Do, 14:41 Uhr
07.08.2008
Gefahr durch umgestürzten Baum an der B85
Ein umgestürzter Baum an der B85 im Kyffhäuserwald ist Anlass für einen Termin heute Nachmittag, 15:00 Uhr an der B85 Richtung Rathsfeld, ca.1,5 km hinter Bad Frankenhausen. Teilnehmen werden Vertreter des Landratsamtes, des Th. Ministeriums für Landwirtschaft, Natur und Umwelt und des Forstamt Oldisleben....
Im Vorfeld der Beratung heißt es in einer Pressmeldung aus dem Forstamt Oldisleben:
Am Montag, 04.08.08 stürzte an der B85 zwischen Bad Frankenhausen und dem Rathsfeld eine Buche um und fiel quer über die Straße. Beide Leitplanken wurden zerschlagen. Als die Helfer der Feuerwehr Bad Frankenhausen gegen 13:30 Uhr eintrafen, hatten sich bereits lange Auto- und Motorradschlangen auf der vielbefahrenen Straße beiderseits der Gefahrenstelle gebildet. Die Verkehrsteilnehmer hatten Glück das keiner in den Baum hinein gefahren ist, es zu keinem Blech- oder sogar Personenschaden gekommen ist. Nicht auszudenken, wenn ein Motorradfahrer mit hohem Tempo in der schlecht einsehbaren Kurve auf diesen Baum aufgefahren wäre stellt Hartmut Apitius, Funktionsbeamter des Forstamtes, fest. Zu seinem Aufgabengebiet gehören, die Verkehrsicherungspflichten des Forstamtes im Wald und entlang öffentlicher Grundstücke. Die Buche ist kerngesund gewesen, zeigt innen und außen keinerlei Fäule. Sie wäre auch von geschulten Sachverständigen nicht als Gefahrenbaum zu erkennen gewesen.
Im Frühjahr hatte es in Bad Frankenhausen und Umgebung eine Protestbewegung gegen eine Holzeinschlagsmaßnahme des Forstamtes Oldisleben entlang der Bundesstraße gegeben. In einem flächigen Eingriff hat das Forstamt oberhalb der Straße Bäume gefällt, die drohten, auf die Straße zu fallen. Die Buchen haben ein Alter erreicht, in dem sie mit ihrem Gewicht keinen Halt auf den flachgründigen Gipshängen im Kyffhäuser finden. Zahlreiche querstehende Stubben am Hang belegen die mangelnde Standsicherheit der Bäume sagt dazu Forstamtsleiter Uli Klüßendorf. Diese wichtigen Argumente wurden in der Diskussion im Frühjahr oft nicht akzeptiert, wichtiger schienen die Belange des Landschafts- und Naturschutzes zu sein. Feststellen muss man aber, dass der Schutz menschlichen Lebens ein Rechtsgut ist, das über den Bestimmungen der Naturschutzgesetzgebung steht. Verantwortlich für die Gefahrenabwehr und im Ernstfall auch in Haftung genommen wird immer der Eigentümer des Grundstückes vom dem die Gefahr ausgeht. Man kann als Eigentümer die Verkehrssicherungspflicht an andere übertragen, behält aber in jedem Fall eine Aufsichtsverpflichtung gegenüber dem Nutzer der Fläche. Als Eigentümer bleibt man folglich haftbar für entstandene Schäden.
Das Forstamt sieht sich gezwungen, auch in diesem Jahr entlang der B85 Baumfällungen vorzunehmen. Die geplanten Maßnahmen werden im Voraus, wie auch in der Vergangenheit geschehen, mit allen verantwortlichen Behörden und Ämtern abgesprochen und die notwendigen Genehmigungen eingeholt. Bei der Bevölkerung und der Bürgerinitiative Kyffhäuserwald hofft das Forstamt auf Verständnis für Behinderungen des Verkehrs und das anschließend veränderte Landschaftsbild. Aber gerade die Treffen der Forstverwaltung mit Vertretern der Bürgerinitiative in den letzten Monaten, haben dazu geführt, dass für die Arbeiten im Wald eine neue Sichtweise in Bad Frankenhausen herrscht.
