Mo, 16:43 Uhr
06.10.2008
Herumdoktern ohne Aussicht auf Besserung
Kritik am geplanten Gesundheitsfonds der Bundesregierung kommt jetzt auch aus der Thüringer Wirtschaft. Der Fonds bringe nur zusätzliche Belastungen für die Unternehmen, so die Industrie- und Handelskammer...
Weniger Wettbewerb, mehr Bürokratie und steigende Beitragssätze erwartet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt vom Gesundheitsfonds, der in drei Monaten an den Start gehen soll. Viele Betriebskrankenkassen, die bisher günstige Sätze anbieten können, werden zu Verlierern des Gesundheitsfonds, prophezeit IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.
Der geplante Einheitsbeitrag für die gesetzlich Versicherten zwinge auch die Kassen mit vergleichsweise günstigen Sätzen, ihre Beiträge drastisch zu erhöhen. Den Überschuss, den sie dann erzielen, dürften sie zwar teilweise wieder ausschütten, allerdings nur an die Arbeitnehmer.
Für die Unternehmer würde es deshalb 2009 in jedem Fall zu einer milliardenschweren Zusatzbelastung kommen. Der künftige Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent bedeutet gegenüber dem heutigen durchschnittlichen Beitragssatz von 14,9 Prozent eine zusätzliche Belastung der Arbeitgeber mit 2,4 Milliarden Euro pro Jahr und kostet mehrere 10.000 Arbeitsplätze, warnt Grusser.
Insgesamt nütze der Gesundheitsfonds niemandem. Die zentrale Neuerung der Gesundheitsreform bringe für Unternehmen wie Versicherte keinerlei Vorteile, sondern koste nur Geld.
Autor: nnz/knWeniger Wettbewerb, mehr Bürokratie und steigende Beitragssätze erwartet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt vom Gesundheitsfonds, der in drei Monaten an den Start gehen soll. Viele Betriebskrankenkassen, die bisher günstige Sätze anbieten können, werden zu Verlierern des Gesundheitsfonds, prophezeit IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.
Der geplante Einheitsbeitrag für die gesetzlich Versicherten zwinge auch die Kassen mit vergleichsweise günstigen Sätzen, ihre Beiträge drastisch zu erhöhen. Den Überschuss, den sie dann erzielen, dürften sie zwar teilweise wieder ausschütten, allerdings nur an die Arbeitnehmer.
Für die Unternehmer würde es deshalb 2009 in jedem Fall zu einer milliardenschweren Zusatzbelastung kommen. Der künftige Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent bedeutet gegenüber dem heutigen durchschnittlichen Beitragssatz von 14,9 Prozent eine zusätzliche Belastung der Arbeitgeber mit 2,4 Milliarden Euro pro Jahr und kostet mehrere 10.000 Arbeitsplätze, warnt Grusser.
Insgesamt nütze der Gesundheitsfonds niemandem. Die zentrale Neuerung der Gesundheitsreform bringe für Unternehmen wie Versicherte keinerlei Vorteile, sondern koste nur Geld.