Di, 17:41 Uhr
17.06.2008
Hochkarätig, energiegeladen, überzeugend
So könnte man die Kundenveranstaltungen im Rahmen der Energie-Spar-Wochen der Kyffhäusersparkasse in Artern und Sondershausen kurz umschreiben. Doch das wäre zu wenig für die Fülle interessanter Informationen. Worum es geht, erfahren Sie hier...
Im ersten Teil der Veranstaltung überzeugte Winfried Dörr, Dipl. Betriebswirt, Steuerreferent und Bankprokurist von der LBS die Anwesenden von der Notwendigkeit erneuerbarer Energien. Er zeigte ganz klar die Endlichkeit der fossilen Energieträger auf und die damit in Verbindung stehende Kostenexplosion. Dazu kommt der hohe CO2 Ausstoß, der das Weltklima im höchsten Maße bedrohe. Zu all diesen Punkten stellte er keine Thesen auf, sondern bewies seine Argumente an ganz konkreten Zahlen. So werden beispielsweise die Erdölvorräte nur noch 42 Jahre wirtschaftlich vertretbar zu fördern sein. Auch die Kostenexplosion machte er an Zahlen fest: Kostete das Rohöl 1991 noch 18,62 $/b, waren es dann 2006 schon 58 $/b und im Jahr 2008 hatten wir einen Höchststand von 138 $/b. Hochinteressant auch die Verbraucherpreise: Heizöl kostete im Jahr 1991 noch 26,38 Cent/l, heute zahlen wir bereits über 90 Cent/l.
Die Hauptursache für den Klimawandel machte Dörr an der Verbrennung fossiler Energieträger fest. Seit 1960 sind die CO2-Emissionen um das Fünffache gestiegen. Es entstand in 2004 ein volkswirtschaftlicher Schaden von ca. 60 Mrd. Euro. Bis 2030 wird eine Steigerung des Weltenergieverbrauchs um weitere 59 Prozent erwartet. Diese Fakten erläuterte Winfried Dörr den Zuhörern emotionsgeladen und sagte dann ernüchternd: Das sind nackte Tatsachen, die habe ich nicht erfunden, ich habe sie alle nur geklaut aus weltweiten hochwissenschaftlichen Studien. Dann kam die klare Botschaft von Dörr: Wir müssen doch bescheuert sein, wenn wir in der Zukunft nicht endlich unsere natürlichen Ressourcen nutzen. Sehr anschaulich zeigte er dann am Beispiel der Solarenergie auf, wie jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann und sich somit in der Zukunft unabhängig von weiteren Kostenexplosionen machen kann.
Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigte Jacqueline Kremser, Gesellschafterin der ProGeoS GbR aus Beberstedt den Zuhörern die Nutzung der Erdwärme auf. Mit starker Bohrtechnik rückt ihre Firma aus und versenkt Erdwärmesonden im Erdreich. Dabei ist es egal, welcher Untergrund zu meistern ist. Die Bohrer fressen sich unermüdlich bis auf 80, 100 oder 120 Meter durch jedes Gestein. Die Anzahl und Tiefe der Bohrungen sind abhängig vom Heizwärmebedarf. Ein Architekt oder Heizungsbauer erstellt eine korrekte Heizwärmeberechnung. Auf dieser Grundlage wird dann die passende Wärmepumpe ausgewählt. In der Wärmepumpe wird mittels Druckerhöhung durch einen Verdichter die Umweltwärme von ca. 0-5 Grad aus den Erdwärmesonden auf eine höhere Temperatur ca. 35° C (max. 55° C) angehoben, damit sie für Heizzwecke genutzt werden kann.
Lehnen Sie sich zukünftig zurück und genießen Sie das angenehme Raumklima durch Ihre umweltfreundliche Heizungsanlage, so Jacqueline Kremser am Ende Ihres Vortrages. Übrigens, Erdwärmesonden sind wartungsfrei und halten bei richtiger Dimensionierung ein Leben lang.
