Sa, 17:41 Uhr
18.10.2008
Armut stand im Mittelpunkt
Ein straffes Programm gab es für die Delegierten und Gäste des 3. Kreisverbandstages des Sozialverbandes VdK Nordthüringen heute im barrierefreien Bad Frankenhäuser Rathaus...
Die Konferenz zur Rechenschaftslegung des Kreisvorstandes und seine Neuwahl war ganz ins Zeichen der VdK-Aktion gegen Armut gestellt. Nach einer kurzen Eröffnung durch den Kreisvorsitzenden Bernd Reiber legte Dr. Claus-Dieter Junker, Vize-Vorsitzender des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen den Standpunkt des Verbandes speziell zu diesem Thema dar. Er hob hervor, dass Armut ein komplexes Thema sei, wo es zu jedem Argument ein Gegenargument gäbe.
Doch Fakt sei, dass es in der reichen Bundesrepublik, ja vor unserer Haustür Armut gibt, auch wenn viele Politiker das Problem gern verniedlichen und beiseite schieben, es sei denn, es lasse sich als Wahlkampfthema verkaufen. Es gibt nicht zuletzt auf Grund von Hartz IV ständig wachsende Kinderarmut und eine ständig wachsende Altersarmut, bereits jetzt eine große Zahl von Rentnern, die auf Grundsicherung angewiesen sind. Die Thüringer Landesregierung verweigert einen Armut und Reichtumsbericht und mache so Sozialpolitik im Blindflug.
Der Sondershäuser Bürgermeister Joachim Kreyer unterstrich die Verantwortung jedes Einzelnen mit Kampf gegen Armut. Der 2. Beigeordnete der Stadt Bad Frankenhausen, Henry Hunger, hob hervor, dass das Sozialamt zu den Bürgersprechstunden am stärksten gefragt sei. Fritz Apel vom Regionalverband für Hörgeschädigte, konnte von vielen Problemen berichten, die sich vor allem für Menschen mit Behinderungen ergeben, was Gabriele Friedrich vom Blinden- und Sehbehindertenverband eindrucksvoll unterstrich. Behinderung und Armut sind eng miteinander verknüpft. Vize-Landrat des Kyffhäuserkreises Georg Schäfer zeigte am Beispiel von Bad Frankenhausen, wo ab 2009 alle Kitakinder ein kostenloses Mittagbrot erhalten sollen, wie man Armut wirksam entgegen treten kann und forderte für solche Aktivitäten mehr Unterstützung vom Land ein. Ina Römer und Goldi Morcinek zeigten auf, dass man mit Engagement für Barrierefreiheit auch etwas gegen Armut tun kann.
Diese Diskussion wurde dann im 2. Teil der Konferenz noch einmal konkret, als Wolf-Jürgen Träger vom Ortsverband eine Resolution begründete, die eine schnellere Angleichung der Renten von West und Ost forderte. Darin heißt es 18 Jahre nach der Deutschen Einheit brauchen die Rentnerinnen und Rentner in Ostdeutschland eine klare Perspektive für eine Rentenangleichung mit einem exakten Zeitplan. Wir fordern eine stufenweise Anhebung des aktuellen Rentenwertes Ost auf Westniveau bis spätestens 2013. Diese einmütig beschlossene Resolution soll von Bad Frankenhausen aus den Weg durch alle neuen Bundesländer antreten.
So wurde die Konferenz zu einer klaren Willenserklärung. Die Delegierten bestätigten weiterhin einen Grundsatzbeschluss, der die wichtigsten inhaltlichen Ziele der nächsten vier Jahre absteckt. und auf den Erfolgen aufbaut, die der Kreisvorsitzende Bernd Reiber im Rechenschaftsbericht darlegte. Weiterer Höhepunkt war dann die Auszeichnung von Erwin Schmidtke, langjähriger Vorsitzender und heute Ehrenvorsitzender des Ortsverbandes Roßleben und vom nunmehr aus dem Kreisvorstand ausscheitenden langjährigen Vorstandsmitglied aus Artern Klaus Henze mit der Ehrenplakette des Landesverbandes Hessen-Thüringen in Gold. Mit der Ehreplakette des Landesverbandes wurden weiterhin ausgezeichnet: in Silber Dietmar Buchardt, aus dem Ortsverband Bleicherode und in Bronze Goldi Morcinek aus Bad Frankenhausen, beide Stellvertreter des Kreisvorsitzenden.
Bernd Reiber, alter und neuer Kreisvorsitzender des VdK-Kreisverbandes Nordthüringen
Ohne Probleme verlief dann die Wahl des neuen Kreisvorstandes. Ihm gehören nunmehr 15 Mitglieder an. Vorsitzender wurde wieder Bernd Reiber aus Artern, seine Stellvertreter Ingrid Müller aus Ilfeld, Dietmar Buchardt aus Bleicherode und Goldi Morcinek aus Bad Frankenhausen.
