Mi, 23:24 Uhr
04.06.2008
Infos aus dem Jugendhilfeausschuss (2)
Die öffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Kyffhäuserkreis hatte mit dem vorletzten Tagungspunkt noch einen interessanten Knaller...
Die Jugendamtsleiterin des Kyffhäuserkreises, Sabine Bräunicke, informierte über das Investitionsprogramm des Ausbaus der Kindertagesbetreuung für unter 3-Jährige. Danach sollen im Zeitraum 2008 bis 2013 in Thüringen 152 Mio. Euro ausgegeben werden. Bricht man diese Zahl auf den Kyffhäuserkreis runter, stehen für den genannten Zeitraum für den Kyffhäuserkreis 1.873.861 Euro zur Verfügung. Dabei soll durch eine 90%-ige Förderung die Schaffung, der Ausbau und die Sicherung von Kinderbetreuungsplätzen für unter 3-jährige gefördert werden. In Ausnahmefällen unter bestimmte Bedingungen sogar bei 100 % Förderung.
Ob nun neue Plätze geschaffen werden, oder durch Umbau und Modernisierung bestehende Plätze gesichert werden können ist egal. In gewissen Grenzen, wenn es zum Erhalt der Plätze beiträgt, kann so gar die Ausstattung und bestimmte Dienstleistungen verbessert werde. Aber immer wohlgemerkt für Plätze der unter 3-Jährigen. Antragsteller werden in jedem falle die Kommunen sein, auch wenn die Kindertagesstätte in freier Trägerschaft ist.
Die Anträge werden dann über das Jugendamt dem Jugendhilfeausschuss, so der jetzige Stand, zur Bestätigung vorgelegt. Die eigentliche Vergabe (Bescheide) und deren Kontrolle, behält sich allerdings das Land Thüringen vor. Damit kommt auf den Jugendhilfeausschuss jede Menge Arbeit zu. Der Jugendhilfeausschuss muss 2008 bis 30.08. entschieden haben und die Unterlagen müssen bis 30.09 beim Land Thüringen sein. In 2009 werden die Termine zum 31.10. bzw. 30.11. liegen.
Ob es bei dieser Verfahrensweise bleibt, die der Jugendhilfeausschuss befürwortete, ist aber noch nicht sicher. Denn einige Landkreise in Thüringen wollen das Geld im Gießkannenverfahren an die Kommunen verteilen, mit der Basis der Anzahl der Kinder unter drei Jahren. Ob hier das letzte Wort gesprochen wurde, hängt sicher auch von den Begehrlichkeiten der Kommunen ab.
Während eine ganze Reihe Beschlussvorlagen ohne größere Diskussion durchgingen, war es beim Beschluss über die Förderanträge der Kinder- und Jugendarbeit 2008 zur Förderung von Maßnahmen der Kinderbetreuung nicht ganz so. Streitpunkt war die Unterstützung für einen Schwimmkurs und das Ablegen einer Schwimmstufe. Uneinigkeit herrschte dabei darin, wer den für so etwas in der Verantwortung ist, das Jugendamt oder das Schulamt. Dabei gab eigentlich ein Einwurf zu denken, dass die Schulen nicht für das Erlernen des Schwimmens zuständig sei.
Der Jugendhilfeausschuss forderte eine grundlegende Klärung dieses Sachverhaltes. Unabhängig von dieser Entscheidung fand es Karin Beier in der Diskussion seltsam, dass man über die 135,20 Euro überhaupt streite. Wenn wegen dieser Summe auch nur ein Kind ertrinken würde, weil es nicht schwimmen lernen konnte, wäre das unerträglich.
Hier kann man nur beipflichten. Es scheint sich wohl langsam auch abzuzeichnen, dass man im Kyffhäuserkreis mal ein Programm auflegt, dass sichert, dass jedes Kind das Schwimmen erlernt. Denn das scheint nach der heutigen Diskussion im Kyffhäuserkreis nicht gegeben zu sein. Hier sollte wohl schnell gehandelt werden.
