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Mo, 12:51 Uhr
06.10.2008

Trifft es Händler?

Die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge auf den einheitlichen Satz von 15,5 % kann im Kyffhäuserkreis und im Landkreis Nordhausen ein ganz schön großes Loch in die Geldbörse reißen...


Leidtragende könnten, zumindest in der ersten Zeit, die Händler sein. Als ehemalige Bergbauregion sind naturgemäß viele gesetzlich Versicherte in der Knappschaft krankenversichert, die mit 12,7 % Beitragssatz bisher vergleichsweise sehr niedrig lag. Einschließlich des pflichtgemäßen Zuschlags von 0,9 %, ist der Abstand mit 13,6 % zum demnächst neuen Satz von 15,5 % doch ein gewaltiger Sprung. Das macht bei einem Brutto von 1.000 Euro schon mal einen Betrag von 19 Euro pro Monat aus, der nicht im Handel ausgegeben werden kann.

Der Defizitbetrag kann sich noch auf 28 Euro erhöhen, denn noch ist aus den Meldungen nicht ersichtlich, ob in den 15,5 % einheitlicher Beitragssatz bereits der Pflichtzuschlag von 0,9 % enthalten, der bisher zu jedem Kassenbeitrag zugeschlagen werden musste.

Die versprochene Reduzierung der Arbeitslosenversicherung von 0,5 % wird bei 1.000 Euro Brutto aber nur eine Entlastung von 5 Euro schaffen.

Nicht ganz so krass, aber ähnlich geht es ja vielen Beitragszahlern in Thüringen, da viele Krankenkassen in Thüringen bisher ebenfalls deutlich unter dem 15,5 % -Beitragssatz liegen. Ab 1. Januar 2009 werden alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen den gleichen Beitragssatz zahlen müssen. Unterschiede soll es angeblich geben! Kassen, die mit den Mitteln aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen, müssen einen Zusatzbeitrag erheben. Kassen, die Überschüsse erwirtschaften, können eine Prämie auszahlen. Die Betonung liegt auf können.

Fakt dürfte aber sein, dass die Überschussprämien dann mit Sicherheit erst ein Jahr später an die Versicherten weitergegeben werden können, wenn nicht noch deutlich länger. Solange haben dann eben die Versicherten weniger Geld in der Tasche zum Ausgeben, was in jedem Fall die Händler der Region treffen wird. In einer Region die nicht gerade von Spitzenverdienern gesegnet ist, sicher ein weiterer negativer Faktor bei der demografischen Entwicklung.
Autor: khh

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