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Mi, 00:04 Uhr
16.04.2008

Kreisbereisung Landrat (2)

Im Rahmen der Kreisbereisung findet im Anschluss an den Rundgang auch immer eine Bürgersprechstunde statt. Welche Punkte angesprochen wurden erfahren Sie hier ...

Landrat Peter Hengstermann (CDU) wurde auch diesmal wieder begleitet von dem Abteilungsleiter I und Pressereferent Dr. Heinz-Ulrich Thiele, dem „alten“ Leiter der Kommunalaufsicht Knut Schmalfuß, der „neuen“ Leiterin der Kommunalaufsicht Johanna Neukamm sowie dem stellvertretenden Leiter der Kommunalaufsicht Ralf Busch. Zusammen mit Bürgermeister Jörg Steinmetz (CDU), Helbedündorf , und dem Ortsbürgermeister Keula, Bernd Kiesewetter nahmen neben Schulleiterin Astrid Schöpfer Vertreter der ortsansässigen Wirtschaft, Vereinen und des Ortschaftsrates teil.

Zuerst werte Landrat Peter Hengstermann seinen Rundgang aus und ging nochmals auf die Belange der Schule ein. Wobei einige Belange ja auch aus der negativen demographischen Entwicklung des Ortes resultiert. Schließlich hat Keula in den letzten 15 Jahren effektiv ca. 150 Einwohner verloren, was sich in den sinkenden Schülerzahlen ausdrückt. Allerdings hat man ungewollt dadurch mit relativ wenigen Schülern pro Lehrer ein sehr intensive Stundengestaltung. Aber auch so lässt man sich in Keula einiges einfallen, wie das grüne Klassenzimmer (Bild recht), bei dem allerdings durch den Winter der Bewuchs noch nicht da ist und die Bänke noch zusammengestellt sind. Eine originelle Sache, die es nicht an sehr vielen Schulen gibt. Nicht umsonst bezeichnete Hengstermann Astrid Schöpfer als phantastische Schulleiterin. In der Bürgersprechstunde bekräftigte Hengstermann nochmals, das der Belag des Schulhofes eventuell über LEADER-Förderung realisiert wird.

Breiten Raum nahm die Frage ein, wie denn die Einheitsgemeinde Helbedündorf mal im Verwaltungsaufbau aussehen soll, weil man Mittlererweise schon unterhalb einer zukünftigen Mindesteinwohnerzahl rutschen würde. Hier regte Landrat Hengstermann an, die beiden Landtagsmitglieder vor der Gesetzgebung ins Boot zu holen, damit in begründeten Ausnahmefällen auch Einheitsgemeinden unter 3.000 Einwohner gebildet werden können. Bei sinkender Einwohnerzahl hat die Gemeinde nun mal das Problem, eine sehr große Fläche einzunehmen und die Entfernungen von Wiedermuth/Toba bis Friedrichsrode sind nun mal bald 25 Kilometer. Bürgermeister Jörg Steinmetz sagte, er persönlich komme mit Ebelebens Bürgermeister Uwe Vogt (SPD) sehr gut aus, könnte sich aber schon wegen der Entfernungen und der fehlenden Identifikation der Bevölkerung eine Fusion mit Ebeleben schwer vorstellen.

Ebenfalls einen breiten Raum nahm nochmals die Frage der Vereinsarbeit ein. Hier ging es nochmals um die kleinliche Auslegung der Gesetzlichkeiten beim Verkauf von Kuchen im Rahmen der Vereinstätigkeit, insbesondere durch das Gesundheitsamt des Landkreises. Hengstermann sagte zu, dass er die Sache nochmals genauer prüfen will, sagte aber auch klar, dass es ein zweischneidiges Schwert ist. Wenn tatsächlich mal etwas beim Verkauf passiert, wird keiner uns auf die Schulter klopfen und sagen, ihr habt die Gesetzlichkeit sehr gut lax ausgelegt.

Bei angesprochenen Frage zum Zustand der Straßen in Keula konnte Hengstermann nicht viel Hilfe anbieten. Denn der grundhafte Ausbau der Straßen im Ort ist Sache der Kommunen und Bürgermeister Jörg Steinmetz verwies auf das Damoklesschwert dewr Kosten, die durch die zwingende Umlage auf die Bürger zu kommen würde. In einem Härtefall will er aber mit der Agrar Gmbh eine Einigung finden, da deren Fahrzeuge einem Bürger über die Maßen schwer treffe.

Auf die Frage, ob es Bestrebungen gebe, die Verbindungsstraße Mühlhausen – Nordhausen auszubauen, musste Hengstermann verneinen. Er will aber das Problem mitnehmen, weil die schmale Straße im Raum Keula zu erhöhten Problemen führe, da mit dem Ausbau der A38 der Fahrzeugverkehr rapide angewachsen sei. Besonders gefährlich eine Engstelle in Friedrichsrode

Interessant wurde es nochmals, als Bürgermeister Jörg Steinmetz den Landrat fragte, ob denn von dem Modellvorhaben Demographischer Wandel (wir berichteten) auch Fördermittel in die Gemeinde kommen würden. Im Prinzip verneinte er, außer der Maßnahme Umbau ehemaliger Kuhstall Friedrichsrode sei keine weitere Förderung für die Gemeinde zu erwarten. Er dämpfte auch die Euphorie, man solle von dem Modellvorhaben nicht zu viel Fördermittelerwarten. Von den angekündigten vier Millionen Euro sind schon jede Menge Gelder weg, die für Studien, Planungsbüros und Arbeiten mit Hochschule usw. schon draufgehen. Für ihn komme es darauf an, mit dem Thema Modellvorhaben von Minister zu Minister zuwandeln und im Zuge des Modellvorhabens besser Gehör für die Probleme der Region zu bekommen. Für die Förderung in Orten wird also nicht viel drin sein und etwas sarkastisch meinte er, er sieht sich jetzt schon als Deppen, wenn er später mal zu den Resultaten befragt wird. Trotzdem sei es wichtig, mit dem Wind des Modellvorhabens wenigstens eine Imagegewinn zu erzielen. Dabei verwies er auf die Projektwoche der ARD.

Als die Veranstaltung schon aufgelöst war, meldeten sich nochmals die kleinsten Bürger Keulas zu Wort und über gaben auf kleinen Zetteln dem Landrat ihre Wünsche. Dabei ging es um den weiteren Ausbau des Spielplatzes. In dem Zusammenhang wies Bürgermeister Jörg Steinmetz hin, dass man erreichen wolle, dass jedes Jahr ein neues Gerät errichtet wird. Die Kinder forderte er allerdings auch auf, besser auf die Spielgeräte zu achten.






Kreisbereisung Landrat (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Kreisbereisung Landrat (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Kreisbereisung Landrat (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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