannt ist. Für wen der Verein interessant ist, erfahren Sie hier...
Kyffhäuser Ausbildung mit Zukunft e.V. kurz K.A.Z. e.V. genannt, ist ein Verein, in dem sich Firmen, vom großen Industrieunternehmen bis hin zum einfachen Steuerbüro zusammengeschlossen haben, um die Berufsausbildung unter Wahrung des dualen Systems für ein besondere Gruppe von Jugendlichen zu ermöglichen. Aus diesem Anlass sprach kn mit der Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kreisentwicklung Regina Kirchner. Zielgruppe bei dieser spezielle Ausbildungsmöglichkeit, so Kirchner, sind die Abbrecher einer Berufsausbildung, sei es aus verschiedensten Gründen, so zum Beispiel auch junge Frauen die ein Baby bekommen hatten, und oft nicht mehr zurück in die Berufsausbildung finden würden. Damit diesem Personenkreis ein Fehlstart ins Leben nicht passiert, organisiert der Verein für diese Jugendlichen die Berufsausbildung. Der Verein zahlt die Ausbildungsvergütung, führt Sozialanteile ab, und übernimmt bei Bedürftigkeit auch Fahrt und Bücherkosten und organisiert Teambildungsmaßnahmen und sonstige fachliche Weiterbildung.
Dabei schließen die Jugendlichen den Ausbildungsvertrag mit dem Verein K.A.Z. e.V. ab. Der Verein organisiert auch die administrativen Aufgaben, wie Abrechnungen und Schulkontakte und ist der Hauptansprechpartner für die Jugendlichen, besonders auch in arbeitsrechtlichen Fragen. Ausbildungsversorger für den Verein ist die Starthilfe e.V. Sondershausen.
Die sich im Verein K.A.Z. e.V. einbringenden Firmen teilen sich die Ausbildung von Jugendlichen. Das heißt, der Jugendliche wird nicht nur in einem Betrieb ausgebildet, sonder mindestens zwei oder drei Betriebe teilen sich die Ausbildung. Das hat für die teilnehmenden Firmen Vorteile, weil sie nicht die gesamte finanzielle Ausbildung für einen Jugendlichen allein tragen müssen. Die Auszubildenden rotieren dann zwischen den mindesten zwei bis drei Betrieben. Das bringt Vorteile, weil die Betriebe verschiedene Azubis kennen lernen, meist kein zusätzlichen Investitionen tätigen müssen. Notwendig ist aber eine gute Abstimmung der Betrieb untereinander.
Es gibt aber noch andere Vorteile. Zum Beispiel lernen die Azubis eben auch mehrere Betriebe in der Phase ihrer Ausbildung kennen und lernen dabei bei dem Spezialisten für dieses Ausbildungsthema. Und die Azubis können sich natürlich auch durch gute Arbeit gleich in mehreren Betrieben auf sich aufmerksam machen, was die Chance einer späteren Übernahme erhöht.
Interessant wird es aber auch für kleinere Unternehmen, die bisher einfach nicht die Möglichkeiten hatten, einen kompletten Jugendlichen als Azubi einzustellen. Sie übernehmen ja praktisch gesehen nur die Ausbildung von einem halben oder einem drittel Azubi, auch von den Kosten her. Aber auch aus anderem Gesichtspunkt kann es bei speziellen Ausbildungsprofilen für Firmen interessant sein. Wer in seiner Firma solche Spezialrichtungen hat, bekommt aber oft Probleme, weil er in seinem Betrieb nicht das gesamte Berufsprofil des Ausbildungsberufs abdecken kann. Auch hier hilft diese Art der Ausbildung, weil dann das fehlende eigene Modul in einer anderen Firma abgedeckt wird.
Mitgebracht hatte diese Form der Ausbildung, so Kirchner, Personalleiter Manfred Pfeil des Stammbetriebes der WAGO, weil es im dortigen Gebiet Minden-Lübbecke angewendet wurde. Der Start hier in Sondershausen wurde im Dezember 2006 vollzogen. Bei der Mitgliedschaft unterscheidet man Fördermitglieder und Vollmitglieder, die dann auch die Ausbildung tragen. Firmen können sich über den Verein, dessen Vorsitzender Landrat Peter Hengstermann (CDU) ist, sowohl bei der Wirtschaftsförderung (Regina Kirchner , Tel (03632)741310) oder bei der Starthilfe e.V. (Jürgen Rauschenbach Tel (03632)5429971) informieren. Jugendliche, die Probleme mit ihrer Ausbildung hatten, können sich bei der Starthilfe über die genannte Telefonnummer oder direkt in der Hospitalstraße 122 in formieren.
Zurzeit sind 15 Jugendliche, so Geschäftsführer Jürgen Rauschenbach von der Starthilfe e.V., in diesem Programm integriert, das weitgehend ohne öffentliche Mittel auskommt. Das Firmenspektrum reicht von der WAGO, über die Stadtwerke/TAZ, der TWB Artern oder der NESTOR bis zum Autohaus Kaulbarsch und einer Steuerkanzlei in Auleben. Ganz sicher ist das eine interessante Ausbildungsform, die wahrscheinlich noch viel zu wenig bekannt ist, besonders bei den Firmen.
