Fr, 18:31 Uhr
05.09.2008
Projekt Auftakt
Der Kultusminister Thüringens übergab heute Vormittag im Rosa Salon im Rahmen einer Feierstunde einen ansehnlichen Förderbescheid. Profitieren werden die Schule am Franzberg Sondershausen und in Bottendorf. Für was das Geld bestimmt ist, erfahren Sie hier....
Im August 2008 startete die Musikschule des Kyffhäuserkreises Carl Schroeder Konservatorium ein einzigartiges Projekt in unserem Kyffhäuserkreis, welches unter der Schirmherrschaft von Landrat Peter Hengstermann zu einem bundesweiten Vorzeigeobjekt gemacht werden soll. Das Projekt stammt aus Bochum und dem Bundesland Nordrhein-Westfalen und trägt dort den Namen Jedem Kind ein Instrument. Bei uns Kreis läuft es unter dem Titel Auftakt, wir berichteten schon öfter darüber. Ein Ziel sei, so Hengstermann, dass System noch besser als in Bochum zu machen.
Die Idee ist die, dass jedes Kind in der Grundschule ein Instrument erlernt. Da dies jedoch in NRW nicht kostenfrei angeboten wird, können folglich auch nicht alle Kinder dieses Angebot wahrnehmen. Es geht jedoch darum allen Kindern an der Grundschule gleiche Chancen zu geben und ihnen Perspektiven für eine schönere Zukunft zu ermöglichen. Daher soll versucht werden, in Zusammenarbeit mit zahlreichen Firmen und Stiftungen, dieses Angebot zukünftig für sämtliche Grundschüler des Kyffhäuserkreises kostenlos anzubieten. Damit könnten soziale Schranken überwunden werden und den Kindern des Kyffhäuserkreises würde etwas geboten, was es nirgendwo anders gibt. Projektweise gibt es den Unterricht bereits seit 2 Wochen an der Grundschule Bottendorf (Ines Siebenhüner) und der Grundschule Franzberg (Kerstin Gerlach) in Sondershausen. Beide Schulleuterinnen waren auch heute dabei.
Alle teilnehmenden Kinder im ersten Schuljahr erhalten von Musikschulpädagogen eine spielerische Einführung in die Musik. Den Unterricht gestalten Musikschul- und Grundschullehrer gemeinsam. Die Kinder lernen eine Vielzahl an Instrumenten kennen: Gitarre, Geige, Querflöte, Klarinette, Akkordeon, Bratsche, Violoncello, Kontrabass, Horn, Trompete, Posaune – alles ist möglich.
Vor dem 2. Schuljahr wählen die Kinder aus, welches Musikinstrument sie erlernen möchten. Sie erhalten dieses dann als Leihgabe und können es mit nach Hause nehmen. In kleinen Gruppen lernen sie, die Instrumente zu spielen. Damit die Kinder nicht jedes Mal die kostbaren Instrument in die Schule tragen müssen, ist ein Satz Instrumente in der Schule deponiert.
Dankenswerter Weise erklärte sich das Thüringer Kultusministerium bereit, die gesamte Instrumentalausstattung für die ersten beiden Schulen zu finanzieren. Daher über gab Thüringens Kultusminister Bernward Müller in einer Feierstunde den Fördermittelbescheid in Höhe von 50.000 Euro an den Landrat des Kyffhäuserkreises Peter Hengstermann und ein Exemplar an den Leiter der Musikschule Matthias Deichstetter mit dem Hinweis, dass er immer weiß, dass der Landrat das Geld erhalten hat. Bei der Gelegenheit outete sich Bernward Müller noch als Umrechner der Währung, denn ersagte, mit 100.000 DM klingt das noch viel gewaltiger.
