eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mo, 07:01 Uhr
16.06.2008

Keine Lobby für ALG I und II Empfänger?

Vor einigen Tagen berichtete kn vom Projekt „Neue Chancen für die Sondershäuser Innenstadt“. Dabei ging es auch um die Entwicklung des Sondershäuser Wochenmarkts...

Im Bürgergutachten der Senioren, dass Projektleiter Dr. Hardo Kendscheck mit ausgewählten Bürgern verschiedener Seniorenorganisationen durchgeführt hatte, ging es auch um den Wochenmarkt. Im Punkt "Wochenmarkt stärker zum Kommunikationsort machen", kamen eine ganze Reihe Vorschläge auf den Tisch,

Hier wurde von den Senioren bemängelt, dass die Bänke am Markt, (nahe Landratsamt) von den Händlern meist so zugestellt werden, dass sie als Sitzgelegenheit wegfallen. Auch wurde der Wunsch geäußert, mehr Bänke mit Rückenlehne zu schaffen, damit man auch in Ruhe und entspannt quatschen, Entschuldigung, kommunizieren kann.
Hinsichtlich

- Café in der Touristinformation und
- Café im Landratsamt

stehen einige Hürden, die vor Jahren schon diskutiert wurden. Ein Café in der Touristinformation ohne Toiletten ist nun mal mit den Gesetzen nicht vereinbar, aber vielleicht regt es Architekten an, wie man so eine Lösung unter den Markt bauen kann. Auch wenn es sicher nicht gerade billig wird. Und ob sich ein Betreiber für ein Café im Landratsamt findet, ist sicher sehr ungewiss.

Hinsichtlich eines
- Senioren-Stammtisch in der Fleischerei „Hartleb“

muss man sich doch nur mit dem Wirt einigen. Das sollte doch wohl schnell organisierbar sein. Aber einen Kaffee trinken und 5 Stunden sitzen wird ihm wohl auch nicht erfreuen.

Im Punkt Qualität des Wochenmarkts erhalten wurden auch die Punkte wie

- weniger Billig-Textilien

angesprochen. Ein heikles Thema, wenn man darüber genauer nachdenkt. Denn Marktmeisterin Heidrun Heise sagte dazu, "hätte man mir es schon eher gesagt, bringe ich sie nicht mehr auf den Markt (die Billig-Anbieter)". Hier sollte sie aber vorsichtig sein. Die befragten Senioren sind nicht unbedingt repräsentativ für die Stadt. Denn Sondershausen mit seinen fast 20 % Arbeitslosigkeit hatte leider eine ganze Reihe Leute, denen das Geld nicht mehr locker in den Taschen sitzt. Und wenn die bisherige Bürgergutachten einen Makel haben, dann den, dass diese nicht kleine Personengruppe bisher überhaupt nicht einbezogen wurde, und wenn man den Plan sieht, auch nicht einbezogen werden wird. Und es gibt genügend Leute mit Minimallöhnen, die auf solche Billig-Textilien angewiesen sind, weil sie meist in den normalen Läden nicht zu haben sind.

Und eines sollte doch klar sein. Die Anbieter von Billig-Textilien müssen einen genügend großen Umsatz haben, sonst wären sie schon lange nicht mehr auf dem Markt erschienen! Das sollte Marktmeisterin Heidrun Heise beachten, bevor sie vielleicht vorschnell diese Händler vertreibt. Denn der Schuss könnte nach hinten losgehen, wenn es nur noch teurere Anbieter auf dem Wochenmarkt gibt, und diese später wegen zu geringer Umsätze ausbleiben. Wertvolle Textilien kauft keiner auf dem Wochenmarkt! Dann könnte die Vision eines „leeren“ Wochenmarktes auftreten, wenn die Billig-Anbieter nachtragend sind. Denn eines sollte Projektleiter Dr. Hardo Kendscheck beachten: Durch die Bergbaurentner ist das Rentenniveau doch noch einige Zeit höher, als in vergleichbaren Städten ohne Bergbau. Noch!

Die weiteren Forderungen, wie
- mehr Produkte aus der Region
- mehr Sitzmöglichkeiten
- Kundenforum „Wochenmarkt“ mit Senioren, die genannt wurden sind nachvollziehbar. Wobei ein Kundenforum Wochenmarkt eben nicht nur mit Senioren bestückt sein sollte, auch wenn man sicher annehmen muss, dass die Senioren in der Überzahl sind, denn welcher Werktätige hat dienstags oder freitags am Vormittag die Zeit für einen Wochenmarktbesuch?
Autor: khh

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)