Mo, 16:04 Uhr
05.05.2008
Das Letzte
Altes und Neues verbindet das 8. und zugleich letzte Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters Sondershausen in dieser Spielzeit am 17. und 18. Mai. Wir haben uns den Inhalt des musikalischen Leckerbissens schon mal angesehen...
Musik aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert verwendete der 1961 in Darmstadt geborene Komponist Alois Bröder als Grundlage für seine Sieben Variationen für Orchester. Die Musik von Schubert, Schumann, Janáček, Debussy und Mahler lässt er dabei jedoch nicht einfach Revue passieren, sondern verändert sie mit raffiniertem Klangreichtum und viel Witz zu etwas ganz Eigenem.
Eingerahmt wird dieses Werk von zwei fast zeitgleich entstandenen Sinfonien aus dem 19. Jahrhundert: Carl Maria von Webers 1. Sinfonie sowie Ludwig van Beethovens 7. Sinfonie. Weber, vor allem als Komponisten der Oper Der Freischütz und durch seine virtuosen Instrumentalkonzerte bekannt, schrieb in jungen Jahren auch zwei Sinfonien, von denen besonders die erste durch ihre ausgesprochene Vitalität besticht. An einigen Stellen kündigt sich bereits die Klangwelt des Freischütz an. Weber komponierte sie in den Jahren 1806/1807.
Nur fünf Jahre später, 1811/1812, arbeitete Ludwig van Beethoven bereits an seiner 7. Sinfonie, einem Werk, dem Weber eher verständnislos gegenüberstand: Reif fürs Irrenhaus sei der Komponist gewesen. Weber bezog sich dabei wohl auf die ungeheure rhythmische Sprengkraft des Werkes, die Richard Wagner zu dem viel zitierten Ausspruch verleitete, die Sinfonie sei die Apotheose des Tanzes selbst. Dem Wiener Konzertpublikum galt sie hingegen als Ausdruck der Freude über den kurz zuvor eingeleiteten Untergang Napoleons.
Die musikalische Leitung des 8. Sinfoniekonzerts liegt in den Händen von Pit Uhden, dem 1. Kapellmeister und stellvertretenden Generalmusikdirektor der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH. Das Konzert findet im Haus der Kunst Sondershausen am Samstag, den 17. Mai, statt und im Theater Nordhausen am Sonntag, den 18. Mai. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Jeweils um 19.00 Uhr gibt die Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eine Einführung im Foyer.
Karten im Vorverkauf gibt es an der Theaterkasse unter Tel. 03631 98 34 52 und an allen Vorverkaufstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnzMusik aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert verwendete der 1961 in Darmstadt geborene Komponist Alois Bröder als Grundlage für seine Sieben Variationen für Orchester. Die Musik von Schubert, Schumann, Janáček, Debussy und Mahler lässt er dabei jedoch nicht einfach Revue passieren, sondern verändert sie mit raffiniertem Klangreichtum und viel Witz zu etwas ganz Eigenem.
Eingerahmt wird dieses Werk von zwei fast zeitgleich entstandenen Sinfonien aus dem 19. Jahrhundert: Carl Maria von Webers 1. Sinfonie sowie Ludwig van Beethovens 7. Sinfonie. Weber, vor allem als Komponisten der Oper Der Freischütz und durch seine virtuosen Instrumentalkonzerte bekannt, schrieb in jungen Jahren auch zwei Sinfonien, von denen besonders die erste durch ihre ausgesprochene Vitalität besticht. An einigen Stellen kündigt sich bereits die Klangwelt des Freischütz an. Weber komponierte sie in den Jahren 1806/1807.
Nur fünf Jahre später, 1811/1812, arbeitete Ludwig van Beethoven bereits an seiner 7. Sinfonie, einem Werk, dem Weber eher verständnislos gegenüberstand: Reif fürs Irrenhaus sei der Komponist gewesen. Weber bezog sich dabei wohl auf die ungeheure rhythmische Sprengkraft des Werkes, die Richard Wagner zu dem viel zitierten Ausspruch verleitete, die Sinfonie sei die Apotheose des Tanzes selbst. Dem Wiener Konzertpublikum galt sie hingegen als Ausdruck der Freude über den kurz zuvor eingeleiteten Untergang Napoleons.
Die musikalische Leitung des 8. Sinfoniekonzerts liegt in den Händen von Pit Uhden, dem 1. Kapellmeister und stellvertretenden Generalmusikdirektor der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH. Das Konzert findet im Haus der Kunst Sondershausen am Samstag, den 17. Mai, statt und im Theater Nordhausen am Sonntag, den 18. Mai. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Jeweils um 19.00 Uhr gibt die Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eine Einführung im Foyer.
Karten im Vorverkauf gibt es an der Theaterkasse unter Tel. 03631 98 34 52 und an allen Vorverkaufstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.