Autor: khhDie Jugendamtsleiterin des Kyffhäuserkreises, Sabine Bräunicke, informierte über das Investitionsprogramm des Ausbaus der Kindertagesbetreuung für unter 3-Jährige. Danach sollen im Zeitraum 2008 bis 2013 in Thüringen 152 Mio. Euro ausgegeben werden. Bricht man diese Zahl auf den Kyffhäuserkreis runter, stehen für den genannten Zeitraum für den Kyffhäuserkreis 1.873.861 Euro zur Verfügung. Dabei soll durch eine 90%-ige Förderung die Schaffung, der Ausbau und die Sicherung von Kinderbetreuungsplätzen für unter 3-jährige gefördert werden. In Ausnahmefällen unter bestimmte Bedingungen sogar bei 100 % Förderung.
Ob nun neue Plätze geschaffen werden, oder durch Umbau und Modernisierung bestehende Plätze gesichert werden können ist egal. In gewissen Grenzen, wenn es zum Erhalt der Plätze beiträgt, kann so gar die Ausstattung und bestimmte Dienstleistungen verbessert werde. Aber immer wohlgemerkt für Plätze der unter 3-Jährigen. Antragsteller werden in jedem falle die Kommunen sein, auch wenn die Kindertagesstätte in freier Trägerschaft ist.
Die Anträge werden dann über das Jugendamt dem Jugendhilfeausschuss, so der jetzige Stand, zur Bestätigung vorgelegt. Die eigentliche Vergabe (Bescheide) und deren Kontrolle, behält sich allerdings das Land Thüringen vor. Damit kommt auf den Jugendhilfeausschuss jede Menge Arbeit zu. Der Jugendhilfeausschuss muss 2008 bis 30.08. entschieden haben und die Unterlagen müssen bis 30.09 beim Land Thüringen sein. In 2009 werden die Termine zum 31.10. bzw. 30.11. liegen.
Ob es bei dieser Verfahrensweise bleibt, die der Jugendhilfeausschuss befürwortete, ist aber noch nicht sicher. Denn einige Landkreise in Thüringen wollen das Geld im Gießkannenverfahren an die Kommunen verteilen, mit der Basis der Anzahl der Kinder unter drei Jahren. Ob hier das letzte Wort gesprochen wurde, hängt sicher auch von den Begehrlichkeiten der Kommunen ab.
Während eine ganze Reihe Beschlussvorlagen ohne größere Diskussion durchgingen, war es beim Beschluss über die Förderanträge der Kinder- und Jugendarbeit 2008 zur Förderung von Maßnahmen der Kinderbetreuung nicht ganz so. Streitpunkt war die Unterstützung für einen Schwimmkurs und das Ablegen einer Schwimmstufe. Uneinigkeit herrschte dabei darin, wer den für so etwas in der Verantwortung ist, das Jugendamt oder das Schulamt. Dabei gab eigentlich ein Einwurf zu denken, dass die Schulen nicht für das Erlernen des Schwimmens zuständig sei.
Der Jugendhilfeausschuss forderte eine grundlegende Klärung dieses Sachverhaltes. Unabhängig von dieser Entscheidung fand es Karin Beier in der Diskussion seltsam, dass man über die 135,20 Euro überhaupt streite. Wenn wegen dieser Summe auch nur ein Kind ertrinken würde, weil es nicht schwimmen lernen konnte, wäre das unerträglich.
Hier kann man nur beipflichten. Es scheint sich wohl langsam auch abzuzeichnen, dass man im Kyffhäuserkreis mal ein Programm auflegt, dass sichert, dass jedes Kind das Schwimmen erlernt. Denn das scheint nach der heutigen Diskussion im Kyffhäuserkreis nicht gegeben zu sein. Hier sollte wohl schnell gehandelt werden.