Mi, 07:12 Uhr
19.03.2008
Intensivere Kontrollen gefordert
Schwarzarbeit bedroht Jobs auf dem Bau: Null Toleranz für kriminelle Machenschaften auf heimischen Baustellen hat die IG BAU Nordthüringen gefordert. Im vergangenen Jahr deckte der Zoll in Erfurt exakt 10.273 Fälle auf...
Die Gewerkschaft verwies dabei auf die aktuelle Ermittlungsbilanz des Hauptzollamtes Erfurt. Diese zeige, dass illegale Beschäftigung und organisierte Schwarzarbeit – insbesondere im Baubereich – keine Einzelfälle seien. Insgesamt hat die ‚Finanzkontrolle Schwarzarbeit’ aus Erfurt im vergangenen Jahr 10.273 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Gerade der Bau-Bereich war dabei immer wieder im Visier der Fahnder, sagt Wilfried Grams, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Nordthüringen. Über 4.400 Betriebe seien überprüft worden.
Wir wollen, dass die Baustellen in der Region ‚sauber’ werden. Firmen, die die gültigen Tarifbestimmungen für ihre Beschäftigten nicht einhalten oder Sozialabgaben nicht zahlen, dürfen bei privaten und öffentlichen Bauvorhaben in der Region keine Chance mehr haben, so Grams. Deshalb müsse die erfolgreiche Arbeit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit weitergehen und sogar ausgebaut werden.
Nach Angaben der IG BAU haben die Fahnder der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Erfurt bei ihren Kontrollen in der Region im vergangenen Jahr 4.453 Arbeitgeber überprüft. Dabei ging es ganz häufig um hinterzogene Steuern, nicht gezahlte Sozialabgaben und um Beiträge zur Urlaubskasse für Bau-Beschäftigte, die Arbeitgeber nicht abgeliefert haben, sagt Grams. Dies seien kriminelle Unternehmer-Machenschaften.
Nicht selten müssten regulär Beschäftigte die illegalen Praktiken mit ihrem Job bezahlen. Unternehmer, die ihre Angestellten korrekt und tarifgemäß beschäftigen, haben gegen unseriöse und kriminelle Dumping-Firmen im Wettbewerb kaum eine Chance, so Grams. Deswegen müsse der Zoll gegen die schwarzen Schafe der Branche hart durchgreifen. Jede Kontrolle gegen Firmen, die Schwarzarbeit im großen Stil betreiben, ist wichtig. Es ist einfach perfide, Menschen ohne jede soziale Absicherung wie Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung arbeiten zu lassen, sagt der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit mache eine gute Arbeit. Allerdings sei die Personaldecke viel zu dünn. Wilfried Grams: Der Zoll kontrolliert immer mehr Branchen auf illegale Beschäftigung und auf die Einhaltung von Mindestlöhnen. Vom Taxiunternehmen, über Gaststätten bis hin zum Gebäudereinigerhandwerk. Da ist einfach mehr Personal nötig, um die Effizienz zu steigern. Und der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende macht noch auf ein weiteres Manko aufmerksam: Extrem ärgerlich ist die Tatsache, dass Schund-Firmen, die eine Geldbuße bekommen, es oft schaffen, einen Bogen ums Bezahlen zu machen. Häufig würden Gerichte die Geldbußen einschränken oder aufheben.
Autor: nnzDie Gewerkschaft verwies dabei auf die aktuelle Ermittlungsbilanz des Hauptzollamtes Erfurt. Diese zeige, dass illegale Beschäftigung und organisierte Schwarzarbeit – insbesondere im Baubereich – keine Einzelfälle seien. Insgesamt hat die ‚Finanzkontrolle Schwarzarbeit’ aus Erfurt im vergangenen Jahr 10.273 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Gerade der Bau-Bereich war dabei immer wieder im Visier der Fahnder, sagt Wilfried Grams, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Nordthüringen. Über 4.400 Betriebe seien überprüft worden.
Wir wollen, dass die Baustellen in der Region ‚sauber’ werden. Firmen, die die gültigen Tarifbestimmungen für ihre Beschäftigten nicht einhalten oder Sozialabgaben nicht zahlen, dürfen bei privaten und öffentlichen Bauvorhaben in der Region keine Chance mehr haben, so Grams. Deshalb müsse die erfolgreiche Arbeit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit weitergehen und sogar ausgebaut werden.
Nach Angaben der IG BAU haben die Fahnder der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Erfurt bei ihren Kontrollen in der Region im vergangenen Jahr 4.453 Arbeitgeber überprüft. Dabei ging es ganz häufig um hinterzogene Steuern, nicht gezahlte Sozialabgaben und um Beiträge zur Urlaubskasse für Bau-Beschäftigte, die Arbeitgeber nicht abgeliefert haben, sagt Grams. Dies seien kriminelle Unternehmer-Machenschaften.
Nicht selten müssten regulär Beschäftigte die illegalen Praktiken mit ihrem Job bezahlen. Unternehmer, die ihre Angestellten korrekt und tarifgemäß beschäftigen, haben gegen unseriöse und kriminelle Dumping-Firmen im Wettbewerb kaum eine Chance, so Grams. Deswegen müsse der Zoll gegen die schwarzen Schafe der Branche hart durchgreifen. Jede Kontrolle gegen Firmen, die Schwarzarbeit im großen Stil betreiben, ist wichtig. Es ist einfach perfide, Menschen ohne jede soziale Absicherung wie Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung arbeiten zu lassen, sagt der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit mache eine gute Arbeit. Allerdings sei die Personaldecke viel zu dünn. Wilfried Grams: Der Zoll kontrolliert immer mehr Branchen auf illegale Beschäftigung und auf die Einhaltung von Mindestlöhnen. Vom Taxiunternehmen, über Gaststätten bis hin zum Gebäudereinigerhandwerk. Da ist einfach mehr Personal nötig, um die Effizienz zu steigern. Und der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende macht noch auf ein weiteres Manko aufmerksam: Extrem ärgerlich ist die Tatsache, dass Schund-Firmen, die eine Geldbuße bekommen, es oft schaffen, einen Bogen ums Bezahlen zu machen. Häufig würden Gerichte die Geldbußen einschränken oder aufheben.