Mo, 23:39 Uhr
31.03.2008
Ortsumgehung auch mit Nachteilen
Die Vorteile der im Bau befindlichen Ortsumgehung Sondershausen sieht jeder ein. Aber einige Bürger haben so ihre Probleme damit...
Die Einwohnerversammlung in Sondershausen für die Wohngebiete Bebra, Franzberg und Jechaburg fand heute Abend in der Regelschule am Franzberg statt. In Vertretung von Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) nahm die 1. Beigeordnete Cornelia Kraffzyck (SPD) die Aufgabe wahr, da Kreyer von den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst zurück war. Ihr zur Seite stand der Fachbereichsleiter Bau und Ordnung Manfred Kucksch.
Zuerst informierte Cornelia Kraffzyck über die Haushaltslage der Stadt Sondershausen. Durch die Erhöhung der Kreisumlage kämen zusätzlich rund 480.000 Euro Belastung auf die Stadt zu. Auch der Gerade abgeschlossene neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst wird für zusätzlichen Belastungen sorgen. Zwar hatte man vorsorglich eine Erhöhung von 2 % ab Jahresanfang in den Haushalt eingeplant, aber der neue Tarifabschluss, auch wenn er erst ab 1.4. wirksam, wird eine Erhöhung um 3,1 % und einen Sockelbetrag von 50 Euro bringen.
Danach informierten beide Vertreter der Stadt, über die 2007 realisierten Bauvorhaben, sowie die für 2008 geplanten Vorhaben (wir berichteten bereits bei der Einwohnerversammlung Borntal). Bekräftigt wurde die Vorhersage, dass die Ortsumgehung Sondershausen voraussichtlich bereits ab 3. Quartal 2008 fertiggestellt sein wird.
Neu war die Information zum Thema Ortserneuerung Berka. Im Rahmen eines Förderprogramms werden im Jahre 2009 in Berka eine ganze Reihe Bauvorhaben gefördert werden können. Auch der normale Häusle-Bauer, der sein Dach erneuern muss, wird laut Kucksch mit bis zu 35% Fördersumme rechnen können.
Für den Ausbau der Bebra zur Schaffung von Rückstauflächen, damit bei Starkniederschlägen die Bebra nicht beliebig viel Wasser führen kann, müssen in den Jahren 2008/2009 Planungsleistungen erbracht werden. Alle Anlieger der Bebra werden dabei in einem Schreiben informiert werden. Auch solle sich kein Bewohner wundern, wenn Vermesser in dem Bereich auftauchen werden.
Bei den anschließenden Fragen der Bürger konnte nicht in allen Fragen ein Konsens gefunden werden. Beschwerden richteten sich besonders auf die starke Belastung der J.-Haydn-Str. durch die Baufahrzeuge der Straßenbaufirmen der Ortsumgehung. Die Straße sei schon regelrecht zerbrochen und musste schon mehrfach geflickt werden. Die Befürchtungen der Anwohner, dass bei anstehenden Reparaturen die Kosten auf die Bewohner teilweise abgewälzt werden, konnte nicht ausgeräumt werden. Auch machte Kucksch klar, dass die Stadt den Baufahrzeugen nicht verbieten könne, eine öffentliche Straße zu nutzen. Unmut zog sich Kucksch auch zu, als er auf einen Einwand wackelnder Gläser in den Häusern antwortete, da sei eben der Baugrund nicht gut genug hergerichtet worden.
Auch hinsichtlich der Straßenreinigung konnte Kucksch vor 2009 keine Änderung versprechen. Bürger hatten sich beschwert, dass bereits weit vor 6:00 Uhr der Lärm der Straßenreinigungsmaschinen einsetzte. Die notwendigen Einsatzpläne können nicht geändert werden.
Das die neue Ortumgehung nicht nur Vorteile bringen wird, zeigt die Beschwerde einiger Bürger. Was für die Autofahrer gut ist, wirkt sich für einige Fußgänger sehr übel aus. Bürger beklagten sich, dass es durch die Ortsumgehung nur noch zwei Möglichkeiten gäbe, die B4 zu über- bzw. unterqueren und dadurch die Fußgänger weite Wege gehen müssen. Auch in dieser Frage wird es keine Änderungen mehr geben können. Als die Planungsunterlagen ausgelegen hatten, so Kucksch, seien zu den Plänen und zu dem Thema Fußgängerüberwege keine Einwände gekommen.
