Fr, 11:05 Uhr
11.04.2008
Holzeinschlag wird nicht umgelegt!
In der beiden Forstrevieren am Kyffhäuser, über die es in den letzten Tagen und Wochen viele Diskussionen gab, wurde ja der Holzeinschlag beendet. Was geschieht aber mit den Einschlagplänen? KN hat sich schlau gemacht...
Die Forstreviere arbeiten ja noch so genannten Einschlagplänen, in denen genau festgelegt wird, wie viel Holz nach Baumarten eingeschlagen werden. Auch für die beiden Reviere am Kyffhäuser bestand so ein Einschlagplan. Danach hätten diese Saison 20.000 Festmeter Holz eingeschlagen werden müssen. Bisher sind (zum Glück?) nur 14.000 Festmeter eingeschlagen worden, bis jetzt der Stopp kam.
Nach Rückfrage durch kn bestätigte Volker Gebhardt vom Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Nahrung, Umwelt, Referatsgruppenleiter Forst, heute nochmals, dass es keine Umverlagerung von Einschlagmengen auf andere Reviere geben werde. Weder innerhalb des Kyffhäuserkreises, noch in andere Reviere des Harzes usw. "Wir müssen damit leben, dass die Mengen diese Saison nicht erbracht werden", so Gebhardt.
Falls der Holzeinschlag von Laubbäumen sowieso nicht bereits eingestellt wurde, werden in Revieren außerhalb des Kyffhäusers nur die Mengen eingeschlagen, die laut eigenem Plan kommen sollten. Auf keinen Fall werde es zu zusätzlichen Holzeinschlägen außerhalb des Kyffhäusers kommen, um dessen Ausfall zu kompensieren.
Gebhardt betonte aber auch, dass Holz, das bereits geschlagen wurde, wird natürlich noch aus den Wäldern gerückt. Man darf das vor dem Stopp geschlagene Holz nicht im Wald liegen lassen. Es kann also durch aus noch sein, dass sie Waldarbeiter antreffen, die noch Holz aus dem Revier fahren, auch am Kyffhäuser.
In einem Punkt bestand bei der Besichtigung am Kyffhäuser aber auch zwischen Bürgerinitiative, Naturschützern und Forstverwaltung Übereinstimmung: Sollte es in den Nadelholzbeständen zu einer Borkenkäferplage kommen, dann muss sofort gehandelt werden und die gefährdeten Bestände sind einzuschlagen. So ein massenhafter Befall an Borkenkäfern ist meist bei sehr trockenen Sommern zu befürchten, weil dann der Baum nicht genug Saftfluss hat, um mit seinem Harz den Borkenkäfer abzuwehren.
Bleibt für den geschundenen Kyffhäuserwald nur zu hoffen, dass es diesen Sommer ausgiebig regnet, was allerdings den Touristen sicher nicht so recht gefallen wird.
Autor: khhDie Forstreviere arbeiten ja noch so genannten Einschlagplänen, in denen genau festgelegt wird, wie viel Holz nach Baumarten eingeschlagen werden. Auch für die beiden Reviere am Kyffhäuser bestand so ein Einschlagplan. Danach hätten diese Saison 20.000 Festmeter Holz eingeschlagen werden müssen. Bisher sind (zum Glück?) nur 14.000 Festmeter eingeschlagen worden, bis jetzt der Stopp kam.
Nach Rückfrage durch kn bestätigte Volker Gebhardt vom Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Nahrung, Umwelt, Referatsgruppenleiter Forst, heute nochmals, dass es keine Umverlagerung von Einschlagmengen auf andere Reviere geben werde. Weder innerhalb des Kyffhäuserkreises, noch in andere Reviere des Harzes usw. "Wir müssen damit leben, dass die Mengen diese Saison nicht erbracht werden", so Gebhardt.
Falls der Holzeinschlag von Laubbäumen sowieso nicht bereits eingestellt wurde, werden in Revieren außerhalb des Kyffhäusers nur die Mengen eingeschlagen, die laut eigenem Plan kommen sollten. Auf keinen Fall werde es zu zusätzlichen Holzeinschlägen außerhalb des Kyffhäusers kommen, um dessen Ausfall zu kompensieren.
Gebhardt betonte aber auch, dass Holz, das bereits geschlagen wurde, wird natürlich noch aus den Wäldern gerückt. Man darf das vor dem Stopp geschlagene Holz nicht im Wald liegen lassen. Es kann also durch aus noch sein, dass sie Waldarbeiter antreffen, die noch Holz aus dem Revier fahren, auch am Kyffhäuser.
In einem Punkt bestand bei der Besichtigung am Kyffhäuser aber auch zwischen Bürgerinitiative, Naturschützern und Forstverwaltung Übereinstimmung: Sollte es in den Nadelholzbeständen zu einer Borkenkäferplage kommen, dann muss sofort gehandelt werden und die gefährdeten Bestände sind einzuschlagen. So ein massenhafter Befall an Borkenkäfern ist meist bei sehr trockenen Sommern zu befürchten, weil dann der Baum nicht genug Saftfluss hat, um mit seinem Harz den Borkenkäfer abzuwehren.
Bleibt für den geschundenen Kyffhäuserwald nur zu hoffen, dass es diesen Sommer ausgiebig regnet, was allerdings den Touristen sicher nicht so recht gefallen wird.
