Di, 10:49 Uhr
30.09.2008
Landrat am westlichen Zipfel (2)
Im zweiten Teil unseres Berichtes zur Kreisbereisung von Landrat Peter Hengstermann (CDU) in Friedrichsrode geht es u.a. um Fragen des Verkehrs und Gebietsreform...
Die Kreisbereisung des Landrates beinhaltet auch immer eine Bürgersprechstunde. Gleich mehrfach angesprochen wurden Themen des Straßenverkehrs. Starker Kritikpunkt dabei, dass die im Ort geltende Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h kaum eingehalten wird. Besonders in die Kritik gekommen sind die LKW, welche die Engstelle im Ort immer wieder ignorieren und wesentlich schneller durch den Ort brausen. Dabei sieht man nicht nur die erhöhte Gefahr durch die vielen Kindergruppen, welche den Kunsthof besuchen (direkt an der Straße) sondern auch die erhebliche Lärmbelästigung, insbesondere, wenn die LKW leer durch Ort scheppern. Landrat Hengstermann will mit der Polizeiinspektion Kyffhäuser klären, dass hier öfter mal mit Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden.
Ob häufige Messungen helfen werden, wird von den Bürgern bezweifelt, weil gerade LKW sich mit ihrem häufig eingebauten Sprechfunk warnen können. Aber nicht nur um die Geschwindigkeit ging es. Bemängelt wurde vom Ortschaftsrat auch die Vorwegweisung.
Zwar steht am Ortsausgang Friedrichslohra die übliche Ankündigung der nächsten Ortschaft siehe Bildergalerie) wenn man aus Richtung Nordhausen kommt, aber einige Kilometer weiter ist dann zappenduster, wie obiges Bild zeigt. Ein braunes Tourismus-Wegweiser-Zeichen an dieser Stelle wäre auch aus anderem Grunde sinnvoll. Es zeigt nicht nur Fahrern die nach Ebeleben unterwegs sind, hier ist gleich ein touristisches Highlight in der Nähe, sondern auch Fahrern die nach Mühlhausen unterwegs sind und ursprünglich nicht primär nach Friedrichsrode wollten, werden rechtzeitig vorgewarnt. Denn wer erst mal in Höhe des Kunsthofes in Friedrichsrode ist, wird kaum noch reagieren und doch mal einen kleinen Halt einlegen.
Besonders heftig war die Kritik der Bürger allerdings hinsichtlich des öffentlichen Nahverkehrs. Außer den Schulbussen und Dienstag einem Bus nach Bleicherode, ist der Ort regelrecht von der Außenwelt abgeschnitten. Ohne Auto kann man nicht mal mehr die nötigsten Einkäufe tätigen. Selbst eine Fahrt zum Zentrum der Einheitsgemeinde (Holzthaleben) gleicht einer Weltreise. Von Landrat Hengstermann ins Gespräch gebracht wurde ein Version des Rufbusses. Er informierte über ein nordhessisches Projekt, bei der ein örtlicher Verein auf Basis eines gestellten Kleinbusses die Fahrten mit den Bürgern organisiert, um gerade größere Einkäufe und Arztbesuche ermöglichen zu können. Sicher eine Sache, die auch für andere Gemeinden und Orte nicht uninteressant ist.
Noch keine Festlegungen gab es zum Thema Spielplatz. Wie Ortsbürgermeisterin Maria Ende informierte, sei der Kinderspielplatz Anfang der 90er Jahre gebaut worden und käme jetzt langsam in die Jahre, und man kann nicht garantieren, dass er bald noch durch den Spielplatz -TÜV kommt. Eine Spielzeugeisenbahn musste bereits abgebaut werden (Archivfoto Galerie).
Nach Besichtigung des Spielplatzes Maria Ende, Jörg Steinmetz, Abteilungsleiter I und Pressereferent , Dr. Heinz-Ulrich Thiele, Peter Hengstermann und Karl-Heinz Langhorst, dem Vorstandsvorsitzenden der Kyffhäusersparkasse.
Problem ist sicher, dass der Spielplatz hauptsächlich periodisch genutzt wird. Durch die demografische Entwicklung im Ort gibt es im Vorschulalter schon keine Kinder mehr und gerade mal fünf Schulkinder sind noch unterwegs. Der Spielplatz wird hauptsächlich von Kindern der Besucher des Ortes, und wenn Schulklassen zum Kunsthof kommen, genutzt.
In der späteren Bürgersprechstunde wiesen Landrat Hengstermann und auch Bürgermeister Jörg Steinmetz auf ein generelles Problem hin. Die Einheitsgemeinde Helbedündorf hat mit seinen 6 Ortschaften schon eine Ausdehnung von 266 Quadratkilometern und könnte bald von der Landespolitik dazu verdonnert werden (wenn es nach ins Auge gefassten Plänen zur Gebietsreform geht) mit weiteren Orten sich zusammenschließen zu müssen, um irgendwelche Festlegungen von Einwohnerzahlen (im Gespräch 3.000 oder 5.000 Einwohner) zu erfüllen. Hier so Hengstermann, muss man mit der Landespolitik noch einmal sprechen. Dabei, so Hengstermann, geht es nicht nur um das Auseinanderleben der Bürger, sondern auch um weite Wege der Bürger zu ihrem Gemeindezentrum und auch Fragen der weiten Wege bei der Müllentsorgung könnten auftreten. Die Forderung von Landrat Hengstermann war klar, das Helbedündorf in seiner jetzigen Größe sollte Bestand haben. Sicher ein Signal, denn andere Gemeinden im langgezogenen Kyffhäuserkreis stehen vor ähnlichen Problemen.
