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So, 10:10 Uhr
20.07.2008

Apotheke in der Urlaubszeit

Die Sommerferien sind eine gute Woche alt und viele Thüringer freuen sich auf den wohlverdienten und lang erwarteten Sommerurlaub. Gut wenn gesundheitlich alles glatt läuft, wenn nicht, kann die sorgfältig zusammengestellte Reiseapotheke die Urlaubsfreude retten. Nur was gehört in die Reiseapotheke? Hier die Antwort...


„Eine Reiseapotheke sollte immer individuell zusammengestellt werden“, sagt Ronald Schreiber, Präsident der Landesapothekerkammer Thüringen. Denn welche Präparate Urlauber unbedingt dabei haben sollten, richtet sich danach, welches Land bereist wird und wie lange der Aufenthalt dauert. Zudem haben Rucksacktouristen andere Bedürfnisse als Pauschalreisende. „Thüringens Apotheker helfen gern bei der Zusammenstellung der richtigen Reiseapotheke“, sagt Schreiber.

Ob am Strand oder auf der Wandertour – Verletzungen sind im Urlaub keine Seltenheit. „Um Wunden im Notfall richtig versorgen zu können, gehören Desinfektionsmittel sowie Pflaster, Wundkompressen und Mullbinden ins Gepäck“, so der Apotheker. Zur Grundausstattung jeder Reiseapotheke zählen außerdem Medikamente gegen Schmerzen, Fieber, Krämpfe, Durchfall und Verstopfung sowie Sonnen- und Insektenschutzmittel. „Urlauber sollten sich die benötigten Präparate immer vor Reiseantritt besorgen“, rät Schreiber.

So können Beschwerden im Bedarfsfall schnell gelindert werden, und die mühsame Suche nach einem Arzt oder einer Apotheke am Urlaubsort entfällt. „Wer regelmäßig Arzneimittel einnehmen muss, sollte vor Reiseantritt unbedingt überprüfen, ob die vorhandenen Medikamente für den gesamten Urlaubszeitraum reichen“, rät Schreiber. Auch eventuelle Zeitverschiebungen müssen bei der Einnahme beachtet werden. „Da immer wieder Koffer verloren gehen, gehört die Reiseapotheke grundsätzlich ins Handgepäck.“

Um insbesondere mit Spritzen und Betäubungsmitteln die Sicherheitskontrollen im Flughafen und den Zoll passieren zu können, ist eine Bescheinigung des behandelnden Arztes sinnvoll. „Von vermeintlichen Schnäppchen vor Ort sollten Urlauber lieber die Finger lassen“, warnt Schreiber. Zwar seien bestimmte Arzneimittel in einigen Ländern preisgünstiger als in Deutschland, im Ausland würden jedoch häufig geringere Qualitätsanforderungen gestellt.

Zudem kursieren insbesondere im außereuropäischen Ausland Arzneimittelfälschungen, die zu wenig oder gar keinen Wirkstoff enthalten. „Im schlimmsten Falle sind sogar gesundheitsschädliche Stoffe enthalten“, warnt Schreiber. Touristen sollten sich dieser Gefahr bewusst sein und auch aus diesem Grund ihre Reiseapotheke besser in Ruhe zu Hause zusammenstellen.
Autor: nnz/kn

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