Do, 17:36 Uhr
17.07.2008
Vollbremsung im Autodrom
Ein Autounfall im Dienst - in diese Situation können junge Männer, die ihren Zivildienst leisten, leicht geraten. Im Rettungsdienst oder im Fahrdienst für Behinderte gibt es immer wieder brenzlige Fahrsituationen. Im Nordhäuser Autodrom wurde heute der Ernstfall geprobt.
Für die Zivildienstschule Sondershausen in Thüringen ist das Grund genug, einmal im Jahr zusammen mit der Kreisverkehrswacht Sondershausen e.V. an zwei Nachmittagen ein Fahrsicherheitstraining anzubieten. Zehn Zivis, die zur Zeit einen Einführungslehrgang in der Sondershausener Schule besuchen und in ihrer heimischen Dienststelle auch Fahrzeuge fahren, haben dadurch heute die Chance, ein Training im Berufsbildungszentrum Straßenverkehr gGmbH (BBZ) in Nordhausen zu absolvieren.
"Mit dieser beispielhaften Sonderaktion wollen wir für die Zivildienststellen im ganzen Bundesgebiet Vorbild sein, denn im besten Falle sollten die Träger und Verbände ihren Zivis solche Fahrtrainings ermöglichen", sagte Markus Schulte, Pressesprecher des Bundesamtes für den Zivildienst in Köln. "Die jungen Männer dürften vom Fahrtraining auch nach dem Zivildienst noch profitieren", ist Ulrich Fuchs, Leiter der Zivildienstschule, überzeugt: "Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr sind deshalb auch ein wichtiger Aspekt in unserem Lehrplan für die rund 5.000 jungen Männer, die jedes Jahr für eine Woche nach Sondershausen in die Zivildienstschule kommen."
Ein vielfältiges Trainingsprogramm haben Zivildienstschule, Kreisverkehrswacht
und Berufsbildungszentrum auf die Beine gestellt. So konnten sich die Zivis an zwei Nachmittagen mit typischen Fahreigenschaften von Kleintransportern auseinandersetzen. Experten übten dazu mit ihnen das richtige Bremsen, trainierten Ausweichmanöver, Kurvenverhalten und die richtige Reaktion auf unterschiedlichen
Straßenbelägen wie beispielsweise griffig und glatt.
Besprochen wurde in Übungen mit echten Kleinbussen auch die richtige Blickführung des Fahrers - spätestens beim Bremsen und Ausweichen vor einem plötzlich auftretenden Hindernis war manchem Zivi die Notwendigkeit bewusst geworden. Zumal sie erfuhren, daß technische Hilfen wie ABS und ESP auch Grenzen haben. Die Experten ließen auch Aspekte wie Ermüdung, Stress und Informationsverarbeitung nicht aus und ermunterten die Zivis, sich mit ihrem
Dienstfahrzeug gut vertraut zu machen.
"Hauptziel der Maßnahme war es, Gefahren im Straßenverkehr zu erkennen, sie zu vermeiden und bewältigen zu können", sagte Pressesprecher
Schulte. Für das Bundesamt stehe der Präventivcharakter im Vordergrund. "Der Sicherheitsgewinn für die Zivis als Fahrer im Zivildienstalltag, aber auch als private Fahrzeugführer, war jedem der jungen Männer anzumerken", bilanziert Schulleiter Fuchs.
Autor: nnz/knFür die Zivildienstschule Sondershausen in Thüringen ist das Grund genug, einmal im Jahr zusammen mit der Kreisverkehrswacht Sondershausen e.V. an zwei Nachmittagen ein Fahrsicherheitstraining anzubieten. Zehn Zivis, die zur Zeit einen Einführungslehrgang in der Sondershausener Schule besuchen und in ihrer heimischen Dienststelle auch Fahrzeuge fahren, haben dadurch heute die Chance, ein Training im Berufsbildungszentrum Straßenverkehr gGmbH (BBZ) in Nordhausen zu absolvieren.
"Mit dieser beispielhaften Sonderaktion wollen wir für die Zivildienststellen im ganzen Bundesgebiet Vorbild sein, denn im besten Falle sollten die Träger und Verbände ihren Zivis solche Fahrtrainings ermöglichen", sagte Markus Schulte, Pressesprecher des Bundesamtes für den Zivildienst in Köln. "Die jungen Männer dürften vom Fahrtraining auch nach dem Zivildienst noch profitieren", ist Ulrich Fuchs, Leiter der Zivildienstschule, überzeugt: "Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr sind deshalb auch ein wichtiger Aspekt in unserem Lehrplan für die rund 5.000 jungen Männer, die jedes Jahr für eine Woche nach Sondershausen in die Zivildienstschule kommen."
Ein vielfältiges Trainingsprogramm haben Zivildienstschule, Kreisverkehrswacht
und Berufsbildungszentrum auf die Beine gestellt. So konnten sich die Zivis an zwei Nachmittagen mit typischen Fahreigenschaften von Kleintransportern auseinandersetzen. Experten übten dazu mit ihnen das richtige Bremsen, trainierten Ausweichmanöver, Kurvenverhalten und die richtige Reaktion auf unterschiedlichen
Straßenbelägen wie beispielsweise griffig und glatt.
Besprochen wurde in Übungen mit echten Kleinbussen auch die richtige Blickführung des Fahrers - spätestens beim Bremsen und Ausweichen vor einem plötzlich auftretenden Hindernis war manchem Zivi die Notwendigkeit bewusst geworden. Zumal sie erfuhren, daß technische Hilfen wie ABS und ESP auch Grenzen haben. Die Experten ließen auch Aspekte wie Ermüdung, Stress und Informationsverarbeitung nicht aus und ermunterten die Zivis, sich mit ihrem
Dienstfahrzeug gut vertraut zu machen.
"Hauptziel der Maßnahme war es, Gefahren im Straßenverkehr zu erkennen, sie zu vermeiden und bewältigen zu können", sagte Pressesprecher
Schulte. Für das Bundesamt stehe der Präventivcharakter im Vordergrund. "Der Sicherheitsgewinn für die Zivis als Fahrer im Zivildienstalltag, aber auch als private Fahrzeugführer, war jedem der jungen Männer anzumerken", bilanziert Schulleiter Fuchs.

