Fr, 15:45 Uhr
13.06.2008
Kluge Köpfe braucht das Land
Zum Thema Bildungslücke äußerte sich der Landesgeschäftsführer des Volksinteressenbundes Thüringen VIBT, Andreas Links, aus Großberndten...
Bildung ist Zukunft, doch Deutschland scheint zu verdummen. Degeneriert das Volk der Dichter und Denker, weil es an Geld mangelt?
In der hohen Politik wird viel geredet von der Ausbildung des Nachwuchses und der Zukunftsfähigkeit des Landes, doch den schönen Worten folgen keine Taten.
Nach wie vor krankt das Land am Sparwahn einer verfehlten Wirtschafts-, Bildungs- und Zuwanderungspolitik .In den Kindergärten regiert der Rotstift.
Kooperationen zwischen Kindergarten und Grundschule sind vom Engagement Einzelner abhängig und finden im Prinzip nicht statt.
Während beispielsweise finnische und schwedische Kinder, die in der Schule schwächeln, individuellen Unterricht erhalten, kümmern sich in Deutschland die Eltern um Nachhilfe und bezahlen sie aus eigener Tasche –oder sie lassen es. So nimmt das schulische Versagen gerade jener seinen Lauf, die eine Förderung am nötigsten hätten: Verlierer sind die sozial benachteiligten Kinder. Sie werden von vornherein um die Chance gebracht, eine weiterführende Schule zu besuchen, eine Berufsausbildung abzuschließen oder ein Studium aufzunehmen, um eben nicht das Heer der Schulabbrecher, der Ungelernten, der Niedriglohnempfänger und schließlich der Arbeitslosen zu mehren.
Wer in die Zukunft eines Landes investieren will, muss die Bildung vom Kopf auf die Füße stellen. Der Staat muss die Förderung des Nachwuchses so früh wie möglich beginnen: im Kindergartenalter, in der Grundschule - dort also, wo Basiswissen und Basisfähigkeiten entwickelt werden und wo die Defizite eines desinteressierten oder überforderten Elternhaus noch ausgeglichen werden können. Der Staat muss Verantwortung für die heranwachsenden Generationen übernehmen und kann sie nicht allein dem Gutdünken der Familien überlassen.
Bildung ist für die eiserne Unterschicht, für Menschen also, die bereits in der zweiten, dritten oder vierten Generation von staatlicher Unterstützung leben, das einzige Ticket in die Welt der anderen. Es gibt zahlreiche Modelle zur Verbesserung unseres Bildungssystems. Schließlich sind gut ausgebildete Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker, Handwerker und Arbeiter der einzige Rohstoff, mit dem das Land aufwarten kann.
Bildung ist weit mehr als nur eine ökonomische Schlüsselkategorie in Deutschland, das kaum einen anderen Rohstoff als den des Wissens feilbieten kann. Wer indes das Stiefkind einer kurzsichtigen Sparpolitik retten will, muss über Lösungen abseits des derzeitigen Wertigkeitsprinzips nachdenken. Denn es ist die Bildung, die über Standort und sozialen Frieden mitentscheidet.
Andreas Links
99706 Großberndten
Autor: khhBildung ist Zukunft, doch Deutschland scheint zu verdummen. Degeneriert das Volk der Dichter und Denker, weil es an Geld mangelt?
In der hohen Politik wird viel geredet von der Ausbildung des Nachwuchses und der Zukunftsfähigkeit des Landes, doch den schönen Worten folgen keine Taten.
Nach wie vor krankt das Land am Sparwahn einer verfehlten Wirtschafts-, Bildungs- und Zuwanderungspolitik .In den Kindergärten regiert der Rotstift.
Kooperationen zwischen Kindergarten und Grundschule sind vom Engagement Einzelner abhängig und finden im Prinzip nicht statt.
Während beispielsweise finnische und schwedische Kinder, die in der Schule schwächeln, individuellen Unterricht erhalten, kümmern sich in Deutschland die Eltern um Nachhilfe und bezahlen sie aus eigener Tasche –oder sie lassen es. So nimmt das schulische Versagen gerade jener seinen Lauf, die eine Förderung am nötigsten hätten: Verlierer sind die sozial benachteiligten Kinder. Sie werden von vornherein um die Chance gebracht, eine weiterführende Schule zu besuchen, eine Berufsausbildung abzuschließen oder ein Studium aufzunehmen, um eben nicht das Heer der Schulabbrecher, der Ungelernten, der Niedriglohnempfänger und schließlich der Arbeitslosen zu mehren.
Wer in die Zukunft eines Landes investieren will, muss die Bildung vom Kopf auf die Füße stellen. Der Staat muss die Förderung des Nachwuchses so früh wie möglich beginnen: im Kindergartenalter, in der Grundschule - dort also, wo Basiswissen und Basisfähigkeiten entwickelt werden und wo die Defizite eines desinteressierten oder überforderten Elternhaus noch ausgeglichen werden können. Der Staat muss Verantwortung für die heranwachsenden Generationen übernehmen und kann sie nicht allein dem Gutdünken der Familien überlassen.
Bildung ist für die eiserne Unterschicht, für Menschen also, die bereits in der zweiten, dritten oder vierten Generation von staatlicher Unterstützung leben, das einzige Ticket in die Welt der anderen. Es gibt zahlreiche Modelle zur Verbesserung unseres Bildungssystems. Schließlich sind gut ausgebildete Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker, Handwerker und Arbeiter der einzige Rohstoff, mit dem das Land aufwarten kann.
Bildung ist weit mehr als nur eine ökonomische Schlüsselkategorie in Deutschland, das kaum einen anderen Rohstoff als den des Wissens feilbieten kann. Wer indes das Stiefkind einer kurzsichtigen Sparpolitik retten will, muss über Lösungen abseits des derzeitigen Wertigkeitsprinzips nachdenken. Denn es ist die Bildung, die über Standort und sozialen Frieden mitentscheidet.
Andreas Links
99706 Großberndten
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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