Autor: khhDie Einwohnerversammlung in Sondershausen für die Wohngebiete Bebra, Franzberg und Jechaburg fand heute Abend in der Regelschule am Franzberg statt. In Vertretung von Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) nahm die 1. Beigeordnete Cornelia Kraffzyck (SPD) die Aufgabe wahr, da Kreyer von den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst zurück war. Ihr zur Seite stand der Fachbereichsleiter Bau und Ordnung Manfred Kucksch.
Zuerst informierte Cornelia Kraffzyck über die Haushaltslage der Stadt Sondershausen. Durch die Erhöhung der Kreisumlage kämen zusätzlich rund 480.000 Euro Belastung auf die Stadt zu. Auch der Gerade abgeschlossene neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst wird für zusätzlichen Belastungen sorgen. Zwar hatte man vorsorglich eine Erhöhung von 2 % ab Jahresanfang in den Haushalt eingeplant, aber der neue Tarifabschluss, auch wenn er erst ab 1.4. wirksam, wird eine Erhöhung um 3,1 % und einen Sockelbetrag von 50 Euro bringen.
Danach informierten beide Vertreter der Stadt, über die 2007 realisierten Bauvorhaben, sowie die für 2008 geplanten Vorhaben (wir berichteten bereits bei der Einwohnerversammlung Borntal). Bekräftigt wurde die Vorhersage, dass die Ortsumgehung Sondershausen voraussichtlich bereits ab 3. Quartal 2008 fertiggestellt sein wird.
Neu war die Information zum Thema Ortserneuerung Berka. Im Rahmen eines Förderprogramms werden im Jahre 2009 in Berka eine ganze Reihe Bauvorhaben gefördert werden können. Auch der normale Häusle-Bauer, der sein Dach erneuern muss, wird laut Kucksch mit bis zu 35% Fördersumme rechnen können.
Für den Ausbau der Bebra zur Schaffung von Rückstauflächen, damit bei Starkniederschlägen die Bebra nicht beliebig viel Wasser führen kann, müssen in den Jahren 2008/2009 Planungsleistungen erbracht werden. Alle Anlieger der Bebra werden dabei in einem Schreiben informiert werden. Auch solle sich kein Bewohner wundern, wenn Vermesser in dem Bereich auftauchen werden.
Bei den anschließenden Fragen der Bürger konnte nicht in allen Fragen ein Konsens gefunden werden. Beschwerden richteten sich besonders auf die starke Belastung der J.-Haydn-Str. durch die Baufahrzeuge der Straßenbaufirmen der Ortsumgehung. Die Straße sei schon regelrecht zerbrochen und musste schon mehrfach geflickt werden. Die Befürchtungen der Anwohner, dass bei anstehenden Reparaturen die Kosten auf die Bewohner teilweise abgewälzt werden, konnte nicht ausgeräumt werden. Auch machte Kucksch klar, dass die Stadt den Baufahrzeugen nicht verbieten könne, eine öffentliche Straße zu nutzen. Unmut zog sich Kucksch auch zu, als er auf einen Einwand wackelnder Gläser in den Häusern antwortete, da sei eben der Baugrund nicht gut genug hergerichtet worden.
Auch hinsichtlich der Straßenreinigung konnte Kucksch vor 2009 keine Änderung versprechen. Bürger hatten sich beschwert, dass bereits weit vor 6:00 Uhr der Lärm der Straßenreinigungsmaschinen einsetzte. Die notwendigen Einsatzpläne können nicht geändert werden.
Das die neue Ortumgehung nicht nur Vorteile bringen wird, zeigt die Beschwerde einiger Bürger. Was für die Autofahrer gut ist, wirkt sich für einige Fußgänger sehr übel aus. Bürger beklagten sich, dass es durch die Ortsumgehung nur noch zwei Möglichkeiten gäbe, die B4 zu über- bzw. unterqueren und dadurch die Fußgänger weite Wege gehen müssen. Auch in dieser Frage wird es keine Änderungen mehr geben können. Als die Planungsunterlagen ausgelegen hatten, so Kucksch, seien zu den Plänen und zu dem Thema Fußgängerüberwege keine Einwände gekommen.
