Do, 22:21 Uhr
13.03.2008
Gericht wegen Kyffhäuserwald?
Bei der 16. Kreistagssitzung des Kyffhäuserkreises ging es nicht nur um den Haushalt. Landrat Peter Hengstermann (CDU) ging vor den Mitgliedern auch auf das Thema Kyffhäuserwald ein und informierte über weitere Probleme...
Der Kreis hat schon genug finanzielle Probleme, gerade bei der Sanierung und Instandhaltung vieler Schulen. Hengstermann informierte die Mitglieder des Kreistages, dass beim letzten Sturm auch sechs Schulen in Mitleidenschaft gezogen wurden, die nun auch noch wieder instandgesetzt werden müssen.
Nach den massiven Protesten wegen der Abholzung von Wald im Kyffhäusergebirge kam auch Landrat Hengstermann nicht drum herum, auf dieses Problem einzugehen, bei dem sich Karl-Josef Ringleb (CDU) so äußerte: Die haben ja gehaust wie die Schweine. In einem geschichtlichen Abriss zeichnete er die Geschichte der Entwicklung des Kyffhäusergebirges und dessen Schutz nach, bis hin zur Schaffung eines Geoparks Kyffhäuser. Auf das Problem Abholzung entlang der B85 waren aber einige Ausführungen doch sehr bemerkenswert.
Außer einmal, war die untere Naturschutzbehörde, und damit der Landkreis, nicht zur Problematik Verbesserung der Verkehrssicherung entlang der B85 einbezogen worden. Wie Hengstermann informierte gab es sogar ein Festlegung vom 02.10.2007 von der oberen Naturschutzbehörde, dass zur Verbesserung der Verkehrssicherheit nur der Entnahme einzelner Stämme zugestimmt werde!
Da fragt man sich sofort unwillkürlich, wie konnte man bei so einer Festlegung fast alle Stämme entlang eines großen Straßenabschnittes wegholzen? Wer ist wirklich dafür verantwortlich? Diese Frage stellte sich auch Dr. Günther Meyer (VIBT) als er recht spontan das Wort ergriff und fragte, ob man da nicht die Gerichte einschalten sollte. So weit wollte Landrat Hengstermann noch nicht gehen und verwies auf eine Anfang April vorgesehene Begehung mit den entsprechenden Verantwortlichen, zu der auch interessierte Kreistagsmitglieder eingeladen wurden, als Karl-Josef Ringleb mit der Bitte um Teilnahme nachfragte. Als ehemaliger Bürgermeister von Bad Frankenhausen kennt er sich ja dort bestens aus.
Auch wenn der Protest des Landrates bei diversen Behörden wegen der Abholzung des Kyffhäuserwaldes, diesen nach der hoffentlich baldigen Aufforstung nicht schneller wachsen lässt, vielleicht werden da einige Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen, damit sich so etwas nicht an anderer Stelle wiederholt...
Autor: khhDer Kreis hat schon genug finanzielle Probleme, gerade bei der Sanierung und Instandhaltung vieler Schulen. Hengstermann informierte die Mitglieder des Kreistages, dass beim letzten Sturm auch sechs Schulen in Mitleidenschaft gezogen wurden, die nun auch noch wieder instandgesetzt werden müssen.
Nach den massiven Protesten wegen der Abholzung von Wald im Kyffhäusergebirge kam auch Landrat Hengstermann nicht drum herum, auf dieses Problem einzugehen, bei dem sich Karl-Josef Ringleb (CDU) so äußerte: Die haben ja gehaust wie die Schweine. In einem geschichtlichen Abriss zeichnete er die Geschichte der Entwicklung des Kyffhäusergebirges und dessen Schutz nach, bis hin zur Schaffung eines Geoparks Kyffhäuser. Auf das Problem Abholzung entlang der B85 waren aber einige Ausführungen doch sehr bemerkenswert.
Außer einmal, war die untere Naturschutzbehörde, und damit der Landkreis, nicht zur Problematik Verbesserung der Verkehrssicherung entlang der B85 einbezogen worden. Wie Hengstermann informierte gab es sogar ein Festlegung vom 02.10.2007 von der oberen Naturschutzbehörde, dass zur Verbesserung der Verkehrssicherheit nur der Entnahme einzelner Stämme zugestimmt werde!
Da fragt man sich sofort unwillkürlich, wie konnte man bei so einer Festlegung fast alle Stämme entlang eines großen Straßenabschnittes wegholzen? Wer ist wirklich dafür verantwortlich? Diese Frage stellte sich auch Dr. Günther Meyer (VIBT) als er recht spontan das Wort ergriff und fragte, ob man da nicht die Gerichte einschalten sollte. So weit wollte Landrat Hengstermann noch nicht gehen und verwies auf eine Anfang April vorgesehene Begehung mit den entsprechenden Verantwortlichen, zu der auch interessierte Kreistagsmitglieder eingeladen wurden, als Karl-Josef Ringleb mit der Bitte um Teilnahme nachfragte. Als ehemaliger Bürgermeister von Bad Frankenhausen kennt er sich ja dort bestens aus.
Auch wenn der Protest des Landrates bei diversen Behörden wegen der Abholzung des Kyffhäuserwaldes, diesen nach der hoffentlich baldigen Aufforstung nicht schneller wachsen lässt, vielleicht werden da einige Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen, damit sich so etwas nicht an anderer Stelle wiederholt...