Mi, 11:41 Uhr
02.04.2008
Schottlandfieber im Sinfoniekonzert
In den Jahren 1867 bis 1870 lebte er in Sondershausen, war dort Hofkapellmeister und vollendete u. a. das berühmt gewordene erste Violinkonzert: der Komponist Max Bruch. Jetzt sind seine Werke wieder zu hören...
Bekannt ist auch ein weiteres Werk von Max Bruch für Solovioline und Orchester: Die Fantasie für Violine mit Orchester und Harfe unter freier Benutzung schottischer Volksmelodien, oder kurz, die Schottische Fantasie. Im 7. Sinfoniekonzert am 19. April in Sondershausen und am 20. April in Nordhausen wird sie vom Loh-Orchester Sonderhausen aufgeführt.
Freuen darf man sich auch auf den Solisten, den jungen erfolgreichen Geiger Koh Gabriel Kameda. Bereits mit zwölf Jahren war Kameda Student an der Musikhochschule in Karlsruhe und wurde später von Pinchas Zukerman an die Manhattan School of Music in New York eingeladen. Nach seinem Debüt 1988 mit dem Baden-Badener Sinfonieorchester im Alter von 13 Jahren feiert er heute Erfolge in den wichtigen Konzertsälen der Welt und beeindruckt nicht zuletzt bedeutende Kollegen wie Yehudi Menuhin: Ich war zutiefst beeindruckt von seinem Violinspiel wie auch von seinem sicheren Stilgefühl. Ich kann ihn nur höchst enthusiastisch weiterempfehlen. Seit 2004 unterrichtet Koh Gabriel Kameda darüber hinaus an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich.
Die Schottische Fantasie, die an den Solisten noch größere Herausforderungen stellt als die drei Violinkonzerte, schrieb Max Bruch im Winter 1879/1880 ursprünglich für den spanischen Geiger Pablo de Sarasate. Wie so viele andere ließ sich auch Bruch von dem damals um sich greifenden Schottland-Fieber packen, legte seiner Fantasie zahlreiche Volkslieder zugrunde und beschwor von alten Schlössern und Ereignissen aus der schottischen Geschichte inspirierte Stimmungsbilder herauf.
Ein Thema Joseph Haydns, der Chorale St. Antoni, regte nur wenige Jahre zuvor Bruchs Freund Johannes Brahms zu einer fantasievollen Variationsreihe an, die das Konzert des Loh-Orchesters mit feierlichen Klängen eröffnet. Das Vorbild Haydn lässt auch Mozarts Sinfonie KV 201, ein besonderer Höhepunkt seiner frühen Instrumentalmusik, durchscheinen. Mozart komponierte sie noch in der Salzburger Zeit und schätzte das Werk, das von einigen überraschenden Höreffekten lebt, offenbar selbst so sehr, dass er es noch einige Jahre später in Wien aufführen ließ.
Die musikalische Leitung des Konzerts liegt in den Händen von Markus Frank. Er ist derzeit 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Anhaltischen Theater Dessau und darüber hinaus häufig zu Gast an der Staatsoper Hannover. Markus Frank gehört zu den Bewerbern als GMD des Loh-Orchesters Sondershausen.
Das 7. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters findet im Haus der Kunst Sondershausen am Samstag, den 19. April, statt und im Theater Nordhausen am Sonntag, den 20. April. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. An beiden Abenden gibt um 19.00 Uhr die Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eine Einführung im Foyer.
Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz/knBekannt ist auch ein weiteres Werk von Max Bruch für Solovioline und Orchester: Die Fantasie für Violine mit Orchester und Harfe unter freier Benutzung schottischer Volksmelodien, oder kurz, die Schottische Fantasie. Im 7. Sinfoniekonzert am 19. April in Sondershausen und am 20. April in Nordhausen wird sie vom Loh-Orchester Sonderhausen aufgeführt.
Freuen darf man sich auch auf den Solisten, den jungen erfolgreichen Geiger Koh Gabriel Kameda. Bereits mit zwölf Jahren war Kameda Student an der Musikhochschule in Karlsruhe und wurde später von Pinchas Zukerman an die Manhattan School of Music in New York eingeladen. Nach seinem Debüt 1988 mit dem Baden-Badener Sinfonieorchester im Alter von 13 Jahren feiert er heute Erfolge in den wichtigen Konzertsälen der Welt und beeindruckt nicht zuletzt bedeutende Kollegen wie Yehudi Menuhin: Ich war zutiefst beeindruckt von seinem Violinspiel wie auch von seinem sicheren Stilgefühl. Ich kann ihn nur höchst enthusiastisch weiterempfehlen. Seit 2004 unterrichtet Koh Gabriel Kameda darüber hinaus an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich.
Die Schottische Fantasie, die an den Solisten noch größere Herausforderungen stellt als die drei Violinkonzerte, schrieb Max Bruch im Winter 1879/1880 ursprünglich für den spanischen Geiger Pablo de Sarasate. Wie so viele andere ließ sich auch Bruch von dem damals um sich greifenden Schottland-Fieber packen, legte seiner Fantasie zahlreiche Volkslieder zugrunde und beschwor von alten Schlössern und Ereignissen aus der schottischen Geschichte inspirierte Stimmungsbilder herauf.
Ein Thema Joseph Haydns, der Chorale St. Antoni, regte nur wenige Jahre zuvor Bruchs Freund Johannes Brahms zu einer fantasievollen Variationsreihe an, die das Konzert des Loh-Orchesters mit feierlichen Klängen eröffnet. Das Vorbild Haydn lässt auch Mozarts Sinfonie KV 201, ein besonderer Höhepunkt seiner frühen Instrumentalmusik, durchscheinen. Mozart komponierte sie noch in der Salzburger Zeit und schätzte das Werk, das von einigen überraschenden Höreffekten lebt, offenbar selbst so sehr, dass er es noch einige Jahre später in Wien aufführen ließ.
Die musikalische Leitung des Konzerts liegt in den Händen von Markus Frank. Er ist derzeit 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Anhaltischen Theater Dessau und darüber hinaus häufig zu Gast an der Staatsoper Hannover. Markus Frank gehört zu den Bewerbern als GMD des Loh-Orchesters Sondershausen.
Das 7. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters findet im Haus der Kunst Sondershausen am Samstag, den 19. April, statt und im Theater Nordhausen am Sonntag, den 20. April. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. An beiden Abenden gibt um 19.00 Uhr die Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eine Einführung im Foyer.
Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.