Mo, 19:37 Uhr
17.03.2008
Stadtumbau Sondershausen
Der Thüringer Minister für Bau und Verkehr Andreas Trautvetter (CDU) setzte seine Arbeitsbesuche zum Stadtumbau in Thüringer Kommunen fort und war heute Vormittag auch in Sondershausen. In einem Pressegespräch zusammen mit Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) informierte er über den Stand....
Bürgermeister Kreyer und Minister Trautvetter im Pressegespräch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Hintergrund des Ministerbesuchs ist das Städteumbauprogramm der 44 Gemeinden mit einer Größe von über 10.000 Einwohner, dass mit seiner Begleitforschung schon seit 2005 angelaufen ist. Über den Stand in Sondershausen informierte er sich mit seinem Expertenstab vom aktuellen Stand in Sondershausen. Ziel des Programms ist es, die Innenstädte wieder attraktiver zu machen. Deshalb galt auch das Ministerinteresse in Sondershausen zwei Gebieten, dem Wippertor und dem Gebiet August-Bebel-Straße und Talstraße. Besonders letzteres wird große Bedeutung beigemessen, wenn sich dort die Masse des Verkehrs später nach Fertigstellung der Ortsumfahrung vermindert hat.
Der Schwerpunkt der Stadtentwicklung liegt ganz klar, so Trautvetter, in der Sanierung von Brachflächen in der Innenstadt. Dem pflichtete Bürgermeister Kreyer zu, denn für die Entwicklung von Eigenheimstandorten bestehe in Sondershausen zurzeit einfach kein Markt. Auf Nachfrage bestätigte er auch, dass im oberen Östertal nach Abriss einiger Wohnblocks die freigewordenen Flächen vorerst nicht für den Eigenheimbau freigegeben werden, auch wenn solche Pläne mal bestanden haben.
Bürgermeister Kreyer und Minister Trautvetter auf Markt Sondershausen vor ehemaligen Prinzenpalais (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bürgermeister Joachim Kreyer und Thüringens Minister für Bau und Verkehr Andreas Trautvetter (links) setzten auch beim Fototermin ihren Erfahrungsaustausch fort.
Was im Östertal praktiziert wird, Abriss und Anlegen von Grünflächen, gilt durchaus auch für die Sanierung in den Innenstädten. Erst mal nicht mehr sanierbare Gebäude abreißen und durch Grünflächen oder Parkplätze zeitweilig ersetzen. So ist zum Beispiel der Parkplatz an der Trinitatiskirche noch lange nicht die endgültige Städtebaulösung für die Innenstadt von Sondershausen. Auch das ist eine vorläufige Lösung, so Bürgermeister Joachim Kreyer. In diesem Zusammenhang informierte Kreyer, dass auch in Hinsicht U-Bahnstation, wie die Brache in der Burgstraße genannt wird, demnächst ein Lösung gefunden werden soll.
Konkreter wurde es da schon im Hinblick auf die Entwicklung des Stadtteils Wippertors aus. In diesem Gebiet sollen von den früher bestehenden 600 Wohneinheiten nur noch 300 übrigbleiben. Neben Abriss werden da auch Umbauarbeiten stattfinden, mit dem Ziel, niedrigere Bauten zu erreichen. In einem anschließenden Stadtrundgang wollten sich die Experten des Ministers und Vertreter der Stadt und der Wohnungsbaugesellschaften vor Ort im Wippertor informieren. Minister Trautvetter selbst musste wegen anderweitiger Termine nach dem Pressegespräch gleich weiter.