Autor: khhDie Kreisbereisung des Landrates beinhaltet auch immer eine Bürgersprechstunde. Gleich mehrfach angesprochen wurden Themen des Straßenverkehrs. Starker Kritikpunkt dabei, dass die im Ort geltende Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h kaum eingehalten wird. Besonders in die Kritik gekommen sind die LKW, welche die Engstelle im Ort immer wieder ignorieren und wesentlich schneller durch den Ort brausen. Dabei sieht man nicht nur die erhöhte Gefahr durch die vielen Kindergruppen, welche den Kunsthof besuchen (direkt an der Straße) sondern auch die erhebliche Lärmbelästigung, insbesondere, wenn die LKW leer durch Ort scheppern. Landrat Hengstermann will mit der Polizeiinspektion Kyffhäuser klären, dass hier öfter mal mit Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden.
Ob häufige Messungen helfen werden, wird von den Bürgern bezweifelt, weil gerade LKW sich mit ihrem häufig eingebauten Sprechfunk warnen können. Aber nicht nur um die Geschwindigkeit ging es. Bemängelt wurde vom Ortschaftsrat auch die Vorwegweisung.
Zwar steht am Ortsausgang Friedrichslohra die übliche Ankündigung der nächsten Ortschaft siehe Bildergalerie) wenn man aus Richtung Nordhausen kommt, aber einige Kilometer weiter ist dann zappenduster, wie obiges Bild zeigt. Ein braunes Tourismus-Wegweiser-Zeichen an dieser Stelle wäre auch aus anderem Grunde sinnvoll. Es zeigt nicht nur Fahrern die nach Ebeleben unterwegs sind, hier ist gleich ein touristisches Highlight in der Nähe, sondern auch Fahrern die nach Mühlhausen unterwegs sind und ursprünglich nicht primär nach Friedrichsrode wollten, werden rechtzeitig vorgewarnt. Denn wer erst mal in Höhe des Kunsthofes in Friedrichsrode ist, wird kaum noch reagieren und doch mal einen kleinen Halt einlegen.
Besonders heftig war die Kritik der Bürger allerdings hinsichtlich des öffentlichen Nahverkehrs. Außer den Schulbussen und Dienstag einem Bus nach Bleicherode, ist der Ort regelrecht von der Außenwelt abgeschnitten. Ohne Auto kann man nicht mal mehr die nötigsten Einkäufe tätigen. Selbst eine Fahrt zum Zentrum der Einheitsgemeinde (Holzthaleben) gleicht einer Weltreise. Von Landrat Hengstermann ins Gespräch gebracht wurde ein Version des Rufbusses. Er informierte über ein nordhessisches Projekt, bei der ein örtlicher Verein auf Basis eines gestellten Kleinbusses die Fahrten mit den Bürgern organisiert, um gerade größere Einkäufe und Arztbesuche ermöglichen zu können. Sicher eine Sache, die auch für andere Gemeinden und Orte nicht uninteressant ist.
Noch keine Festlegungen gab es zum Thema Spielplatz. Wie Ortsbürgermeisterin Maria Ende informierte, sei der Kinderspielplatz Anfang der 90er Jahre gebaut worden und käme jetzt langsam in die Jahre, und man kann nicht garantieren, dass er bald noch durch den Spielplatz -TÜV kommt. Eine Spielzeugeisenbahn musste bereits abgebaut werden (Archivfoto Galerie).
Nach Besichtigung des Spielplatzes Maria Ende, Jörg Steinmetz, Abteilungsleiter I und Pressereferent , Dr. Heinz-Ulrich Thiele, Peter Hengstermann und Karl-Heinz Langhorst, dem Vorstandsvorsitzenden der Kyffhäusersparkasse.
Problem ist sicher, dass der Spielplatz hauptsächlich periodisch genutzt wird. Durch die demografische Entwicklung im Ort gibt es im Vorschulalter schon keine Kinder mehr und gerade mal fünf Schulkinder sind noch unterwegs. Der Spielplatz wird hauptsächlich von Kindern der Besucher des Ortes, und wenn Schulklassen zum Kunsthof kommen, genutzt.
In der späteren Bürgersprechstunde wiesen Landrat Hengstermann und auch Bürgermeister Jörg Steinmetz auf ein generelles Problem hin. Die Einheitsgemeinde Helbedündorf hat mit seinen 6 Ortschaften schon eine Ausdehnung von 266 Quadratkilometern und könnte bald von der Landespolitik dazu verdonnert werden (wenn es nach ins Auge gefassten Plänen zur Gebietsreform geht) mit weiteren Orten sich zusammenschließen zu müssen, um irgendwelche Festlegungen von Einwohnerzahlen (im Gespräch 3.000 oder 5.000 Einwohner) zu erfüllen. Hier so Hengstermann, muss man mit der Landespolitik noch einmal sprechen. Dabei, so Hengstermann, geht es nicht nur um das Auseinanderleben der Bürger, sondern auch um weite Wege der Bürger zu ihrem Gemeindezentrum und auch Fragen der weiten Wege bei der Müllentsorgung könnten auftreten. Die Forderung von Landrat Hengstermann war klar, das Helbedündorf in seiner jetzigen Größe sollte Bestand haben. Sicher ein Signal, denn andere Gemeinden im langgezogenen Kyffhäuserkreis stehen vor ähnlichen Problemen.