Fotos:
Text und Fotos: Klaus Henze
Autor: nnz/knDie Konferenz zur Rechenschaftslegung des Kreisvorstandes und seine Neuwahl war ganz ins Zeichen der VdK-Aktion gegen Armut gestellt. Nach einer kurzen Eröffnung durch den Kreisvorsitzenden Bernd Reiber legte Dr. Claus-Dieter Junker, Vize-Vorsitzender des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen den Standpunkt des Verbandes speziell zu diesem Thema dar. Er hob hervor, dass Armut ein komplexes Thema sei, wo es zu jedem Argument ein Gegenargument gäbe.
Doch Fakt sei, dass es in der reichen Bundesrepublik, ja vor unserer Haustür Armut gibt, auch wenn viele Politiker das Problem gern verniedlichen und beiseite schieben, es sei denn, es lasse sich als Wahlkampfthema verkaufen. Es gibt nicht zuletzt auf Grund von Hartz IV ständig wachsende Kinderarmut und eine ständig wachsende Altersarmut, bereits jetzt eine große Zahl von Rentnern, die auf Grundsicherung angewiesen sind. Die Thüringer Landesregierung verweigert einen Armut und Reichtumsbericht und mache so Sozialpolitik im Blindflug.
Der Sondershäuser Bürgermeister Joachim Kreyer unterstrich die Verantwortung jedes Einzelnen mit Kampf gegen Armut. Der 2. Beigeordnete der Stadt Bad Frankenhausen, Henry Hunger, hob hervor, dass das Sozialamt zu den Bürgersprechstunden am stärksten gefragt sei. Fritz Apel vom Regionalverband für Hörgeschädigte, konnte von vielen Problemen berichten, die sich vor allem für Menschen mit Behinderungen ergeben, was Gabriele Friedrich vom Blinden- und Sehbehindertenverband eindrucksvoll unterstrich. Behinderung und Armut sind eng miteinander verknüpft. Vize-Landrat des Kyffhäuserkreises Georg Schäfer zeigte am Beispiel von Bad Frankenhausen, wo ab 2009 alle Kitakinder ein kostenloses Mittagbrot erhalten sollen, wie man Armut wirksam entgegen treten kann und forderte für solche Aktivitäten mehr Unterstützung vom Land ein. Ina Römer und Goldi Morcinek zeigten auf, dass man mit Engagement für Barrierefreiheit auch etwas gegen Armut tun kann.
Diese Diskussion wurde dann im 2. Teil der Konferenz noch einmal konkret, als Wolf-Jürgen Träger vom Ortsverband eine Resolution begründete, die eine schnellere Angleichung der Renten von West und Ost forderte. Darin heißt es 18 Jahre nach der Deutschen Einheit brauchen die Rentnerinnen und Rentner in Ostdeutschland eine klare Perspektive für eine Rentenangleichung mit einem exakten Zeitplan. Wir fordern eine stufenweise Anhebung des aktuellen Rentenwertes Ost auf Westniveau bis spätestens 2013. Diese einmütig beschlossene Resolution soll von Bad Frankenhausen aus den Weg durch alle neuen Bundesländer antreten.
So wurde die Konferenz zu einer klaren Willenserklärung. Die Delegierten bestätigten weiterhin einen Grundsatzbeschluss, der die wichtigsten inhaltlichen Ziele der nächsten vier Jahre absteckt. und auf den Erfolgen aufbaut, die der Kreisvorsitzende Bernd Reiber im Rechenschaftsbericht darlegte. Weiterer Höhepunkt war dann die Auszeichnung von Erwin Schmidtke, langjähriger Vorsitzender und heute Ehrenvorsitzender des Ortsverbandes Roßleben und vom nunmehr aus dem Kreisvorstand ausscheitenden langjährigen Vorstandsmitglied aus Artern Klaus Henze mit der Ehrenplakette des Landesverbandes Hessen-Thüringen in Gold. Mit der Ehreplakette des Landesverbandes wurden weiterhin ausgezeichnet: in Silber Dietmar Buchardt, aus dem Ortsverband Bleicherode und in Bronze Goldi Morcinek aus Bad Frankenhausen, beide Stellvertreter des Kreisvorsitzenden.
Bernd Reiber, alter und neuer Kreisvorsitzender des VdK-Kreisverbandes Nordthüringen
Ohne Probleme verlief dann die Wahl des neuen Kreisvorstandes. Ihm gehören nunmehr 15 Mitglieder an. Vorsitzender wurde wieder Bernd Reiber aus Artern, seine Stellvertreter Ingrid Müller aus Ilfeld, Dietmar Buchardt aus Bleicherode und Goldi Morcinek aus Bad Frankenhausen.
Fotos:
- Delegierte verfolgen aufmerksam die Diskussion
- Erwin Schmidtke (links) erhielt aus den Händen von Dr. Claus Dieter Junker, Stv. Landesvorsitzender und Ingrid Müller, Mitglied des Landesvorstandes die höchste Auszeichnung des Verbandes.
- Die neu gewählten anwesenden Mitglieder für Kreisvorstand, Revision und Schlichtungsausschuss
Text und Fotos: Klaus Henze



