Sa, 17:00 Uhr
04.10.2008
kn-Forum: Erwartungen erfüllt?
Wie schön dürfen Statistiken sein? Mit den Arbeitslosenstatistiken beschäftigt sich eine neue Leserzuschrift...
Erwerbslosenquote im Kyffhäuserkreis weiter gesunken bzw. geschrumpft. Das liest sich gut und hört sich auch phantastisch an, aber was verbürgt sich hinter diesen Statistiken. Viele Menschen in unseren Kreis nehmen an, dass man Arbeitsplätze geschaffen hat, die diese Schrumpfung der Arbeitslosenzahlen rechtfertigen, aber weit verfehlt.
Ein kleiner Teil der Menschen wird einen Arbeitsplatz bekommen haben. Der wie wird es auch anders sein, von der Arbeitsagentur gefördert.
Aber nun kommt das Schöne an diesen Statistiken von der Agentur für Arbeit, es geht um die Menschen die in Hartz IV fallen, es geht um die Menschen die einen Billigjob annehmen müssen oder für 1 Euro ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen müssen, es geht um Menschen die Abwandern müssen, weil ihre Heimat ihnen keine Perspektive mehr bietet. All diese Menschen sind plötzlich aus der Arbeitslosenstatistik verschwunden aber nicht um einen Arbeitsplatz bekommen zu haben, sondern um sich bei der Arge anzumelden oder - wenn sie Glück haben - sich umschulen lassen bzw. eine Weiterbildung antreten.
Schöne Statistiken schaffen keine neuen gut bezahlten Arbeitsplätze, sondern dienen als Beruhigungsmittel.
Beruhigungsmittel sind aber keine gute Medizin für die Zukunft und schon gar nicht ein Jobbringer. Immer mehr Familien in unseren Kreis bringen das Geld für das nötigste zum Leben nicht mehr auf.
Steigende Gebühren, massenhafter Niedriglohn lassen den Konsum nicht steigern. Steigende Gebühren in welcher Form auch immer, steigende Preise auf den gesamten Wirtschaftssektor, lassen immer mehr erkennen, dass es einen Teil der Menschen nicht besser geht sondern spürbar schlechter und da helfen auch keine schönen Statistiken und das Schöngerede einiger Politiker.
Eines sollte man endlich auch in unseren Kreis erkennen, dass sinkende Löhne, HartzIV und Billiglohn keinen Aufschwung bringen. Unternehmen in unseren Kreis können aber nur investieren, wenn sie auch Gewinne machen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Aber dies scheint längst nicht mehr der Fall zu sein. Ansonsten müsste es eigentlich bergauf gehen.
Gäbe es einen Zusammenhang zwischen den Unternehmergewinnen und neuen Arbeitsplätzen, müsste in unseren Kreis seit Jahren eine fröhlich dampfende Konjunkturlokomotive sein.
Dietmar Meyer, Ortsverband Volksinteressenbund Thüringen VIBT, Ebeleben
Autor: khhErwerbslosenquote im Kyffhäuserkreis weiter gesunken bzw. geschrumpft. Das liest sich gut und hört sich auch phantastisch an, aber was verbürgt sich hinter diesen Statistiken. Viele Menschen in unseren Kreis nehmen an, dass man Arbeitsplätze geschaffen hat, die diese Schrumpfung der Arbeitslosenzahlen rechtfertigen, aber weit verfehlt.
Ein kleiner Teil der Menschen wird einen Arbeitsplatz bekommen haben. Der wie wird es auch anders sein, von der Arbeitsagentur gefördert.
Aber nun kommt das Schöne an diesen Statistiken von der Agentur für Arbeit, es geht um die Menschen die in Hartz IV fallen, es geht um die Menschen die einen Billigjob annehmen müssen oder für 1 Euro ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen müssen, es geht um Menschen die Abwandern müssen, weil ihre Heimat ihnen keine Perspektive mehr bietet. All diese Menschen sind plötzlich aus der Arbeitslosenstatistik verschwunden aber nicht um einen Arbeitsplatz bekommen zu haben, sondern um sich bei der Arge anzumelden oder - wenn sie Glück haben - sich umschulen lassen bzw. eine Weiterbildung antreten.
Schöne Statistiken schaffen keine neuen gut bezahlten Arbeitsplätze, sondern dienen als Beruhigungsmittel.
Beruhigungsmittel sind aber keine gute Medizin für die Zukunft und schon gar nicht ein Jobbringer. Immer mehr Familien in unseren Kreis bringen das Geld für das nötigste zum Leben nicht mehr auf.
Steigende Gebühren, massenhafter Niedriglohn lassen den Konsum nicht steigern. Steigende Gebühren in welcher Form auch immer, steigende Preise auf den gesamten Wirtschaftssektor, lassen immer mehr erkennen, dass es einen Teil der Menschen nicht besser geht sondern spürbar schlechter und da helfen auch keine schönen Statistiken und das Schöngerede einiger Politiker.
Eines sollte man endlich auch in unseren Kreis erkennen, dass sinkende Löhne, HartzIV und Billiglohn keinen Aufschwung bringen. Unternehmen in unseren Kreis können aber nur investieren, wenn sie auch Gewinne machen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Aber dies scheint längst nicht mehr der Fall zu sein. Ansonsten müsste es eigentlich bergauf gehen.
Gäbe es einen Zusammenhang zwischen den Unternehmergewinnen und neuen Arbeitsplätzen, müsste in unseren Kreis seit Jahren eine fröhlich dampfende Konjunkturlokomotive sein.
Dietmar Meyer, Ortsverband Volksinteressenbund Thüringen VIBT, Ebeleben
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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