Matthias Deichstetter, Peter Hengstermann, Leiter Abteilung II Schulen, Kultur, Hochbau des Landratsamtes Kyffhäuserkreis, Dr. Ekkehard Müller, Bernward Müller (von links nach rechts)
Bernward Müller lobte das Projekt, weil sich eine gute musische Erziehung auch auf die gesamte Persönlichkeit auswirke. Mit den zukünftigen Künstlern wurde anschließend schon mal ein Gespräch geführt, obwohl natürlich nach 2 Wochen Schule noch nicht die Menge Lernerfolg zu spüren ist.
In seinen Dankesworten wies Hengstermann daraufhin, dass jetzt die Spenden aus dem Neujahrsempfang regelmäßig in das Projekt einfließen werden. Er ließ aber auch gleich durchblicken, dass Sponsoren für das anspruchsvolle Projekt jederzeit erwünscht sind. Er verbindet die Hoffnung dran, dass sich die Kinder immer an die zeit der musischen Erziehung erinnern werden und sich einfach ein besseres Heimatgefühl entwickelt. Wenn er nicht die Steuern hier senken kann, damit mehr Investoren in die Region kommen, dann will er wenigsten das Heimatgefühl entwickeln, um dem demografischen Wandel entgegen zu treten.
Musikschulleiter Matthias Deichstetter freute sich, denn mit den 50.000 Euro war jetzt der richtige Starschuss für das Projekt erfolgt, denn es müssen immerhin ca. 330 Instrumente gekauft werden. Der Dank ging aber auch an Schulamtsleiter Jürgen Reichard (Schulamt Artern) der es ermöglicht, dass diese musische Erziehung auch nahtlos in die Schulstunden eingefügt werden kann, und die Kinder nicht extra belastet werden, so Deichstetter. Deichstetter nutzte gleich die Gelegenheit, Bernward Müller zum nächsten Preisträgerkonzert der Musikschule einzuladen. Vielleicht sogar mit einer Neuheit, denn dieses Mal ist das Ziel, das Preisträgerkonzert Open-Air auf dem Schlosshof zu machen.
Den feierlichen Rahmen bildeten Musikschüler mit ihren Darbietungen. Anschließend nahm sich Bernward Müller die Zeit für einen intensiven Rundgang durch die Musikschule.
Autor: khhIm August 2008 startete die Musikschule des Kyffhäuserkreises Carl Schroeder Konservatorium ein einzigartiges Projekt in unserem Kyffhäuserkreis, welches unter der Schirmherrschaft von Landrat Peter Hengstermann zu einem bundesweiten Vorzeigeobjekt gemacht werden soll. Das Projekt stammt aus Bochum und dem Bundesland Nordrhein-Westfalen und trägt dort den Namen Jedem Kind ein Instrument. Bei uns Kreis läuft es unter dem Titel Auftakt, wir berichteten schon öfter darüber. Ein Ziel sei, so Hengstermann, dass System noch besser als in Bochum zu machen.
Die Idee ist die, dass jedes Kind in der Grundschule ein Instrument erlernt. Da dies jedoch in NRW nicht kostenfrei angeboten wird, können folglich auch nicht alle Kinder dieses Angebot wahrnehmen. Es geht jedoch darum allen Kindern an der Grundschule gleiche Chancen zu geben und ihnen Perspektiven für eine schönere Zukunft zu ermöglichen. Daher soll versucht werden, in Zusammenarbeit mit zahlreichen Firmen und Stiftungen, dieses Angebot zukünftig für sämtliche Grundschüler des Kyffhäuserkreises kostenlos anzubieten. Damit könnten soziale Schranken überwunden werden und den Kindern des Kyffhäuserkreises würde etwas geboten, was es nirgendwo anders gibt. Projektweise gibt es den Unterricht bereits seit 2 Wochen an der Grundschule Bottendorf (Ines Siebenhüner) und der Grundschule Franzberg (Kerstin Gerlach) in Sondershausen. Beide Schulleuterinnen waren auch heute dabei.
