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Do, 19:48 Uhr
25.09.2008

Jugendhilfeausschuss tagte (2)

Gestern Nachmittag informierte sich der Jugendhilfeausschuss des Kreistages des Kyffhäuserkreises u.a. zum Projekt Patch-Work ..

In einem wirtschaftlichem schwierigen Umfeld, wie es im Kyffhäuserkreis mit seiner hohen Arbeitslosenquote der Fall ist, gibt es auch eine ganze Reihe benachteiligte Jugendliche, die sich nicht mehr zurecht finden. Hier bietet das Projekt PATCH WORK Hilfe und Unterstützung an. Anika Srba und Uta Engel informierten den Jugendhilfeausschuss über ihre Tätigkeit

Unter der Schirmherrschaft der Jugendberufshilfe existiert das Projekt PATCH WORK seit August 2006, in Verbindung mit Kyffhäuserkreis und ARGE Kyffhäuserkreis. Schwerpunkt dabei, dass 10 regionale Bildungsträger im Auftrag der ARGE Kyffhäuserkreis mit dem Projekt kooperieren.

Ziel des ganzen Projekts ist es, benachteiligte Jugendliche wieder in Arbeit oder Ausbildung zu bekommen oder auch eine abgebrochene Ausbildung wieder fortzusetzen.
Mit Anika Srba betreuen weitere vier Integrationsbegleiterinnen die jugendliche Teilnehmer im Kyffhäuserkreis. Teilnehmen am Projekt dürfen arbeitslose und im Sinne des SGB II hilfebedürftige Jugendliche, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und für den 1. Arbeitsmarkt keine geeignete bzw. verwertbare berufliche Qualifikation verfügen. Die Jugendlichen werden von der ARGE Kyffhäuserkreis für das Projekt vorgeschlagen. Welche Schicksale stecken hinter diesen Jugendlichen?
- fehlender Schulabschluss
- fehlende Berufsausbildung
- nicht für den regionalen Arbeitsmarkt verwertbare bzw. geeignete Berufsausbildung
- Ausbildungsabbrüche oder überhaupt Bildungsprobleme
- Schulden und Drogenprobleme

Das besondere an diesem Projekt ist die individuelle Betreuung. Das geht schon damit los, dass es für jeden Teilnehmer nur einen Ansprechpartner gibt. Der ist nicht nur vor Ort bei den Bildungsträgern, sondern macht wenn nötig sogar Hausbesuche gibt Hilfe bei Konfliktlösungen. Es gibt für keinen Teilnehmer ein Schema. Es gibt individuelle Pläne mit entsprechender Kontrolle und auch erforderlichenfalls mit Änderung der Maßnahmen. So kann man auch auf individuelle Lebenssituationen reagieren.


Die ARGE Kyffhäuserkreis macht die Vorgespräche ca. ½ h und schlägt dann die Jugendlichen vor. Danach wird mit den ausgewählten Jugendlichen eine Analyse durchgeführt, in der Auswertung ermittelt wird, welche Fördermaßnahme ist geeignet und diese in einer Zielvereinbarung festgelegt. Aus einem großen Maßnahme Katalog wird dann in Zusammenarbeit mit dem Jugendlichen ganz individuell festgelegt, ob es ein berufsorientiertes Angebot, eine Arbeitserprobung oder ein Praktika gibt. Und dort kann man ja aus mindestens 10 regionalen Bildungsträgern wählen.
Es gibt aber auch niederschwellige Angebote wie Sucht- Schuldner- oder Drogenberatung.
Die durchschnittliche Verweildauer im Projekt liegt bei ca. 6 Monaten.

Und wie sind die Ergebnisse?
Die 1. Projektphase ging von August 2006 bis November 2007 und es wurde 313 Jugendliche betreut. Bei 127 Teilnehmern wurden positive Ergebnisse verbucht, 37 Jugendliche wurden neutral eingestuft und bei 21 Jugendlichen wurde ein negatives Ergebnis registriert, sprich es wurde nicht erreicht.
Die 2. Projektphase dauert von Dezember 2007 bis 31.Dezember 2008, dem vorläufigen Ende des Projekts. Hier wurden 309 Jugendlich zugewiesen. Hier ist der Stand zurzeit, dass es 182 positive Ergebnisse gab, 48 mal neutral und 15 absolute Abbrecher. Finanziert wird das Projekt durch den Europäischen Sozialfonds und die ARGE Kyffhäuserkreis. Der Landkreis wird also in seinen klammen Finanzen nicht belastet.

Da die Ergebnisse doch sehr zufriedenstellend waren, Karin Beier bezeichnete es als „Baby-Sitting auf hohem Niveau“, stelle Jürgen Rauschenbach den Antrag, einen Beschluss zu fassen, auf die ARGE Sondershausen einzuwirken, dieses Projekt auch nach dem 31.12.2008 weiterzuführen. Dem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.




Autor: khh

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