Autor: khhKyffhäuser Ausbildung mit Zukunft e.V. kurz K.A.Z. e.V. genannt, ist ein Verein, in dem sich Firmen, vom großen Industrieunternehmen bis hin zum einfachen Steuerbüro zusammengeschlossen haben, um die Berufsausbildung unter Wahrung des dualen Systems für ein besondere Gruppe von Jugendlichen zu ermöglichen. Aus diesem Anlass sprach kn mit der Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kreisentwicklung Regina Kirchner. Zielgruppe bei dieser spezielle Ausbildungsmöglichkeit, so Kirchner, sind die Abbrecher einer Berufsausbildung, sei es aus verschiedensten Gründen, so zum Beispiel auch junge Frauen die ein Baby bekommen hatten, und oft nicht mehr zurück in die Berufsausbildung finden würden. Damit diesem Personenkreis ein Fehlstart ins Leben nicht passiert, organisiert der Verein für diese Jugendlichen die Berufsausbildung. Der Verein zahlt die Ausbildungsvergütung, führt Sozialanteile ab, und übernimmt bei Bedürftigkeit auch Fahrt und Bücherkosten und organisiert Teambildungsmaßnahmen und sonstige fachliche Weiterbildung.
Dabei schließen die Jugendlichen den Ausbildungsvertrag mit dem Verein K.A.Z. e.V. ab. Der Verein organisiert auch die administrativen Aufgaben, wie Abrechnungen und Schulkontakte und ist der Hauptansprechpartner für die Jugendlichen, besonders auch in arbeitsrechtlichen Fragen. Ausbildungsversorger für den Verein ist die Starthilfe e.V. Sondershausen.
Die sich im Verein K.A.Z. e.V. einbringenden Firmen teilen sich die Ausbildung von Jugendlichen. Das heißt, der Jugendliche wird nicht nur in einem Betrieb ausgebildet, sonder mindestens zwei oder drei Betriebe teilen sich die Ausbildung. Das hat für die teilnehmenden Firmen Vorteile, weil sie nicht die gesamte finanzielle Ausbildung für einen Jugendlichen allein tragen müssen. Die Auszubildenden rotieren dann zwischen den mindesten zwei bis drei Betrieben. Das bringt Vorteile, weil die Betriebe verschiedene Azubis kennen lernen, meist kein zusätzlichen Investitionen tätigen müssen. Notwendig ist aber eine gute Abstimmung der Betrieb untereinander.
Es gibt aber noch andere Vorteile. Zum Beispiel lernen die Azubis eben auch mehrere Betriebe in der Phase ihrer Ausbildung kennen und lernen dabei bei dem Spezialisten für dieses Ausbildungsthema. Und die Azubis können sich natürlich auch durch gute Arbeit gleich in mehreren Betrieben auf sich aufmerksam machen, was die Chance einer späteren Übernahme erhöht.
Interessant wird es aber auch für kleinere Unternehmen, die bisher einfach nicht die Möglichkeiten hatten, einen kompletten Jugendlichen als Azubi einzustellen. Sie übernehmen ja praktisch gesehen nur die Ausbildung von einem halben oder einem drittel Azubi, auch von den Kosten her. Aber auch aus anderem Gesichtspunkt kann es bei speziellen Ausbildungsprofilen für Firmen interessant sein. Wer in seiner Firma solche Spezialrichtungen hat, bekommt aber oft Probleme, weil er in seinem Betrieb nicht das gesamte Berufsprofil des Ausbildungsberufs abdecken kann. Auch hier hilft diese Art der Ausbildung, weil dann das fehlende eigene Modul in einer anderen Firma abgedeckt wird.
Mitgebracht hatte diese Form der Ausbildung, so Kirchner, Personalleiter Manfred Pfeil des Stammbetriebes der WAGO, weil es im dortigen Gebiet Minden-Lübbecke angewendet wurde. Der Start hier in Sondershausen wurde im Dezember 2006 vollzogen. Bei der Mitgliedschaft unterscheidet man Fördermitglieder und Vollmitglieder, die dann auch die Ausbildung tragen. Firmen können sich über den Verein, dessen Vorsitzender Landrat Peter Hengstermann (CDU) ist, sowohl bei der Wirtschaftsförderung (Regina Kirchner , Tel (03632)741310) oder bei der Starthilfe e.V. (Jürgen Rauschenbach Tel (03632)5429971) informieren. Jugendliche, die Probleme mit ihrer Ausbildung hatten, können sich bei der Starthilfe über die genannte Telefonnummer oder direkt in der Hospitalstraße 122 in formieren.
Zurzeit sind 15 Jugendliche, so Geschäftsführer Jürgen Rauschenbach von der Starthilfe e.V., in diesem Programm integriert, das weitgehend ohne öffentliche Mittel auskommt. Das Firmenspektrum reicht von der WAGO, über die Stadtwerke/TAZ, der TWB Artern oder der NESTOR bis zum Autohaus Kaulbarsch und einer Steuerkanzlei in Auleben. Ganz sicher ist das eine interessante Ausbildungsform, die wahrscheinlich noch viel zu wenig bekannt ist, besonders bei den Firmen.
