Mi, 09:21 Uhr
02.07.2008
TFF im Zeichen des Rock’n’Roll
Es sind nur noch Stunden, bis sich Besucher, Organisatoren, Musiker und Korrespondenten aus aller Herren Länder auf den Weg nach Rudolstadt machen und ein Wochenende voller Musik und Tänze erleben werden. Für viele schon Routine, für die meisten immer wieder ein absolutes Jahreshighlight. Die nnz schickt Olaf Schulze ins Rennen. Hier sein Vorbericht.
Wenn am ersten Juliwochenende Autokonvois in das beschauliche Thüringer Residenzstädtchen Rudolstadt drängen, wenn dort jede ausgediente Kellertür zum Gästebett umfunktioniert wird und der Heinepark einem orientalischen Basar gleicht, dann ist wieder Folkzeit und das traditionelle Festival für folk, roots und worldmusik, kurz tff genannt, nimmt unaufhaltsam seinen Lauf.
Meist mit identischem Wetter, das sich zwischen Wolkenbrüchen und drückender Hitze bewegt, die sich oftmals so schnell abwechseln, wie die über 1.000 Künstler auf den 20 Hauptbühnen der Stadt. Doch so sehr auch das Wetter an diesen drei tollen Tagen immer dem des Vorjahres ähnelt, so unterschiedlich sind die Schwerpunkte, die von den Organisatoren künstlerisch gesetzt werden.
Die Rahmentrommel ist das Instrument des Jahres 2008, der bestimmende Tanz wird der Rock’n’Roll sein, das Land des Jahres ist das mulitkulturelle Israel und der regionale Fokus fällt im Sommer 2008 auf das schöne Sachsenland.
Kein Wunder also, dass es ein Wiederhören mit Olaf Schubert gibt. Aus Israel kommt beispielsweise "Tizmoret", ein heißer Liveact, der im Konzertzelt im Park und tags darauf auf der Heidecksburg für Stimmung sorgen wird. England schickt das Starensemble von The Imagined Village ins Rennen, die Schotten ihre Proclaimers und Irland glänzt mit dem New-Irish-Folk von Grada.
Finnlands größter Rock'n'Roller: Marko Haavisto
Die englisch-indische Kombination Achanak stellt sich vor, die Schweizamerikanerin Erika Stucky ist da, der finnische Filmstar Marko Haavisto holt seinen im letzten Jahr ausgefallenen Besuch nach und präsentiert seine neue Rock’n’Roll-CD, die polnische Psio Crew sorgt für Alarm auf der Bühne, das Balkan-Roma-Projekt Gypsy Queens and Kings spielt wehmütige Zigeunermusik, die Italiener Riserva Moac führen heimatliche Weisen auf und der Schwede Johan Hedin spielt auf seiner Nyckelharpa. Natürlich sind noch viel mehr herausragende Musiker zwischen Heidecksburg und Heinepark unterwegs vom 4.-6. Juli, aber die könne hier nicht alle aufgeführt werden.
Den kompletten Überblick über das gesamte Line up des bedeutendsten deutsche Folkfestivals gibt es unter www.tff-rudolstadt.de.
Den Weltmusikpreis, die Ruth, erhalten in diesem Jahr die Sängerin Bobo, die Weltmusikband Saraband und die unglaublichen Münchner Folkjazzrocker Embryo. Sie erhalten ihre Auszeichnungen am Samstagabend auf der Burg, wo es bereits am Donnerstag, dem 3. Juli ein phantastisches Vorspiel zum tff gibt, denn im Sonderkonzert gastiert die Gruppe Maraca um den 41jährigen Flötisten Orlando Maraca Valle, der als Komponist und vor allem Arrangeur zu den Großen der kubanischen Szene zählt.
Mit seinen Musikern brennt er ein afro-kubanisches Perkussionsfeuerwerk ab und liefert damit den perfekten Einstieg in eine rauschende Salsa-Party.
Erstmals in der 18-jährigen Geschichte des tff wird es am Sonntagabend auf der Burg nicht nur ein Einzelkonzert geben, sondern das Programm geht einfach weiter bis in die Nacht, als lägen nicht schon 48 Stunden intensivster Festivaltätigkeit hinter Besuchern und Machern.
