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Mi, 07:27 Uhr
02.07.2008

Cliquenunion 96 setzt erneut Zeichen

Das Jump-Soccer-Turnier war ein Erfolg. Aber es gab auch Kritik an der Stadt Sondershausen, wie Nils Oppermann Vorsitzender der Cliquenunion 96 e.V. in seinem Bericht an kn feststellt...

Die Cliquenunion 96 e.V. hat es dank Kenneth Bol erfolgreich geschafft die Jump Soccer Tour 2008 nach Sondershausen zu holen. Sie startete in diesem Jahr unter dem Motto „Lieber Drei gegen Drei als Drei gegen Einen“. Gespielt wird in vielen Städten in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen für Toleranz, gegen Gewalt und Diskriminierung. Da dies auch das Prinzip und der Grundgedanke der Cliquenunion ist, arbeiteten alle daran die Tour zum ersten Mal nach Sondershausen zu holen. So waren alle glücklich als nun am Donnerstag Jump ihre Spielfelder auf dem Gelände der Östertalschule aufbauten.
Kennth Bol und sein Team (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kennth Bol und sein Team (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Kenneth Bol (mit Flasche in der Hand) und sein Team am Brätelstand


Das Programm startete allerdings bereits um 9:00 Uhr mit einem Theaterstück der Theatergruppe des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Mit dem Titel „Ich knall dich ab!“ spielten die die Schüler vor zahlreichen Schülern, Lehrern, Sozialarbeitern und Politikern den Amoklauf eines Schülers an einer Amerikanischen Schule nach. Im Anschluss an das sehr bewegenden Stück ließen die Verantwortlichen die Zuschauer jedoch nicht alleine mit den Eindrücken und Emotionen, die ein so dramatisches und bewegendes Thema mit sich bringt. So wurden unter der Leitung von Frau Kathrin Schuchardt kleine Diskussionsgruppen gebildet, die sich in die Räume der Östertalschule zurückziehen konnten und im kleinen Kreis alles aufarbeiteten und ihre Gedanken und Gefühle wiedergeben konnten. Im Anschluss daran wurden die Ergebnisse der Workshops gemeinsam ausgewertet. Da es jedoch nicht nur um Pädagogische Ziele gehen sollte sondern auch eine Verknüpfung dieser im Wege des Sports stattfinden sollte, verwunderte es auch keinen, dass bereits gegen Mittag die ersten Teams begannen sich mit ihren Fußbällen warm zu schießen. Zahlreiche Vereine nutzten an diesem Tag die Möglichkeit sich zu präsentieren und vor zu stellen. Dies führte zu einem bunten Rahmenprogramm was nicht nur die Fußballer sondern auch zahlreiche Eltern anzog.

So bot das Haus der Jugend durch alternative Spielgeräte den Jüngeren die Möglichkeit sich sportlich zu betätigen und ihre Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen. Der Kreisjugendring bot den Kindern an, sich durch Schminken in neue Figuren zu verwandeln. Jedoch nutzten dies nicht nur Kinder. Auch Erwachsene ließen sich zahlreich die schwarz-rot-goldene Fahne auf den Körper malen. Wer sich in den Spielpausen vom Fußball nicht trennen wollte konnte sich buchstäblich anschnallen lassen und im Human-Table-Kicker sich als lebender Tischkicker beweisen. Dank des Landessportbundes Thüringen konnte noch eine große Hüpfburg aufgebaut werden. Vor Beginn des Turniers verloste Henning Most mit einem Vertreter der Sparkasse schon einmal die von der Kyffhäusersparkasse gesponserten zehn Trikotssets. Da es nicht selbstverständlich ist heutzutage noch etwas ohne Gegenleistung zu Erhalten, möchte sich die Cliquenunion 96 bei der Kyffhäusersparkasse dafür auch rechtherzlich bedanken.
Mike Nowotny vom Jump Team (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Mike Nowotny vom Jump Team (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Mike Nomotny von Jump am Mikrofon
Punkt 16:00 Uhr pfiff das Jump-Team die ersten Spiele an. Insgesamt waren 44 Mannschaften in den Altersgruppen von 10 bis 19 Jahren am Start. Ganz besonders freut es dir Veranstalter, dass es sich auch 6 Mädchenteams gewagt haben ihr können den ganzen Zuschauern zu zeigen. So mussten auch viele Kicker es Neidlos anerkennen, dass die Damen den Männern in Nichts nachstehen. Ziel der Jump-Tour war es in seiner jeweiligen Altersgruppe unter die ersten Drei zu kommen. Dies sicherte die Teilnahme zum Landesausscheid in Mühlhausen. Die Teilnahme war jedoch nicht nur durch viele Tore sondern auch durch Faires Verhalten im eigenen Team und gegenüber der anderen Mannschaft möglich. Jede Mannschaft bestand aus drei Feldspielern und einem Auswechsler. 20:00 Uhr fand das Treiben dann ein Ende und die Sieger standen fest und präsentierten ganz stolz ihre Pokale. Die Cliquenunion ließ den erfolgreichen Tag dann mit „public viewing“ des zweiten Halbfinales in der Östertalturnhalle ausklingen.
Jump und die Cliquenunion waren sich im Anschluss sicher, diese Tour im nächsten Jahr wieder in Sondershausen stattfinden zu lassen. Der ehrenamtlich arbeitende Vorstand der Cliquenunion ist sich auch bewusst, dass ein solches Projekt nicht ohne Unterstützung möglich geworden wäre. So wurden die Angebote an diesem Tag über den Stadtjugendring durch das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" als Bestandteil des lokalen Aktionsplanes gefördert. Weiterhin bedankt sich der Verein auch rechtherzlich bei der Östertalschule, dessen Lehrer, dem Hausmeister und natürlich auch bei Herrn Rossmann, dem Direktor der Schule, für die unkomplizierte und reibungslose Zusammenarbeit. Ein Dank gilt auch dem Kreisjugendring, dem Stadtjugendring, dem THW, dem Haus der Jugend, der Kyffhäusersparkasse und der Theatergruppe des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Natürlich dürfen auch einzelne Personen dabei nicht vergessen werden, die zum Teil ihre Freizeit für solche Veranstaltungen opfern. Dazu zählen Kenneth Bol, Patricia und Anika Schallert, Amelie Lier, René Most, Henning Most und Nils Oppermann. Neben dem ganzen Lob muss auch einige Kritik geäußert werden.

So ist es in den Augen der Cliquenunion als bedauerlich anzusehen, dass es von Seiten der Stadt keinerlei Unterstützung gab, sei es nur eine kleine Finanzspritze. Da solche Projekte mit viel ehrenamtlichen Bemühungen und Herzblut der Verantwortlichen einhergehen, resignieren mittlerweile viele Ehrenamtliche bei der Sturheit einiger städtischer Angestellter und es ist nur eine Frage der Zeit, wann auch die letzten davon wegbrechen werden. Nichtsdestotrotz wird die Cliquenunion weiter für die Jugendarbeit und den Freizeitsport in Sondershausen kämpfen und ihr Domizil auf den Borntalsportplatz weiter ausbauen. Alle Beteiligten freuen sich auch auf die Tour im nächsten Jahr.
Autor: khh

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