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Mi, 07:15 Uhr
07.05.2008

Aktionstag gegen Rechtsextremismus

Die Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland ruft zu einem Aktionstag gegen Rechtsextremismus am 8. Mai auf. Dazu heißt es in einer Pressemitteilung ...

Zahlreiche Kirchgemeinden aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt setzen am 8. Mai mit öffentlichen Friedensgebeten ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus. Dieser Tag ist der Höhepunkt im Aktionsjahr der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland (EKM) mit dem Motto "Nächstenliebe verlangt Klarheit. Evangelische Kirche gegen Rechtsextremismus". Er soll flächendeckend zeigen, dass rechtsextreme und fremdenfeindliche Haltungen in der Kirche keinen Platz haben. Thematische Anknüpfungspunkte sind das Kriegsende am 8. Mai 1945 sowie der Beginn der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen vor 75 Jahren am 10. Mai 1933.

Dazu EKM-Bildungsdezernent und Projektleiter Christhard Wagner: "Rund eine Million Menschen haben bei der letzten Bundestagswahl rechtsextrem gewählt, es gibt Aufmärsche von Neonazis und Angriffe gegen Mitmenschen. An Stammtischen und in Wohnzimmern werden Ausländer zu Sündenböcken für Probleme gemacht, für die sie nicht verantwortlich sind. Eindeutige Feindbilder und einfache Antworten verführen oft auch den ,Normalbürger'. Die Kirche hat dabei festgestellt, dass sie sich selbst ,im Glashaus' befindet. Der Aktionstag soll ein deutliches Zeichen für Menschenwürde, Demokratie und Toleranz sein, verbunden mit einer klaren Absage an Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rassismus und Gewalt. Die Suche nach den Wurzeln für rechtsextremes Gedankengut soll auch selbstkritisch erfolgen. Opfer von Gewalt sollen unterstützt und falsche Heilsversprechen entlarvt werden."

Vor oder nach den Friedensgebeten finden in vielen Städten und Gemeinden öffentliche Aktionen statt. Daran beteiligen sich Bürgermeister und Kommunalpolitiker. Auch Schulen, Vereine, Theater und Bündnisse gegen Rechtsextremismus sind eingebunden.

In Artern wird sich an das Friedensgebet, 8.5. um 19:00 Uhr an der Gedenkstätte für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ein Schweigemarsch zur Marienkirche anschließen. Danach wird zur Gesprächsrunde mit Politikern eingeladen.

Weitere Friedensgebete folgen in Ebeleben, ebenfalls am 8.5. um 18:00 Uhr und in Bad Frankenhausen 9.5. um 19:00 Uhr.
Autor: khh

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