Alle teilnehmenden Kinder im ersten Schuljahr erhalten von Musikschulpädagogen eine spielerische Einführung in die Musik. Den Unterricht gestalten Musikschul- und Grundschullehrer gemeinsam. Die Kinder lernen eine Vielzahl an Instrumenten kennen: Gitarre, Geige, Querflöte, Klarinette, Akkordeon, Bratsche, Violoncello, Kontrabass, Horn, Trompete, Posaune – alles ist möglich.
Vor dem 2. Schuljahr wählen die Kinder aus, welches Musikinstrument sie erlernen möchten. Sie erhalten dieses dann als Leihgabe und können es mit nach Hause nehmen. In kleinen Gruppen lernen sie, die Instrumente zu spielen. Damit die Kinder nicht jedes Mal die kostbaren Instrument in die Schule tragen müssen, ist ein Satz Instrumente in der Schule deponiert.
Dankenswerter Weise erklärte sich das Thüringer Kultusministerium bereit, die gesamte Instrumentalausstattung für die ersten beiden Schulen zu finanzieren. Daher über gab Thüringens Kultusminister Bernward Müller in einer Feierstunde den Fördermittelbescheid in Höhe von 50.000 Euro an den Landrat des Kyffhäuserkreises Peter Hengstermann und ein Exemplar an den Leiter der Musikschule Matthias Deichstetter mit dem Hinweis, dass er immer weiß, dass der Landrat das Geld erhalten hat. Bei der Gelegenheit outete sich Bernward Müller noch als Umrechner der Währung, denn ersagte, mit 100.000 DM klingt das noch viel gewaltiger.
Matthias Deichstetter, Peter Hengstermann, Leiter Abteilung II Schulen, Kultur, Hochbau des Landratsamtes Kyffhäuserkreis, Dr. Ekkehard Müller, Bernward Müller (von links nach rechts)
Bernward Müller lobte das Projekt, weil sich eine gute musische Erziehung auch auf die gesamte Persönlichkeit auswirke. Mit den zukünftigen Künstlern wurde anschließend schon mal ein Gespräch geführt, obwohl natürlich nach 2 Wochen Schule noch nicht die Menge Lernerfolg zu spüren ist.
In seinen Dankesworten wies Hengstermann daraufhin, dass jetzt die Spenden aus dem Neujahrsempfang regelmäßig in das Projekt einfließen werden. Er ließ aber auch gleich durchblicken, dass Sponsoren für das anspruchsvolle Projekt jederzeit erwünscht sind. Er verbindet die Hoffnung dran, dass sich die Kinder immer an die zeit der musischen Erziehung erinnern werden und sich einfach ein besseres Heimatgefühl entwickelt. Wenn er nicht die Steuern hier senken kann, damit mehr Investoren in die Region kommen, dann will er wenigsten das Heimatgefühl entwickeln, um dem demografischen Wandel entgegen zu treten.
Musikschulleiter Matthias Deichstetter freute sich, denn mit den 50.000 Euro war jetzt der richtige Starschuss für das Projekt erfolgt, denn es müssen immerhin ca. 330 Instrumente gekauft werden. Der Dank ging aber auch an Schulamtsleiter Jürgen Reichard (Schulamt Artern) der es ermöglicht, dass diese musische Erziehung auch nahtlos in die Schulstunden eingefügt werden kann, und die Kinder nicht extra belastet werden, so Deichstetter. Deichstetter nutzte gleich die Gelegenheit, Bernward Müller zum nächsten Preisträgerkonzert der Musikschule einzuladen. Vielleicht sogar mit einer Neuheit, denn dieses Mal ist das Ziel, das Preisträgerkonzert Open-Air auf dem Schlosshof zu machen.
Den feierlichen Rahmen bildeten Musikschüler mit ihren Darbietungen. Anschließend nahm sich Bernward Müller die Zeit für einen intensiven Rundgang durch die Musikschule.