Im Gespräch mit Minister Trautvetter zeigte sich Bürgermeister Kreyer auch zufrieden, dass Sondershausen an diesem Städteumbauprogramm teilnehmen kann. Es käme jetzt darauf an, dass Stadtentwicklungsprogramm fortzuschreiben. Er schätzte dabei ein. Dass man in der Einwohnerzahlentwicklung mit den bisherigen Schätzungen richtig liege. Auch zeigte er sich zufrieden, dass man mit den Wohnungsbaugesellschaften der Stadt einen guten Konsens gefunden hat, hinsichtlich der Belegung alter Wohnblöcke mit Hartz-IV-Empfängern. Auch der Verlängerung des Altschuldenprogramms maß Kreyer eine große Bedeutung zu, denn es käme darauf an die Investitionskraft zu stärken. Nur so könne auch erreicht werden, dass auch Haus- und Grundstücksbesitzer in ausreichendem Maße teilnehmen. Neben den genannten Schwerpunktgebieten soll es aber auch punktuelle Lösungen für solche Objekte, wie das Cafe Pille und das Stadtcafe geben.
Man darf gespannt sein, was da alles passieren soll, denn Minister Trautvetter räumte auch ein, dass man in größeren Zeiträumen von 10 bis 15 Jahren denken sollte. Denn gerade bei unsanierten Häusern und Brachflächen bestehen oft Eigentumsprobleme und völlig fehlende Finanzkraft, wie Kreyer und Trautvetter einräumten. Aber auch in anderer Hinsicht soll sich etwas bewegen. Wie Minister Trautvetter informierte, wird sich morgen das Kabinett in Erfurt mit der Wachstumsinitiative Kyffhäuserkreis beschäftigen. Allerdings gab er noch keine weiteren Informationen preis. Aber vielleicht kann ja Sondershausen auch davon profitieren. Aus dem Gespräch mit Trautvetter war nämlich auch heraus zu hören, dass es offensichtlich auch eine gewisse Rivalität mit dem Programm seines höheren Amtskollegen Tiefensee (SPD) in Berlin gibt, denn Trautvetter äußerte sich so, dass er von dem Programm Wachstumsinitiative Kyffhäuserkreis mehr Wirkung erwarte, als aus den punktuellen und sehr theoretischen Projekten des Modellvorhaben Demografischer Wandel. So schlecht wollte aber Kreyer die Initiative Modellvorhaben Demografischer Wandel nicht sehen. Aber man darf gespannt sein.
Autor: khh
Bürgermeister Kreyer und Minister Trautvetter im Pressegespräch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Hintergrund des Ministerbesuchs ist das Städteumbauprogramm der 44 Gemeinden mit einer Größe von über 10.000 Einwohner, dass mit seiner Begleitforschung schon seit 2005 angelaufen ist. Über den Stand in Sondershausen informierte er sich mit seinem Expertenstab vom aktuellen Stand in Sondershausen. Ziel des Programms ist es, die Innenstädte wieder attraktiver zu machen. Deshalb galt auch das Ministerinteresse in Sondershausen zwei Gebieten, dem Wippertor und dem Gebiet August-Bebel-Straße und Talstraße. Besonders letzteres wird große Bedeutung beigemessen, wenn sich dort die Masse des Verkehrs später nach Fertigstellung der Ortsumfahrung vermindert hat. Der Schwerpunkt der Stadtentwicklung liegt ganz klar, so Trautvetter, in der Sanierung von Brachflächen in der Innenstadt. Dem pflichtete Bürgermeister Kreyer zu, denn für die Entwicklung von Eigenheimstandorten bestehe in Sondershausen zurzeit einfach kein Markt. Auf Nachfrage bestätigte er auch, dass im oberen Östertal nach Abriss einiger Wohnblocks die freigewordenen Flächen vorerst nicht für den Eigenheimbau freigegeben werden, auch wenn solche Pläne mal bestanden haben.
Bürgermeister Kreyer und Minister Trautvetter auf Markt Sondershausen vor ehemaligen Prinzenpalais (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bürgermeister Joachim Kreyer und Thüringens Minister für Bau und Verkehr Andreas Trautvetter (links) setzten auch beim Fototermin ihren Erfahrungsaustausch fort.
