Fr, 14:12 Uhr
05.09.2008
Von Konsens noch entfernt
Zwar gab gestern Abend Landrat Peter Hengstermann (CDU) völlige Entwarnung, das eine Schließung oder Verlegung des Kyffhäuser-Gymnasiums diskutiert wird, trotzdem sind sich viele Stadträte Bad Frankenhausens nicht sicher, ob man städtische Mittel in das Haus stecken soll ...
Einige Medien haben mit ihren Meldungen offensichtlich den Eindruck erweckt, als ob es einen Plan gebe, das Kyffhäuser-Gymnasium von Bad Frankenhausen zu schließen, bzw. sogar nach Artern zu verlegen. Das hatte natürlich unter den Eltern von Bad Frankenhausens zu heftigen Diskussionen geführt. Und nicht nur dort. Auch die Stadträte Bad Frankenhausens waren von dem Beschluss der Kreistages, nur eine Fortschreibung als Schulstandortes zu zulassen war nicht mit Begeisterung aufgenommen worden. Deshalb hatte Bürgermeister Matthias Strejc interessierte Bürger und natürlich Politiker zu einem öffentlichen Forum geladen.
In der Aula des Kyffhäuser-Gymansium, wo es kaum noch einen freien Platz gab, hatten sich auch viele Kreistagsmitglieder und Stadträte von Bad Frankenhausen eingefunden. Bevor es zur Diskussion kam, gab Schuldirektorin Sabine Tölle einen historischen Abriss zur Entstehung dieses Hauses.
Landrat Hengstermann macht als erster Redner sofort klar, dass es keine Bestrebungen gebe, das Kyffhäuser-Gymnasium zuschließen oder um zu verlegen. Ersehe kein Problem für die nächsten 10 bis 15 Jahre, dass es an diesem Status etwas ändern sollte. Auch die in die öffentliche Diskussion eingebrachte Berufsschule in Artern (sollte angeblich neuer Standtort werden) werde dort gebraucht und wird weiter bestehen bleiben. Wenn es keine gravierenden neuen politischen Veränderungen im Schulwesen gebe (dass könne er, Hengstermann wenig beeinflussen) werde das Kyffhäuser-Gymnasium weiter an diesem Standort bestehen bleiben, auch wenn es schmerzlich war, dass durch die demografische Entwicklung in den letzten Jahren 35 Schulen geschlossen werden musste, weil nicht die nötigen Klassenstärken erreicht wurden.
Der Leiter des Bildungsausschusses des Kreistages, Erich Hofereiter, wie alle Vorwürfe von sich, er wolle das Kyffhäuser-Gymansium schließen oder ähnliches. Er verlas nochmals den Protokollmitschnitt der entsprechenden Kreistagsitzung. Er begründete aber trotzdem nochmals den Beschluss, dass keine Präzedenzfälle geschaffen werden, wonach der Kreistag Zusagen geben soll (15 Jahre Kyffhäuser-Gymansium), die länger sind, als die Schulnetzplanung.
Der Leiter Abteilung II Schulen, Kultur, Hochbau des Landratsamtes Kyffhäuserkreis, Dr. Ekkehard Müller, unterstrich das auch mit seinem Zahlenmaterial die Worte des Landrats. Das Kyffhäuser-Gymnasium ist das größte Gymnasium im Kyffhäuserkreis. Und auch die Entwicklung der Schülerzahl in der Prognose sieht mehr als positiv aus. Von zur Zeit ca. 500 Schüler wird sich die Zahl im Jahre 2012 auf ca. 583 und 2016 gar auf ca. 650 erhöhen. Aber selbst, so Dr. Müller, wenn sich Widererwarten die Schülerzahlen halbierten sollten, wäre das Gymnasium noch zu halten.
Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) unterstrich nochmals deutlich, bei der Forderung der Stadt und deren Stadträte ginge es nicht nur um das äußere Ansehen des Hauses, sondern, wenn man schon so viele kommunale Mittel bereitstellt, auch um den Inhalt des Hauses, sprich es soll als Gymnasium der Region bleiben. Ganz sicher ist so etwas ja auch eine Imagefrage des Ortes. Strejc sagte dabei, er ist sich nicht sicher, dass die Stadträte nur eine Schulfestschreibung akzeptieren werden. Schlie0ßlich könne man die vielen Mittel auch anderweitig in der Stadt gebrauchen.
Viele Wortmeldungen der Frankenhäuser Eltern befürworteten den Standpunkt des Bürgermeisters in ihren Anfragen und Meinungen. Erst recht, als die Zahlen von Dr. Müller bekannt wurden. Alle Meinungen hier zu bringen, reicht der Platz und die Zeit nicht.
Wie soll es weitergehen? Der Bildungsausschuss des Kreistages wird auf seiner Sitzung am 15. September das Problem nochmals beraten. Auf Grund der Meinungen und der Zahlen der Schülerentwicklung soll nochmals die Problematik beraten werden. Dabei solle die Möglichkeit einer Einzelentscheidung geprüft werden, damit eine Zusage über den Schulnetzplan hinaus gemacht werden könne. Eine Unsicherheit bleibt aber immer noch. Der Bildungsausschuss kann auch nur empfehlen. Entscheidend ist, was dann die Kreistagsmitglieder am 1. Oktober beschließen. Deshalb kam auch schon der Vorschlag, die Stadtratssitzung von Ende September in den Oktober hinein zu verschieben, um den Beschluss des Kreistages abzuwarten. Sicher keine schlechte Entscheidung, lässt es doch allen Beteiligten Zeit, an der Problematik zu arbeiten.
