So, 15:33 Uhr
05.10.2008
Begegnungen - Photoausstellung
Unter dem Thema Begegnungen eröffnete heute eine neue Fotoausstellung im Schlossmuseum Sondershausen, des in Ebeleben geborenen Dieter Demme...
Ausstellung Dieter Demme (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Zahlreiche Besucher waren am Sonntag in den Blauen Salon von Schloss Sondershausen zur Eröffnung einer faszinierenden Ausstellung gekommen. Interessante Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus 40 Jahren intensiver Fotografiertätigkeit wurde hier in dieser Sonderausstellung zusammengetragen. Ein Hier hatte das Schlossmuseum, mit Museumsleiterin Christa Hirschler, wieder einen guten Griff getan, unterstützt von der Sparkassenversicherung, denn ohne Sponsoren sind solche Ausstellungen nicht durchführbar.
Wie sagte Christa Hirschler in ihrer Eröffnung, sich auf Dürrenmatt beziehend: Zwischen knipsen und fotografieren liegen Welten. Und das merkt man an Bildern und Motiven. Bis auf einigen Landschaftsaufnahmen (Baryt-Druck) wurden alle Aufnahmen vom Künstler selbst entwickelt und abgezogen. Alles noch mit echter künstlerischer Handarbeit verbunden. Aber auch die neuste Technik benutzt der Künstler. Für seine privaten Schnappschüsse nimmt er auch mal schnell eine der kleinen modernen Kameras.
Im Beisein von Bürgermeister Joachim Kreyer und einiger Stadträte würdigte Laudator Herbert Schönemann, Kunstfreunden als ehemaliger Leiter des Angermuseums Erfurt nicht unbekannt, das Wirken und die Arbeiten von Dieter Demme. So sagte er, das Thüringer Leben muss immer wieder neu entdeckt werden und Dieter Demme macht es mit seinen Bildern. Sein Arbeiten drücken aus, dass er Achtung und Respekt vor dem hat, der vor der Kamera steht, so Schönemann in seinen Worten, und personifiziert auch das scheinbar Unwichtige, wie ein Industriegebäude.
Neben Aufnahmen aus aller Welt, sind auch viele Aufnahmen aus unserer Region vertreten. So hängt Pfarrer Otto Thonhofer aus Ebeleben dicht neben dem bekannten Schauspieler Steve Mc Queen. Wie sagt Demme selbst: Reportage ist für mich das Leben zu fotografieren wie es ist, ohne einzugreifen, ohne Dinge zu verändern oder zu ordnen. Ob Personen oder Landschaften, es ist immer ein Dokument. Auf die Frage, welche seiner gezeigten Aufnahmen für ihn persönlich das bewegenste ist, kam die Antwort: Silvester 1988. In der Aufnahme (Bildergalerie) befindet sich neben den Porträts von Erich Honecker und Willi Stoph eine Uhr, die fünf vor Zwölf zeigt. Den Symbolcharakter der Aufnahme, so Demme, habe er erst später bemerkt.
Dieter Demme wurde 1938 in Ebeleben/ Thüringen geboren und machte 1954 ein Lehre als Fotograf (bei Köhler) in Sonderhausen. War dann ab 1960 Bildreporter beim Verlag Sport und Technik in Berlin. 1964 wurde er Mitglied im Verband Deutscher Journalisten in Berlin und arbeitete ab 1967 als Bildreporter bei ADN-Zentralbild.
Er begann 1972 das Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und arbeitet seit 1977 freischaffend als Fotograf in Erfurt. Seit 1980 ist er Mitglied des Verbandes Bildender Künstler (ab 1990 VBK Thüringen) und ab 1996 berufenes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie.
Musikalisch begleitet wurde die Ausstellungseröffnung von Stefan Uhl mit dem Saxophon. Die sehr sehenswerte Ausstellung ist noch bis 30. November 2008 im Schlossmuseum zu sehen. Öffnungszeiten: Di bis So. 10:00 bis 17:00 Uhr.