Autor: khhIm Vorfeld der Beratung heißt es in einer Pressmeldung aus dem Forstamt Oldisleben:
Am Montag, 04.08.08 stürzte an der B85 zwischen Bad Frankenhausen und dem Rathsfeld eine Buche um und fiel quer über die Straße. Beide Leitplanken wurden zerschlagen. Als die Helfer der Feuerwehr Bad Frankenhausen gegen 13:30 Uhr eintrafen, hatten sich bereits lange Auto- und Motorradschlangen auf der vielbefahrenen Straße beiderseits der Gefahrenstelle gebildet. Die Verkehrsteilnehmer hatten Glück das keiner in den Baum hinein gefahren ist, es zu keinem Blech- oder sogar Personenschaden gekommen ist. Nicht auszudenken, wenn ein Motorradfahrer mit hohem Tempo in der schlecht einsehbaren Kurve auf diesen Baum aufgefahren wäre stellt Hartmut Apitius, Funktionsbeamter des Forstamtes, fest. Zu seinem Aufgabengebiet gehören, die Verkehrsicherungspflichten des Forstamtes im Wald und entlang öffentlicher Grundstücke. Die Buche ist kerngesund gewesen, zeigt innen und außen keinerlei Fäule. Sie wäre auch von geschulten Sachverständigen nicht als Gefahrenbaum zu erkennen gewesen.
Im Frühjahr hatte es in Bad Frankenhausen und Umgebung eine Protestbewegung gegen eine Holzeinschlagsmaßnahme des Forstamtes Oldisleben entlang der Bundesstraße gegeben. In einem flächigen Eingriff hat das Forstamt oberhalb der Straße Bäume gefällt, die drohten, auf die Straße zu fallen. Die Buchen haben ein Alter erreicht, in dem sie mit ihrem Gewicht keinen Halt auf den flachgründigen Gipshängen im Kyffhäuser finden. Zahlreiche querstehende Stubben am Hang belegen die mangelnde Standsicherheit der Bäume sagt dazu Forstamtsleiter Uli Klüßendorf. Diese wichtigen Argumente wurden in der Diskussion im Frühjahr oft nicht akzeptiert, wichtiger schienen die Belange des Landschafts- und Naturschutzes zu sein. Feststellen muss man aber, dass der Schutz menschlichen Lebens ein Rechtsgut ist, das über den Bestimmungen der Naturschutzgesetzgebung steht. Verantwortlich für die Gefahrenabwehr und im Ernstfall auch in Haftung genommen wird immer der Eigentümer des Grundstückes vom dem die Gefahr ausgeht. Man kann als Eigentümer die Verkehrssicherungspflicht an andere übertragen, behält aber in jedem Fall eine Aufsichtsverpflichtung gegenüber dem Nutzer der Fläche. Als Eigentümer bleibt man folglich haftbar für entstandene Schäden.
Das Forstamt sieht sich gezwungen, auch in diesem Jahr entlang der B85 Baumfällungen vorzunehmen. Die geplanten Maßnahmen werden im Voraus, wie auch in der Vergangenheit geschehen, mit allen verantwortlichen Behörden und Ämtern abgesprochen und die notwendigen Genehmigungen eingeholt. Bei der Bevölkerung und der Bürgerinitiative Kyffhäuserwald hofft das Forstamt auf Verständnis für Behinderungen des Verkehrs und das anschließend veränderte Landschaftsbild. Aber gerade die Treffen der Forstverwaltung mit Vertretern der Bürgerinitiative in den letzten Monaten, haben dazu geführt, dass für die Arbeiten im Wald eine neue Sichtweise in Bad Frankenhausen herrscht.