Autor: khhEinige Medien haben mit ihren Meldungen offensichtlich den Eindruck erweckt, als ob es einen Plan gebe, das Kyffhäuser-Gymnasium von Bad Frankenhausen zu schließen, bzw. sogar nach Artern zu verlegen. Das hatte natürlich unter den Eltern von Bad Frankenhausens zu heftigen Diskussionen geführt. Und nicht nur dort. Auch die Stadträte Bad Frankenhausens waren von dem Beschluss der Kreistages, nur eine Fortschreibung als Schulstandortes zu zulassen war nicht mit Begeisterung aufgenommen worden. Deshalb hatte Bürgermeister Matthias Strejc interessierte Bürger und natürlich Politiker zu einem öffentlichen Forum geladen.
In der Aula des Kyffhäuser-Gymansium, wo es kaum noch einen freien Platz gab, hatten sich auch viele Kreistagsmitglieder und Stadträte von Bad Frankenhausen eingefunden. Bevor es zur Diskussion kam, gab Schuldirektorin Sabine Tölle einen historischen Abriss zur Entstehung dieses Hauses.
Landrat Hengstermann macht als erster Redner sofort klar, dass es keine Bestrebungen gebe, das Kyffhäuser-Gymnasium zuschließen oder um zu verlegen. Ersehe kein Problem für die nächsten 10 bis 15 Jahre, dass es an diesem Status etwas ändern sollte. Auch die in die öffentliche Diskussion eingebrachte Berufsschule in Artern (sollte angeblich neuer Standtort werden) werde dort gebraucht und wird weiter bestehen bleiben. Wenn es keine gravierenden neuen politischen Veränderungen im Schulwesen gebe (dass könne er, Hengstermann wenig beeinflussen) werde das Kyffhäuser-Gymnasium weiter an diesem Standort bestehen bleiben, auch wenn es schmerzlich war, dass durch die demografische Entwicklung in den letzten Jahren 35 Schulen geschlossen werden musste, weil nicht die nötigen Klassenstärken erreicht wurden.
Der Leiter des Bildungsausschusses des Kreistages, Erich Hofereiter, wie alle Vorwürfe von sich, er wolle das Kyffhäuser-Gymansium schließen oder ähnliches. Er verlas nochmals den Protokollmitschnitt der entsprechenden Kreistagsitzung. Er begründete aber trotzdem nochmals den Beschluss, dass keine Präzedenzfälle geschaffen werden, wonach der Kreistag Zusagen geben soll (15 Jahre Kyffhäuser-Gymansium), die länger sind, als die Schulnetzplanung.
Der Leiter Abteilung II Schulen, Kultur, Hochbau des Landratsamtes Kyffhäuserkreis, Dr. Ekkehard Müller, unterstrich das auch mit seinem Zahlenmaterial die Worte des Landrats. Das Kyffhäuser-Gymnasium ist das größte Gymnasium im Kyffhäuserkreis. Und auch die Entwicklung der Schülerzahl in der Prognose sieht mehr als positiv aus. Von zur Zeit ca. 500 Schüler wird sich die Zahl im Jahre 2012 auf ca. 583 und 2016 gar auf ca. 650 erhöhen. Aber selbst, so Dr. Müller, wenn sich Widererwarten die Schülerzahlen halbierten sollten, wäre das Gymnasium noch zu halten.
Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) unterstrich nochmals deutlich, bei der Forderung der Stadt und deren Stadträte ginge es nicht nur um das äußere Ansehen des Hauses, sondern, wenn man schon so viele kommunale Mittel bereitstellt, auch um den Inhalt des Hauses, sprich es soll als Gymnasium der Region bleiben. Ganz sicher ist so etwas ja auch eine Imagefrage des Ortes. Strejc sagte dabei, er ist sich nicht sicher, dass die Stadträte nur eine Schulfestschreibung akzeptieren werden. Schlie0ßlich könne man die vielen Mittel auch anderweitig in der Stadt gebrauchen.
Viele Wortmeldungen der Frankenhäuser Eltern befürworteten den Standpunkt des Bürgermeisters in ihren Anfragen und Meinungen. Erst recht, als die Zahlen von Dr. Müller bekannt wurden. Alle Meinungen hier zu bringen, reicht der Platz und die Zeit nicht.
Wie soll es weitergehen? Der Bildungsausschuss des Kreistages wird auf seiner Sitzung am 15. September das Problem nochmals beraten. Auf Grund der Meinungen und der Zahlen der Schülerentwicklung soll nochmals die Problematik beraten werden. Dabei solle die Möglichkeit einer Einzelentscheidung geprüft werden, damit eine Zusage über den Schulnetzplan hinaus gemacht werden könne. Eine Unsicherheit bleibt aber immer noch. Der Bildungsausschuss kann auch nur empfehlen. Entscheidend ist, was dann die Kreistagsmitglieder am 1. Oktober beschließen. Deshalb kam auch schon der Vorschlag, die Stadtratssitzung von Ende September in den Oktober hinein zu verschieben, um den Beschluss des Kreistages abzuwarten. Sicher keine schlechte Entscheidung, lässt es doch allen Beteiligten Zeit, an der Problematik zu arbeiten.