Für die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen halten die Beraterinnen und Berater der Kyffhäusersparkasse interessante Finanzierungsmodelle bereit.
Autor: khhIm ersten Teil der Veranstaltung überzeugte Winfried Dörr, Dipl. Betriebswirt, Steuerreferent und Bankprokurist von der LBS die Anwesenden von der Notwendigkeit erneuerbarer Energien. Er zeigte ganz klar die Endlichkeit der fossilen Energieträger auf und die damit in Verbindung stehende Kostenexplosion. Dazu kommt der hohe CO2 Ausstoß, der das Weltklima im höchsten Maße bedrohe. Zu all diesen Punkten stellte er keine Thesen auf, sondern bewies seine Argumente an ganz konkreten Zahlen. So werden beispielsweise die Erdölvorräte nur noch 42 Jahre wirtschaftlich vertretbar zu fördern sein. Auch die Kostenexplosion machte er an Zahlen fest: Kostete das Rohöl 1991 noch 18,62 $/b, waren es dann 2006 schon 58 $/b und im Jahr 2008 hatten wir einen Höchststand von 138 $/b. Hochinteressant auch die Verbraucherpreise: Heizöl kostete im Jahr 1991 noch 26,38 Cent/l, heute zahlen wir bereits über 90 Cent/l.
Die Hauptursache für den Klimawandel machte Dörr an der Verbrennung fossiler Energieträger fest. Seit 1960 sind die CO2-Emissionen um das Fünffache gestiegen. Es entstand in 2004 ein volkswirtschaftlicher Schaden von ca. 60 Mrd. Euro. Bis 2030 wird eine Steigerung des Weltenergieverbrauchs um weitere 59 Prozent erwartet. Diese Fakten erläuterte Winfried Dörr den Zuhörern emotionsgeladen und sagte dann ernüchternd: Das sind nackte Tatsachen, die habe ich nicht erfunden, ich habe sie alle nur geklaut aus weltweiten hochwissenschaftlichen Studien. Dann kam die klare Botschaft von Dörr: Wir müssen doch bescheuert sein, wenn wir in der Zukunft nicht endlich unsere natürlichen Ressourcen nutzen. Sehr anschaulich zeigte er dann am Beispiel der Solarenergie auf, wie jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann und sich somit in der Zukunft unabhängig von weiteren Kostenexplosionen machen kann.
Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigte Jacqueline Kremser, Gesellschafterin der ProGeoS GbR aus Beberstedt den Zuhörern die Nutzung der Erdwärme auf. Mit starker Bohrtechnik rückt ihre Firma aus und versenkt Erdwärmesonden im Erdreich. Dabei ist es egal, welcher Untergrund zu meistern ist. Die Bohrer fressen sich unermüdlich bis auf 80, 100 oder 120 Meter durch jedes Gestein. Die Anzahl und Tiefe der Bohrungen sind abhängig vom Heizwärmebedarf. Ein Architekt oder Heizungsbauer erstellt eine korrekte Heizwärmeberechnung. Auf dieser Grundlage wird dann die passende Wärmepumpe ausgewählt. In der Wärmepumpe wird mittels Druckerhöhung durch einen Verdichter die Umweltwärme von ca. 0-5 Grad aus den Erdwärmesonden auf eine höhere Temperatur ca. 35° C (max. 55° C) angehoben, damit sie für Heizzwecke genutzt werden kann.
Lehnen Sie sich zukünftig zurück und genießen Sie das angenehme Raumklima durch Ihre umweltfreundliche Heizungsanlage, so Jacqueline Kremser am Ende Ihres Vortrages. Übrigens, Erdwärmesonden sind wartungsfrei und halten bei richtiger Dimensionierung ein Leben lang.
Für die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen halten die Beraterinnen und Berater der Kyffhäusersparkasse interessante Finanzierungsmodelle bereit.
