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Mi, 09:03 Uhr
18.06.2008

IHK: Die Bilanz kippt

Die nnz hatte gestern berichtet, daß im ersten Quartal dieses Jahres mehr Gewerbeab- als Anmeldungen in Thüringen zu verzeichnen gewesen waren. Dazu gibt es jetzt eine Stellungnahme der Erfurter IHK, die auch für Nordthüringen zuständig ist...


Im ersten Quartal 2008 übertrifft in Thüringen die Zahl der Gewerbeabmeldungen (4.771) erstmals die Zahl der Anmeldungen (4.759). Auf 100 Gründer kamen somit 100,3 Aussteiger. Im Vergleichzeitraum des Vorjahres war das Verhältnis noch 100 zu 97.

„Die Bilanz kippt. Der Gründungsboom in Thüringen scheint endgültig vorbei“, wertet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser die heute veröffentlichten Zahlen des Thüringer Landesamtes für Statistik. Die gesunkene Bereitschaft, eine Firma zu gründen, gefährde auch die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, warnt der IHK-Chef. Immerhin beschäftige jeder erfolgreiche Gründer später im Schnitt rund zwei weitere Personen.

„Die richtige Kalkulation und Finanzierung ist für eine Existenzgründung entscheidend und wichtige Voraussetzung für ein dauerhaftes Agieren auf dem Markt unter den schwierigen Bedingungen des Wettbewerbes“, so Grusser. Noch allzu oft würden Erfolg versprechende Ideen an zu hastigen und unüberlegten Schritten in der Gründungsphase scheitern und die umfangreichen Fördermöglichkeiten auf Landes- und Bundesebene ungenutzt bleiben.

Seit September 2000 biete die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt in Zusammenarbeit mit der Thüringer Aufbaubank (TAB), der Bürgschaftsbank Thüringen (BBT) und der KfW Mittelstandsbank konkrete Finanzierungstipps für den Sprung in die Selbstständigkeit.

„In etwa 600 Gesprächen wurden seit der Einführung unseres Beratungssprechtages allein in Erfurt nicht nur Existenzgründer, sondern auch Firmenchefs erfolgreicher Unternehmen zu konkreten Finanzierungsvorhaben beraten“, blickt Grusser auf die letzten acht Jahre zurück. Berater der Thüringer Aufbaubank, der Bürgschaftsbank Thüringen und KfW Mittelstandsbank stünden Unternehmern dafür regelmäßig einmal im Monat mit Entscheidungshilfen, Fördermittelinformationen und Tipps für das Gespräch mit der Hausbank zur Verfügung.

„Insgesamt ging es in den Beratungsgesprächen um ein Investitionsvolumen von rund 35 Millionen Euro“, so Grusser weiter. Auf dem Weg zur besten Finanzierungsalternative wurden dabei Hinweise zu Investitions- und Liquiditätsplanung, zur Rentabilitätsvorschau oder auch zur Qualifizierung der Gründungskonzeption gegeben. „Am stärksten vertreten ist fast schon traditionell der Dienstleistungsbereich mit einem Drittel des Beratungsbedarfs. Danach reihen sich Industrie, Gastronomie und der Handel ein.“ Aber auch Handwerker, Verkehrsunternehmer und Freiberufler würden den Service nutzen.
Autor: nnz/kn

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