eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 12:01 Uhr
10.10.2008

nnz/kn-Service: Rheuma frühzeitig behandeln

Gelenkschmerzen sind eine Volkskrankheit. Jeder zweite Erwachsene hat wiederkehrende Beschwerden am Bewegungsapparat. Anlässlich des "Weltrheumatages" am 12. Oktober klären Thüringens Apothekerinnen und Apotheker über die Formen und Behandlungsmöglichkeiten von Gelenkerkrankung auf...


Unter dem Begriff Rheuma fassen Mediziner eine ganze Reihe entzündlicher Erkrankungen zusammen. Die häufigste ist die so genannte rheumatoide Arthritis, bei der sich die Gelenke entzünden und schmerzhaft anschwellen. Schätzungen zufolge sind bis zu eine Million Deutsche betroffen. "Entgegen der weit verbreiteten Ansicht, Rheuma sei eine Alte-Leute-Krankheit, können die Symptome auch bei jüngeren Erwachsenen und Kindern auftreten", sagt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Nordhäuser Region.

Rheuma gehört zu den so genannten Autoimmunerkrankungen. "Bei rheumatoider Arthritis schlägt das körpereigene Immunsystem falschen Alarm und greift die Innenhaut der Gelenke an, die sich daraufhin entzündet", erklärt Garke. Langfristig werde dadurch das gesamte Gelenk stark geschädigt. Bei einem Viertel der Patienten führen die Spätfolgen der rheumatoiden Arthritis sogar zu einer vorübergehenden oder dauerhaften Berufsunfähigkeit.

"Um die fortschreitende Gelenkzerstörung zu verhindern, muss Rheuma so früh wie möglich behandelt werden", sagt Garke. Der Apotheker rät deshalb, bereits bei ersten Anzeichen, wie einer morgendlichen Gelenksteife, den Arzt aufzusuchen. In der Therapie setzen Mediziner Arzneimittel ein, die die Entzündungsreaktion unterdrücken und das fehlgesteuerte Immunsystem unter Kontrolle halten. Zusätzlich können physio- und ergotherapeutischen Maßnahmen die Beschwerden lindern.

Neben den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, die nur der Arzt verordnen kann, gibt es in der Apotheke eine Reihe von Präparaten, die gegen leichtere Gelenkbeschwerden gut wirksam sind. Doch Vorsicht: "Wer langfristig die Schmerzen nur mit Tabletten oder Salben bekämpft, riskiert, dass die Gelenkzerstörung durch das Immunsystem ungehindert fortschreitet", sagt Garke. Die Produkte könnten die Behandlung durch den Arzt nicht ersetzen. "Wer die Präparate zusätzlich zu seiner ärztlichen Verordnung einnehmen möchte, sollte dies immer mit seinem Rheumatologen absprechen", rät Garke.

Nicht nur klassische Schmerztabletten können gegen Entzündungen helfen. "Auch pflanzliche Präparate sind in der Behandlung von Rheuma als Zusatzmedikation etabliert", sagt Garke. In der Apotheke sind Produkte mit Extrakten aus Brennessel, Weidenrinde oder afrikanischer Teufelskralle erhältlich. Auch Enzyme können laut Garke regulierend in den Ablauf entzündlicher Reaktionen eingreifen und dadurch die Beschwerden lindern.
Autor: nnz/kn

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)