Mi, 16:06 Uhr
08.10.2008
Der Macher von Romeo und Julia
Wer könnte ein Ballett besser choreographieren als jemand, der nicht nur bestens den Inhalt kennt, sondern auch noch jede Bewegung, jeden Schritt? In dieser Lage ist derzeit Steffen Fuchs. Wir stellen den Mann vor...
Im Osten Deutschlands geboren und aufgewachsen, hat der heute 34jährige eine klassische Ausbildung zum Tänzer absolviert. Etwas anderes gab es für ihn nicht. Er kann sich noch gut daran erinnern, dass er als kleines Kind durchs Wohnzimmer sprang und versuchte, die Bewegungen des Fernsehballetts nachzuahmen.
Im Lauf der Jahre festigte sich sein Wunsch, selbst Tänzer zu werden, immer mehr. Allerdings wollte er von klassischem Ballett in jungen Jahren nichts wissen. Es war zunächst der moderne Tanz, der ihn inspirierte. Schließlich verschlug es den Hallenser nach Berlin. Dort fand er schnell zum klassischen Tanz und absolvierte darin eine acht Jahre dauernde Ausbildung. Die war vor der Wende oft geprägt durch den klaren, präzisen und zugleich kraftvollen Stil des russischen Balletts. Von Berlin führte der Weg den Tänzer nach Leipzig an die Oper. Zehn Jahre tanzte er dort in der Kompanie als Solist.
Doch Steffen Fuchs wollte nicht nur auf der Bühne stehen, er hatte viele eigene Ideen und wollte sie auch umsetzen. Das begann in Leipzig mit der Reihe Junge Choreographen, wobei er damals nicht ahnte, dass er eines Tages mit großen eigenen Choreographien aufwarten würde. An die Anfangszeit dieser Karriere zurückdenkend muss er schmunzeln. So würde er heute nicht mehr choreographieren, sagt er selbstkritisch. Nach Leipzig folgte eine Zeit als Ballettlehrer, Trainingsmeister und freischaffender Choreograph. Letzteres brachte ihm auch den ersten Kontakt mit der Ballettdirektorin der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH, Jutta Wörne. Sie hatte später auch gefragt, ob er denn die Choreografie für das Ballett Romeo und Julia in Nordhausen übernehmen wolle.
Romeo und Julia von Sergej Prokofjew hatte er bereits als Tänzer kennen gelernt – an der Oper Graz tanzte er darin den Tod. Mit ihm auf der Bühne stand Pál Szepesi, der jetzt in Nordhausen den Romeo tanzt.
Die Ballettfreunde können sich auf eine klassische Choreographie freuen, die die berühmte Liebesgeschichte Romeo und Julia mit ergreifenden Bildern, zauberhaften Kostümen von Anja Schulz und einem anspruchsvollen Bühnenbild des neuen Ausstattungsleiters der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH, Wolfgang Kurima Rauschning, auf die Bühne bringt. Die Ballettmusik Prokofjews spielt das Loh-Orchester Sondershausen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Markus L. Frank.
Bereits am 14. Oktober können sich die Zuschauer auf Romeo und Julia einstimmen lassen: Bei der Einführung, die um 19.00 Uhr im Theater Nordhausen beginnt, wird Ballettdirektorin Jutta Wörne u. a. auch Steffen Fuchs vorstellen. Der Eintritt ist frei.
Die Premiere des Orchesterballetts findet am 24. Oktober um 19.30 Uhr statt. Die nächsten Vorstellungen folgen am 26. Oktober und am 15. November jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz/knIm Osten Deutschlands geboren und aufgewachsen, hat der heute 34jährige eine klassische Ausbildung zum Tänzer absolviert. Etwas anderes gab es für ihn nicht. Er kann sich noch gut daran erinnern, dass er als kleines Kind durchs Wohnzimmer sprang und versuchte, die Bewegungen des Fernsehballetts nachzuahmen.
Im Lauf der Jahre festigte sich sein Wunsch, selbst Tänzer zu werden, immer mehr. Allerdings wollte er von klassischem Ballett in jungen Jahren nichts wissen. Es war zunächst der moderne Tanz, der ihn inspirierte. Schließlich verschlug es den Hallenser nach Berlin. Dort fand er schnell zum klassischen Tanz und absolvierte darin eine acht Jahre dauernde Ausbildung. Die war vor der Wende oft geprägt durch den klaren, präzisen und zugleich kraftvollen Stil des russischen Balletts. Von Berlin führte der Weg den Tänzer nach Leipzig an die Oper. Zehn Jahre tanzte er dort in der Kompanie als Solist.
Doch Steffen Fuchs wollte nicht nur auf der Bühne stehen, er hatte viele eigene Ideen und wollte sie auch umsetzen. Das begann in Leipzig mit der Reihe Junge Choreographen, wobei er damals nicht ahnte, dass er eines Tages mit großen eigenen Choreographien aufwarten würde. An die Anfangszeit dieser Karriere zurückdenkend muss er schmunzeln. So würde er heute nicht mehr choreographieren, sagt er selbstkritisch. Nach Leipzig folgte eine Zeit als Ballettlehrer, Trainingsmeister und freischaffender Choreograph. Letzteres brachte ihm auch den ersten Kontakt mit der Ballettdirektorin der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH, Jutta Wörne. Sie hatte später auch gefragt, ob er denn die Choreografie für das Ballett Romeo und Julia in Nordhausen übernehmen wolle.
Romeo und Julia von Sergej Prokofjew hatte er bereits als Tänzer kennen gelernt – an der Oper Graz tanzte er darin den Tod. Mit ihm auf der Bühne stand Pál Szepesi, der jetzt in Nordhausen den Romeo tanzt.
Die Ballettfreunde können sich auf eine klassische Choreographie freuen, die die berühmte Liebesgeschichte Romeo und Julia mit ergreifenden Bildern, zauberhaften Kostümen von Anja Schulz und einem anspruchsvollen Bühnenbild des neuen Ausstattungsleiters der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH, Wolfgang Kurima Rauschning, auf die Bühne bringt. Die Ballettmusik Prokofjews spielt das Loh-Orchester Sondershausen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Markus L. Frank.
Bereits am 14. Oktober können sich die Zuschauer auf Romeo und Julia einstimmen lassen: Bei der Einführung, die um 19.00 Uhr im Theater Nordhausen beginnt, wird Ballettdirektorin Jutta Wörne u. a. auch Steffen Fuchs vorstellen. Der Eintritt ist frei.
Die Premiere des Orchesterballetts findet am 24. Oktober um 19.30 Uhr statt. Die nächsten Vorstellungen folgen am 26. Oktober und am 15. November jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
