So, 07:05 Uhr
19.10.2008
Renten Ost - West
18 Jahre Einheit in Deutschland - doch noch immer unterschiedliche Renten in Ost und West, Renten erster und zweiter Klasse. Was der Sozialverband VdK dazu meint, haben die 1063 Nordthüringer Mitglieder durch ihre Delegierten zum Kreisverbandstag aufschreiben lassen…
Entschließung
des VdK-Kreisverbandstages Nordthüringen
Für die Angleichung der Renten Ost und die Renten West!
In den letzten Jahren hat bzw. ab Januar 2009 wird es eine Vielzahl von Maßnahmen gegeben, die zur Verschlechterung der Lebenssituation der Rentnerinnen und Rentner geführt haben bzw. werden, so z.B.:
Die Inflation summierte sich von 2004 bis 2008 auf ca. 10 Prozent. Im selben Zeitraum stiegen die Renten um 1,65 Prozent. Die Bruttolöhne und - gehälter um ca.4,1 Prozent.
Diese Differenz zwischen der Lohn- und der Rentenentwicklung wird verursacht durch Rechen-Faktoren in der Rentenformel, die die jährliche Rentenanpassung dämpfen sollen. Es ist aber tatsächlich nicht nur eine Dämpfung, sondern eine Vollbremsung, die die Rentner nicht mehr an der wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben lässt.
Wir fordern deshalb die Rückkehr zur 1957 von Konrad Adenauer eingeführten dynamischen Rentenanpassung, die sich ausschließlich an der Entwicklung der Löhne und Gehälter orientiert. Rentendämpfende Faktoren müssen wieder rückgängig gemacht werden.
Im Einigungsvertrag ist 1990 eine schrittweise Angleichung der Rentenwerte in Ost- und Westdeutschland verankert . Aktuell liegt der Rentenwert Ost bei 88 Prozent des Westniveaus. Bei den derzeitigen Anpassungsmechanismen ist frühestens 2030 mit einer vollständigen Angleichung der Rentenwerte in Ost- und Westdeutschland zu rechnen.
Achtzehn Jahre nach der Deutschen Einheit brauchen die Rentnerinnen und Rentner in Ostdeutschland eine klare Perspektive für eine Rentenangleichung mit einem exakten Zeitplan. Wir fordern eine stufenweise Anhebung des aktuellen Rentenwertes Ost auf Westniveau bis spätestens 2013.
Die Delegierten
des Kreisverbandstages Nordthüringen
Bad Frankenhausen, d. 18. Oktober 2008
Autor: nnz/knEntschließung
des VdK-Kreisverbandstages Nordthüringen
Für die Angleichung der Renten Ost und die Renten West!
In den letzten Jahren hat bzw. ab Januar 2009 wird es eine Vielzahl von Maßnahmen gegeben, die zur Verschlechterung der Lebenssituation der Rentnerinnen und Rentner geführt haben bzw. werden, so z.B.:
- Einführung eines Altersversorgungsanteiles, Nachhaltigkeits- und Nachholfaktoren
- Keine oder nur völlig unzureichende Rentenanpassungen seit 2003
- Vollständige Übernahme des Pflegeversicherungsbeitrages I höhere Beiträge für Kinderlose
- Ständig steigende Krankenversicherungskosten (Beiträge, Zuzahlungen, Sonderbeiträge)
- Anhebung der Altersgrenzen I Abschläge I Verschlechterung bei den Hinterbliebenen-Renten
- Ungerechte Anrechnung von Unfallrenten auf Altersrenten
- Verschärfte Steuergesetzgebung für Rentnerinnen und Rentner
Die Inflation summierte sich von 2004 bis 2008 auf ca. 10 Prozent. Im selben Zeitraum stiegen die Renten um 1,65 Prozent. Die Bruttolöhne und - gehälter um ca.4,1 Prozent.
Diese Differenz zwischen der Lohn- und der Rentenentwicklung wird verursacht durch Rechen-Faktoren in der Rentenformel, die die jährliche Rentenanpassung dämpfen sollen. Es ist aber tatsächlich nicht nur eine Dämpfung, sondern eine Vollbremsung, die die Rentner nicht mehr an der wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben lässt.
Wir fordern deshalb die Rückkehr zur 1957 von Konrad Adenauer eingeführten dynamischen Rentenanpassung, die sich ausschließlich an der Entwicklung der Löhne und Gehälter orientiert. Rentendämpfende Faktoren müssen wieder rückgängig gemacht werden.
Im Einigungsvertrag ist 1990 eine schrittweise Angleichung der Rentenwerte in Ost- und Westdeutschland verankert . Aktuell liegt der Rentenwert Ost bei 88 Prozent des Westniveaus. Bei den derzeitigen Anpassungsmechanismen ist frühestens 2030 mit einer vollständigen Angleichung der Rentenwerte in Ost- und Westdeutschland zu rechnen.
Achtzehn Jahre nach der Deutschen Einheit brauchen die Rentnerinnen und Rentner in Ostdeutschland eine klare Perspektive für eine Rentenangleichung mit einem exakten Zeitplan. Wir fordern eine stufenweise Anhebung des aktuellen Rentenwertes Ost auf Westniveau bis spätestens 2013.
Die Delegierten
des Kreisverbandstages Nordthüringen
Bad Frankenhausen, d. 18. Oktober 2008
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.