Aber das ist es ja, was der tff-Besucher so sehr an seinem Fest liebt: die ständig neuen Herausforderungen, nicht nur klimatisch und künstlerisch, nein, jetzt auch endlich zeitlich.
Autor: nnzWenn am ersten Juliwochenende Autokonvois in das beschauliche Thüringer Residenzstädtchen Rudolstadt drängen, wenn dort jede ausgediente Kellertür zum Gästebett umfunktioniert wird und der Heinepark einem orientalischen Basar gleicht, dann ist wieder Folkzeit und das traditionelle Festival für folk, roots und worldmusik, kurz tff genannt, nimmt unaufhaltsam seinen Lauf.
Meist mit identischem Wetter, das sich zwischen Wolkenbrüchen und drückender Hitze bewegt, die sich oftmals so schnell abwechseln, wie die über 1.000 Künstler auf den 20 Hauptbühnen der Stadt. Doch so sehr auch das Wetter an diesen drei tollen Tagen immer dem des Vorjahres ähnelt, so unterschiedlich sind die Schwerpunkte, die von den Organisatoren künstlerisch gesetzt werden.
Die Rahmentrommel ist das Instrument des Jahres 2008, der bestimmende Tanz wird der Rock’n’Roll sein, das Land des Jahres ist das mulitkulturelle Israel und der regionale Fokus fällt im Sommer 2008 auf das schöne Sachsenland.
Kein Wunder also, dass es ein Wiederhören mit Olaf Schubert gibt. Aus Israel kommt beispielsweise "Tizmoret", ein heißer Liveact, der im Konzertzelt im Park und tags darauf auf der Heidecksburg für Stimmung sorgen wird. England schickt das Starensemble von The Imagined Village ins Rennen, die Schotten ihre Proclaimers und Irland glänzt mit dem New-Irish-Folk von Grada.
Finnlands größter Rock'n'Roller: Marko Haavisto
Die englisch-indische Kombination Achanak stellt sich vor, die Schweizamerikanerin Erika Stucky ist da, der finnische Filmstar Marko Haavisto holt seinen im letzten Jahr ausgefallenen Besuch nach und präsentiert seine neue Rock’n’Roll-CD, die polnische Psio Crew sorgt für Alarm auf der Bühne, das Balkan-Roma-Projekt Gypsy Queens and Kings spielt wehmütige Zigeunermusik, die Italiener Riserva Moac führen heimatliche Weisen auf und der Schwede Johan Hedin spielt auf seiner Nyckelharpa. Natürlich sind noch viel mehr herausragende Musiker zwischen Heidecksburg und Heinepark unterwegs vom 4.-6. Juli, aber die könne hier nicht alle aufgeführt werden.
Den kompletten Überblick über das gesamte Line up des bedeutendsten deutsche Folkfestivals gibt es unter www.tff-rudolstadt.de.
Den Weltmusikpreis, die Ruth, erhalten in diesem Jahr die Sängerin Bobo, die Weltmusikband Saraband und die unglaublichen Münchner Folkjazzrocker Embryo. Sie erhalten ihre Auszeichnungen am Samstagabend auf der Burg, wo es bereits am Donnerstag, dem 3. Juli ein phantastisches Vorspiel zum tff gibt, denn im Sonderkonzert gastiert die Gruppe Maraca um den 41jährigen Flötisten Orlando Maraca Valle, der als Komponist und vor allem Arrangeur zu den Großen der kubanischen Szene zählt.
Mit seinen Musikern brennt er ein afro-kubanisches Perkussionsfeuerwerk ab und liefert damit den perfekten Einstieg in eine rauschende Salsa-Party.
Erstmals in der 18-jährigen Geschichte des tff wird es am Sonntagabend auf der Burg nicht nur ein Einzelkonzert geben, sondern das Programm geht einfach weiter bis in die Nacht, als lägen nicht schon 48 Stunden intensivster Festivaltätigkeit hinter Besuchern und Machern.
Aber das ist es ja, was der tff-Besucher so sehr an seinem Fest liebt: die ständig neuen Herausforderungen, nicht nur klimatisch und künstlerisch, nein, jetzt auch endlich zeitlich.
