Mi, 15:45 Uhr
12.03.2008
Pflanzsaison hat begonnen
In den thüringischen Wäldern beginnen in diesen Tagen die Frühjahrsaufforstungen. Allein im Staatswald werden in den kommenden Wochen rund 1,3 Millionen junge Bäume fachgerecht gepflanzt...
Neues Leben für den Wald (Foto: Ministerium)
Damit sind wir auf einem guten Weg, die Schäden des Orkans ‚Kyrill’ auf den Waldflächen des Freistaats zu beheben, erklärte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar.
Bei den Pflanzungen kommt mit 32 % vor allem die Rotbuche zum Einsatz, gefolgt von den Eichenarten (15 %) und den Ahornarten (5 %). Aber auch Nadelbäume wie Douglasie, Tanne und Fichte werden gepflanzt. Im Unterschied zu den Aufforstungen vergangener Jahrzehnte werden Fichtenbestände heute nur noch in Mischung mit anderen Baumarten begründet. Die Baumart Fichte wird im Staatswald nur noch in den höheren Lagen gepflanzt. Dort entsprechen die Niederschläge auch im Falle der prognostizierten Klimaänderungen den Bedürfnissen der Fichte. Häufiger als bisher werden bei der Wiederbewaldung seltene Baumarten berücksichtigt. Auf geeigneten Standorten werden unter anderem Elsbeere, Speierling, Mehlbeere, Eibe und Nussarten gepflanzt.
Orkantief Kyrill verursachte vor gut einem Jahr die größten Waldschäden in Thüringen seit Ende der 1940er Jahre. Fast 12.000 Hektar liegen kahl oder sind nur noch licht bestockt. Gerade auf diesen Kahlflächen liegen die Chancen für den Anwuchs von lichtbedürftigen Pionierbaumarten wie Vogelbeere, Birke und Eiche. Aufgabe der Forstbediensten und Waldeigentümer ist es nun, diese Flächen wieder zu bewalden. Vor allem standortgerechte Baumarten wie z. B. Eichen, Buchen und das so genannte Buntlaubholz, also Ahorn, Eschen und Kirschen, helfen das Risiko künftiger Sturmschäden zu mindern.
Bei allen verwendeten Pflanzen wird streng auf deren Herkunft geachtet. Das bedeutet: Eine Pflanze wird nur dort in den Boden gebracht, wo ihr neuer Standort den klimatischen Bedingungen des Saatgutbestandes entspricht. Aufgrund der bundesweit hohen Nachfrage nach Forstpflanzen ist die Bereitstellung von hochwertigem Pflanzgut aus kontrollierter Herkunft somit wichtiger denn je. Es ist deshalb sehr erfreulich, dass rund die Hälfte des Pflanzenbedarfs für die Staatswaldflächen durch die landeseigene Forstbaumschule Breitenworbis zur Verfügung gestellt werden kann, so der Minister.
Die privaten und körperschaftlichen Waldeigentümer werden bei der Pflanzenbeschaffung fachlich von den staatlichen Forstämtern Thüringens unterstützt. Für Wiederaufforstungsmaßnahmen infolge von Schadereignissen können diese zudem Fördermittel beantragen, die aufgrund der Dringlichkeit vorrangig bearbeitet werden.
Autor: nnz
Neues Leben für den Wald (Foto: Ministerium)
Damit sind wir auf einem guten Weg, die Schäden des Orkans ‚Kyrill’ auf den Waldflächen des Freistaats zu beheben, erklärte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar.Bei den Pflanzungen kommt mit 32 % vor allem die Rotbuche zum Einsatz, gefolgt von den Eichenarten (15 %) und den Ahornarten (5 %). Aber auch Nadelbäume wie Douglasie, Tanne und Fichte werden gepflanzt. Im Unterschied zu den Aufforstungen vergangener Jahrzehnte werden Fichtenbestände heute nur noch in Mischung mit anderen Baumarten begründet. Die Baumart Fichte wird im Staatswald nur noch in den höheren Lagen gepflanzt. Dort entsprechen die Niederschläge auch im Falle der prognostizierten Klimaänderungen den Bedürfnissen der Fichte. Häufiger als bisher werden bei der Wiederbewaldung seltene Baumarten berücksichtigt. Auf geeigneten Standorten werden unter anderem Elsbeere, Speierling, Mehlbeere, Eibe und Nussarten gepflanzt.
Orkantief Kyrill verursachte vor gut einem Jahr die größten Waldschäden in Thüringen seit Ende der 1940er Jahre. Fast 12.000 Hektar liegen kahl oder sind nur noch licht bestockt. Gerade auf diesen Kahlflächen liegen die Chancen für den Anwuchs von lichtbedürftigen Pionierbaumarten wie Vogelbeere, Birke und Eiche. Aufgabe der Forstbediensten und Waldeigentümer ist es nun, diese Flächen wieder zu bewalden. Vor allem standortgerechte Baumarten wie z. B. Eichen, Buchen und das so genannte Buntlaubholz, also Ahorn, Eschen und Kirschen, helfen das Risiko künftiger Sturmschäden zu mindern.
Bei allen verwendeten Pflanzen wird streng auf deren Herkunft geachtet. Das bedeutet: Eine Pflanze wird nur dort in den Boden gebracht, wo ihr neuer Standort den klimatischen Bedingungen des Saatgutbestandes entspricht. Aufgrund der bundesweit hohen Nachfrage nach Forstpflanzen ist die Bereitstellung von hochwertigem Pflanzgut aus kontrollierter Herkunft somit wichtiger denn je. Es ist deshalb sehr erfreulich, dass rund die Hälfte des Pflanzenbedarfs für die Staatswaldflächen durch die landeseigene Forstbaumschule Breitenworbis zur Verfügung gestellt werden kann, so der Minister.
Die privaten und körperschaftlichen Waldeigentümer werden bei der Pflanzenbeschaffung fachlich von den staatlichen Forstämtern Thüringens unterstützt. Für Wiederaufforstungsmaßnahmen infolge von Schadereignissen können diese zudem Fördermittel beantragen, die aufgrund der Dringlichkeit vorrangig bearbeitet werden.
