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Do, 16:47 Uhr
19.06.2008

Saure Gurken für geizige Chefs

Der Mindestlohn im ostdeutschen Baugewerbe liegt auf der Intensivstation: Mit der in den kommenden Tagen beginnenden Schlichtung beginnt die Notoperation, die das Lohngefüge auf den Baustellen retten soll...


„Die Arbeitgeber im Bauhandwerk würden am liebsten den Stecker der Tarif-Beatmungsmaschine ziehen. Aber das ist mit uns nicht zu machen“, betont Henry Köster, stellvertretender Regionalleiter der IG BAU Sachsen-Anhalt-Thüringen. Unter dem Motto „Das bin ich mir wert“ machen Bauarbeiter aus Mühlhausen und ganz Thüringen zum ehemaligen DDR-Tag des Bauarbeiters auf Baustellen mobil. Im Gepäck: T-Shirts und „saure Gurken für geizige Chefs“.

In den laufenden Tarifgesprächen haben die Arbeitgeber des Baugewerbes den Bau-Mindestlohn ins Visier genommen: „Sie weigern sich nicht nur, den Mindestlohn für Bauhelfer anzuheben. Sie wollen ihn sogar einfrieren und den Fachwerker-Satz gänzlich streichen“, sagt Köster. Für den Gewerkschafter ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten in den neuen Ländern: „Es darf nicht sein, dass ein Facharbeiter Ost weniger verdient als ein Bauhelfer West“, betont Köster. Die IG BAU fordert, den Mindestlohn für ostdeutsche Bauhelfer und Fachwerker deutlich anzuheben. Bisher liegt der Mindestlohn bei 9 Euro bzw. 9,80 Euro pro Stunde.

Dies sei aber nur die unterste Lohngrenze, betont Henry Köster. Ziel der Gewerkschaft sei es, generell den Tariflohn durchzusetzen. „Der Mindestlohn ist nur das letzte Stoppschild vor dem Dumpinglohn. Er soll die Ausnahme sein, nicht die Regel“, sagt Köster: „Die Bauarbeiter erledigen einen harten und anspruchsvollen Job. Dafür haben sie auch eine angemessene Bezahlung verdient.“ Für die Bauarbeiter aus den neuen Ländern hat die IG BAU jetzt eine „Tarif-Hotline“ eingerichtet. Unter der Nummer (01801) 14 15 16 gibt´s alle Infos rund um die Tariflöhne zum Ortstarif.
Autor: nnz

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