Was im Östertal praktiziert wird, Abriss und Anlegen von Grünflächen, gilt durchaus auch für die Sanierung in den Innenstädten. Erst mal nicht mehr sanierbare Gebäude abreißen und durch Grünflächen oder Parkplätze zeitweilig ersetzen. So ist zum Beispiel der Parkplatz an der Trinitatiskirche noch lange nicht die endgültige Städtebaulösung für die Innenstadt von Sondershausen. Auch das ist eine vorläufige Lösung, so Bürgermeister Joachim Kreyer. In diesem Zusammenhang informierte Kreyer, dass auch in Hinsicht U-Bahnstation, wie die Brache in der Burgstraße genannt wird, demnächst ein Lösung gefunden werden soll.
Konkreter wurde es da schon im Hinblick auf die Entwicklung des Stadtteils Wippertors aus. In diesem Gebiet sollen von den früher bestehenden 600 Wohneinheiten nur noch 300 übrigbleiben. Neben Abriss werden da auch Umbauarbeiten stattfinden, mit dem Ziel, niedrigere Bauten zu erreichen. In einem anschließenden Stadtrundgang wollten sich die Experten des Ministers und Vertreter der Stadt und der Wohnungsbaugesellschaften vor Ort im Wippertor informieren. Minister Trautvetter selbst musste wegen anderweitiger Termine nach dem Pressegespräch gleich weiter.
Im Gespräch mit Minister Trautvetter zeigte sich Bürgermeister Kreyer auch zufrieden, dass Sondershausen an diesem Städteumbauprogramm teilnehmen kann. Es käme jetzt darauf an, dass Stadtentwicklungsprogramm fortzuschreiben. Er schätzte dabei ein. Dass man in der Einwohnerzahlentwicklung mit den bisherigen Schätzungen richtig liege. Auch zeigte er sich zufrieden, dass man mit den Wohnungsbaugesellschaften der Stadt einen guten Konsens gefunden hat, hinsichtlich der Belegung alter Wohnblöcke mit Hartz-IV-Empfängern. Auch der Verlängerung des Altschuldenprogramms maß Kreyer eine große Bedeutung zu, denn es käme darauf an die Investitionskraft zu stärken. Nur so könne auch erreicht werden, dass auch Haus- und Grundstücksbesitzer in ausreichendem Maße teilnehmen. Neben den genannten Schwerpunktgebieten soll es aber auch punktuelle Lösungen für solche Objekte, wie das Cafe Pille und das Stadtcafe geben.
Man darf gespannt sein, was da alles passieren soll, denn Minister Trautvetter räumte auch ein, dass man in größeren Zeiträumen von 10 bis 15 Jahren denken sollte. Denn gerade bei unsanierten Häusern und Brachflächen bestehen oft Eigentumsprobleme und völlig fehlende Finanzkraft, wie Kreyer und Trautvetter einräumten. Aber auch in anderer Hinsicht soll sich etwas bewegen. Wie Minister Trautvetter informierte, wird sich morgen das Kabinett in Erfurt mit der Wachstumsinitiative Kyffhäuserkreis beschäftigen. Allerdings gab er noch keine weiteren Informationen preis. Aber vielleicht kann ja Sondershausen auch davon profitieren. Aus dem Gespräch mit Trautvetter war nämlich auch heraus zu hören, dass es offensichtlich auch eine gewisse Rivalität mit dem Programm seines höheren Amtskollegen Tiefensee (SPD) in Berlin gibt, denn Trautvetter äußerte sich so, dass er von dem Programm Wachstumsinitiative Kyffhäuserkreis mehr Wirkung erwarte, als aus den punktuellen und sehr theoretischen Projekten des Modellvorhaben Demografischer Wandel. So schlecht wollte aber Kreyer die Initiative Modellvorhaben Demografischer Wandel nicht sehen. Aber man darf gespannt sein.
