Fr, 10:05 Uhr
03.10.2008
Politik gefordert!
Schlecht genutzt wurde von den Bürgern die Möglichkeit der Bürgerfragestunde im Rahmen der Kreistagssitzung letzten Mittwoch. Trotzdem gab es ein brisantes Thema...
Die Bürgerfragestunde zu Anfang der Kreistagssitzung wurde nicht genutzt. Nur eine schriftliche Anfrage einer jungen Mutter lag vor, die auf die unerträgliche Situation hinwies, dass es ab sofort nur noch eine Kinderärztin für ganz Sondershausen geben wird. Hier verwies Landrat Peter Hengstermann darauf, dass die Kinderarztfamilie Rößler vergeblich einen Nachfolger gesucht hatten.
Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer nutzte die Möglichkeit eines Zusammentreffens mit der Sozialministerin Thüringens, Christine Lieberknecht, in Erfurt, um auf diese unmögliche Situation hinzuweisen. Er nahm dafür in Kauf, dass er verspätet zur Kreistagssitzung kam. Wenn Landrat Hengstermann davon sprach, dass die Politik gefragt sei, dann sollte man mal nach Brandenburg schauen
Brandenburg will mehr österreichische Mediziner in den landeseigenen Praxen sehen. Angesichts des Ärztemangels soll der Zuzug von Medizinern aus Österreich erleichtert werden. Dafür unterzeichneten die dortige Gesundheitsministerin und Präsident der Österreichischen Anwaltskammer, Walter Dorner, einen Vertrag, in dem eine engere Zusammenarbeit bei der Ausbildung und Beschäftigung von Ärzten festgeschrieben wurde.
Demnach müssen also vor allem junge Mediziner aus Österreich Interesse daran haben, in Deutschland zu arbeiten. Man muss ihnen nur im Kyffhäuserkreis den Aufenthalt schmackhaft machen. Es werden so viele Fördermittel ausgereicht, warum nicht auch um junge Ärzte in den Kyffhäuserkreis zu locken, auch wenn man Fördermittel nicht so leicht umleiten kann. Aber nachdenken darüber sollte man. Denn der Start beginnt meist auch mit einer schönen Wohnung oder Praxis.
Laut dem vor kurzem unterzeichneten Vertrag sollen ausgebildete Ärzte aus Österreich und Deutschland in beiden Ländern dieselben Bedingungen in Bezug auf Niederlassung und Zugang zum Arbeitsmarkt. Österreich hat bereits mehrere solcher Kooperationsvereinbarungen mit anderen ostdeutschen Bundesländern. Ähnliche Vereinbarungen soll das Land Brandenburg schon mit anderen Staaten Osteuropas getroffen haben.
Hier ergibt sich sicher eine reizvolle Aufgabe für unsere Vertreter im Thüringer Landtag auf die dortigen Politiker einzuwirken, möglichst noch vor den Wahlen, damit nicht unnötige Zeit verstreicht und die Eltern von Kindern in Sondershausen und Umgebung unnötig lange Wege und Wartezeiten wegen eines Kinderarzttermins hinnehmen müssen.
Autor: khhDie Bürgerfragestunde zu Anfang der Kreistagssitzung wurde nicht genutzt. Nur eine schriftliche Anfrage einer jungen Mutter lag vor, die auf die unerträgliche Situation hinwies, dass es ab sofort nur noch eine Kinderärztin für ganz Sondershausen geben wird. Hier verwies Landrat Peter Hengstermann darauf, dass die Kinderarztfamilie Rößler vergeblich einen Nachfolger gesucht hatten.
Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer nutzte die Möglichkeit eines Zusammentreffens mit der Sozialministerin Thüringens, Christine Lieberknecht, in Erfurt, um auf diese unmögliche Situation hinzuweisen. Er nahm dafür in Kauf, dass er verspätet zur Kreistagssitzung kam. Wenn Landrat Hengstermann davon sprach, dass die Politik gefragt sei, dann sollte man mal nach Brandenburg schauen
Brandenburg will mehr österreichische Mediziner in den landeseigenen Praxen sehen. Angesichts des Ärztemangels soll der Zuzug von Medizinern aus Österreich erleichtert werden. Dafür unterzeichneten die dortige Gesundheitsministerin und Präsident der Österreichischen Anwaltskammer, Walter Dorner, einen Vertrag, in dem eine engere Zusammenarbeit bei der Ausbildung und Beschäftigung von Ärzten festgeschrieben wurde.
Demnach müssen also vor allem junge Mediziner aus Österreich Interesse daran haben, in Deutschland zu arbeiten. Man muss ihnen nur im Kyffhäuserkreis den Aufenthalt schmackhaft machen. Es werden so viele Fördermittel ausgereicht, warum nicht auch um junge Ärzte in den Kyffhäuserkreis zu locken, auch wenn man Fördermittel nicht so leicht umleiten kann. Aber nachdenken darüber sollte man. Denn der Start beginnt meist auch mit einer schönen Wohnung oder Praxis.
Laut dem vor kurzem unterzeichneten Vertrag sollen ausgebildete Ärzte aus Österreich und Deutschland in beiden Ländern dieselben Bedingungen in Bezug auf Niederlassung und Zugang zum Arbeitsmarkt. Österreich hat bereits mehrere solcher Kooperationsvereinbarungen mit anderen ostdeutschen Bundesländern. Ähnliche Vereinbarungen soll das Land Brandenburg schon mit anderen Staaten Osteuropas getroffen haben.
Hier ergibt sich sicher eine reizvolle Aufgabe für unsere Vertreter im Thüringer Landtag auf die dortigen Politiker einzuwirken, möglichst noch vor den Wahlen, damit nicht unnötige Zeit verstreicht und die Eltern von Kindern in Sondershausen und Umgebung unnötig lange Wege und Wartezeiten wegen eines Kinderarzttermins hinnehmen müssen.