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Fr, 09:40 Uhr
17.10.2008

Rechtzeitig an Grippeschutz denken

Der Herbst ist in Thüringen angekommen, und damit rückt auch die jährliche Grippewelle näher. Vor allem für ältere Menschen und Patienten mit chronischen Leiden kann die Viruserkrankung eine ernst zu nehmende Gesundheitsgefahr darstellen. Wer den Winter ohne Grippe überstehen möchte, sollte rechtzeitig an eine Schutzimpfung denken...


Grippeviren sind im Gegensatz zu anderen Krankheitserregern sehr wandlungsfähig: "Die WHO gibt in jedem Jahr neue Empfehlungen für die Hersteller heraus, wie der Impfstoff für die aktuelle Saison zusammengesetzt sein muss", erklärt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Nordhäuser Region. 2008 haben sich zum ersten Mal seit Jahren alle drei im Impfstoff enthaltenen Stämme geändert. "Die Grippeimpfung schützt immer nur gegen die Erreger, die aktuell im Umlauf sind, und muss deshalb jedes Jahr erneuert werden", so Garke.

Die ersten Grippefälle treten in der Regel im Dezember auf. "Der beste Zeitpunkt, sich gegen Influenza impfen zu lassen, ist im Oktober und November - je früher desto besser", erklärt Apothekerin Julie Garke. Denn nach der Spritze dauere es etwa zwei bis drei Wochen, bis das Immunsystem einen wirksamen Schutz gegen die Viren aufgebaut habe.

"Wer sich impfen lassen will, muss jedoch gesund sein", sagt Garke. Ist die Abwehr bereits durch eine Erkältung geschwächt, kann der Arzt die Impfung nicht durchführen. "Im Winter ist die Wahrscheinlichkeit für einen Infekt in der Regel höher. Auch deshalb sollte die Impfung im Idealfall bereits im Herbst erfolgen", so Garke.

Im Gegensatz zu einer normalen Erkältung, die häufig als grippaler Infekt bezeichnet wird, ist die echte Influenza eine ernsthafte und gefährliche Erkrankung. "Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann sie unbehandelt sogar tödlich enden", sagt Garke. In Deutschland sterben jährlich zwischen 8.000 und 10.000 Menschen an den Folgen einer Grippeerkrankung.

Für bestimmte Risikogruppen ist eine Grippeerkrankung besonders gefährlich: "Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit der Abwehrkräfte ab", erläutert Apothekerin Garke. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt die Impfung deshalb generell für Personen über 60 Jahre. Die Experten raten auch Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, Diabetes oder einer Immunschwäche, die Vorsorge in Anspruch zu nehmen.

Zudem haben Krankenschwestern und Ärzte sowie bestimmte Berufsgruppen mit viel Publikumsverkehr wie Lehrer, Busfahrer oder Verkäufer ein erhöhtes Ansteckungsrisiko und sollten sich deshalb ebenfalls schützen. Wer sich impfen lassen will, sollte sich vorher bei seiner Krankenkasse erkundigen, ob sie die Kosten übernimmt.
Autor: nnz

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