Tipp
Am 15.10.2008, 18:00 Uhr, "Treff für Neugierige 2008" - Galeriegespräch mit dem Fotografen Dieter Demme anlässlich seiner Ausstellung in der Galerie im Schloss. Ort: Rosa Salon
Autor: khh
Ausstellung Dieter Demme (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Zahlreiche Besucher waren am Sonntag in den Blauen Salon von Schloss Sondershausen zur Eröffnung einer faszinierenden Ausstellung gekommen. Interessante Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus 40 Jahren intensiver Fotografiertätigkeit wurde hier in dieser Sonderausstellung zusammengetragen. Ein Hier hatte das Schlossmuseum, mit Museumsleiterin Christa Hirschler, wieder einen guten Griff getan, unterstützt von der Sparkassenversicherung, denn ohne Sponsoren sind solche Ausstellungen nicht durchführbar.Wie sagte Christa Hirschler in ihrer Eröffnung, sich auf Dürrenmatt beziehend: Zwischen knipsen und fotografieren liegen Welten. Und das merkt man an Bildern und Motiven. Bis auf einigen Landschaftsaufnahmen (Baryt-Druck) wurden alle Aufnahmen vom Künstler selbst entwickelt und abgezogen. Alles noch mit echter künstlerischer Handarbeit verbunden. Aber auch die neuste Technik benutzt der Künstler. Für seine privaten Schnappschüsse nimmt er auch mal schnell eine der kleinen modernen Kameras.
Im Beisein von Bürgermeister Joachim Kreyer und einiger Stadträte würdigte Laudator Herbert Schönemann, Kunstfreunden als ehemaliger Leiter des Angermuseums Erfurt nicht unbekannt, das Wirken und die Arbeiten von Dieter Demme. So sagte er, das Thüringer Leben muss immer wieder neu entdeckt werden und Dieter Demme macht es mit seinen Bildern. Sein Arbeiten drücken aus, dass er Achtung und Respekt vor dem hat, der vor der Kamera steht, so Schönemann in seinen Worten, und personifiziert auch das scheinbar Unwichtige, wie ein Industriegebäude.
Neben Aufnahmen aus aller Welt, sind auch viele Aufnahmen aus unserer Region vertreten. So hängt Pfarrer Otto Thonhofer aus Ebeleben dicht neben dem bekannten Schauspieler Steve Mc Queen. Wie sagt Demme selbst: Reportage ist für mich das Leben zu fotografieren wie es ist, ohne einzugreifen, ohne Dinge zu verändern oder zu ordnen. Ob Personen oder Landschaften, es ist immer ein Dokument. Auf die Frage, welche seiner gezeigten Aufnahmen für ihn persönlich das bewegenste ist, kam die Antwort: Silvester 1988. In der Aufnahme (Bildergalerie) befindet sich neben den Porträts von Erich Honecker und Willi Stoph eine Uhr, die fünf vor Zwölf zeigt. Den Symbolcharakter der Aufnahme, so Demme, habe er erst später bemerkt.
Dieter Demme wurde 1938 in Ebeleben/ Thüringen geboren und machte 1954 ein Lehre als Fotograf (bei Köhler) in Sonderhausen. War dann ab 1960 Bildreporter beim Verlag Sport und Technik in Berlin. 1964 wurde er Mitglied im Verband Deutscher Journalisten in Berlin und arbeitete ab 1967 als Bildreporter bei ADN-Zentralbild.
Er begann 1972 das Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und arbeitet seit 1977 freischaffend als Fotograf in Erfurt. Seit 1980 ist er Mitglied des Verbandes Bildender Künstler (ab 1990 VBK Thüringen) und ab 1996 berufenes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie.
Musikalisch begleitet wurde die Ausstellungseröffnung von Stefan Uhl mit dem Saxophon. Die sehr sehenswerte Ausstellung ist noch bis 30. November 2008 im Schlossmuseum zu sehen. Öffnungszeiten: Di bis So. 10:00 bis 17:00 Uhr.
Tipp
Am 15.10.2008, 18:00 Uhr, "Treff für Neugierige 2008" - Galeriegespräch mit dem Fotografen Dieter Demme anlässlich seiner Ausstellung in der Galerie im Schloss. Ort: Rosa Salon









