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Sa, 09:40 Uhr
13.09.2008

Bahnübergang verschwindet

Mit der Freigabe der Ortsumfahrung Sondershausen im Zuge der B4 wird auch einer der beschrankten Bahnübergänge verschwinden. Welcher, erfahren Sie hier...


Dieser Anblick mit viel Verkehr über den beschrankten Bahnübergang am Grass wird bald der Vergangenheit angehören. Was der Bauamtsleiter Sondershausen schon vor einigen Monaten auf der Einwohnerversammlung Franzberg verkündet hatte, wird auch so durchgeführt. Wenn die Freigabe der Ortsumgehung erfolgte, wird der Bahnübergang geschlossen und vollständig abgebaut, so dass auch keine Verbindung mehr zur B4 besteht
Bahnübergang Bundesstraße 4 (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Bahnübergang Bundesstraße 4 (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die gesamte Zufahrt zum Possen aus Richtung Erfurt und Ebeleben erfolgt dann über die erste Ausfahrt und dem Kreisel zurück zur Auffahrt Possenallee über die Erfurterstraße. Das kurze Stück alte B4 hinter der Possenauffahrt wird dann auf 3 m Breite zurückgebaut, damit noch ein asphaltierter Zugang zum Pumpenhäuschen an der ehemaligen B4 besteht, wie Karl-Heinz Timm von der Straßenbehörde der Stadt auf Anfrage mitteilte.
Bahnübergang Bundesstraße 4 (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Bahnübergang Bundesstraße 4 (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Einige Bürger hatten angefragt, ob es denn nicht sinnvoll sei, dieses Stück alter B4 wenigstens als Einbahnstraße und schnelle Ausfahrt Richtung Possen zu belassen. Sowohl von Verkehrsbehörde, als auch Straßenbauamt Nordthüringen (Gerald Burghardt), kam der Hinweis, dass das Problem schon bei der Planung diskutiert worden sei. Schon beim Planfeststellungsverfahren hatte man berücksichtigt, so Burghardt, dass ein Bahnübergang immer ein Gefahrenpunkt sei. Mit dem Rückbau wolle man diesen Gefahrenpunkt gleich mit beseitigen. Auch sei es gerade hier immer wieder zu Problemen gekommen, wenn die Schrankenanlage mal wieder ausgefallen war.

Einheimische, die noch den alten Zufahrtsweg kennen, werden sich schnell an den kleinen Umweg gewöhnen, so Burghardt, und Erstbesucher kennen es gar nicht anders. Es werden auch entsprechende touristische Wegweiser gesetzt, so dass die Zufahrt zum Possen problemlos gefunden werden wird.

Die Ortsumgehung Sondershausen wird vom Status her ein ganz normale Bundesstraße sein. Wer also mit Fahrrad aus Richtung Erfurt oder Ebeleben kommt, kann diese Straße normal befahren, falls er es überhaupt so weit geschafft hat, denn die B4 von Oberspier bis zum Grass nicht gerade radfahrerfreundlich. Wer sich als Radfahrer auskennt, kann die parallel zur Ortsumgehung verlaufenden Baustraße benutzen, die in der Form bestehen bleiben wird, aber ein Hinweis darauf wird es für Ortsfremde nicht geben, Gerald Burghardt vom Straßenbauamt. Ein straßenbegleitender Fahrradweg war wegen der zu erwartenden wesentlich höheren Baukosten schon im Planfeststellungsverfahren 1994 ausgeschlossen worden, so Burghardt.

Das Weglassen des Fahrradweges hat zwar die Baukosten niedriger halten können, ob es auf lange Sichte die billigere Lösung sein wird, muss sich erst noch beweisen. Denn sind wir mal ehrlich, die Entwicklung sollte eigentlich dahin gehen, dass an so einer wichtigen Verkehrstrasse, wie es nun mal die B4 ist, so schnell wie möglich auch ein straßenbegleitender Radweg gehört. Schon aus Sicherheitsgründen für die immer zahlreicher werdenden Radfahrer sollte das bald geschehen. Was nützen Aktionen, wie „Mit dem Rad zur Arbeit“, wenn keine sicheren Radweg in ausreichender Zahl vorhanden sind. Zumindest im Westteil des Kyffhäuserkreises.
Autor: khh

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