Mi, 19:22 Uhr
12.11.2008
Erprobungsmodell Grundschule unterzeichnet
Der Kyffhäuserkreis als weiterer Schulträger hat das Erprobungsmodell "Weiterentwicklung der Thüringer Grundschule" unterzeichnet. Worum es geht erfahren Sie hier...
Mit dem Kyffhäuserkreis, dem Landkreis Hildburghausen und der Gemeinde Nahetal/Waldau haben gestern drei weitere Schulträger die Vereinbarung zur Weiterentwicklung der Thüringer Grundschule unterzeichnet. Das teilte Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) gestern in Erfurt mit. Minister Müller dazu: "Erweiterung ist Bestätigung für Erfolg des Vorhabens
Am 1. Februar 2008 begannen die Erprobungsmodelle zur Weiterentwicklung der Grundschulen in den Landkreisen Eichsfeld, Greiz, Saalfeld-Rudolstadt und Sömmerda. Am 1. April 2008 kam die Stadt Erfurt hinzu, am 1. Oktober die Stadt Jena. Der Kyffhäuserkreis wird ab dem 1. Februar 2009 teilnehmen. Die Laufzeit wird bis zum 31.Juli 2012 gehen.
Kultusminister Müller sieht in der Erweiterung eine Bestätigung für den Erfolg des Vorhabens: "Der große Zuspruch zeigt deutlich die Akzeptanz des Erprobungsmodells. Die Übertragung des Erzieherpersonals eröffnet den Schulträgern umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten für außerunterrichtliche Angebote. Mit der Umsetzung des Modells kann die Einheit von Bildung, Erziehung und Betreuung in den Sozialräumen in einer neuen Qualität erreicht werden. Die Weiterentwicklung der Thüringer Grundschule auf der Basis von Erprobungsmodellen zielt auf eine verstärkte Kooperation von Land und Kommunen, in der sich die Partner zu einer gemeinsamen Verantwortung und Zuständigkeit für die inhaltliche Weiterentwicklung der offenen Ganztagsgrundschule bekennen. Eine vollständige Kommunalisierung der Grundschulen steht nicht zur Debatte."
Das jetzt im Landesdienst beschäftigte Personal steht während des Erprobungszeitraumes weiterhin im Dienst des Freistaats Thüringen. Die Erzieher werden den Schulträgern für die Erprobungsphase zur Verfügung gestellt. Dabei wird den öffentlichen Schulträgern das Direktionsrecht über das Erzieherpersonal für die Gestaltung offener Ganztagsgrundschulen übertragen. Die Dienst- und Fachaufsicht über das Erzieherpersonal verbleibt beim Land. Die Schulträger werden bei der Umsetzung durch Regionalkoordinatoren unterstützt. Zudem wird der Prozess wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse einer jährlichen Familienbefragung werden dabei empirisch ausgewertet und eine Längsschnittstudie erstellt.
Der Kreistag des Kyffhäuserkreises hatte mit Beschluss vom 25.Juni 2008 den Weg dafür freigemacht. Wie der Schulamtsleiter des Kyffhäuserkreises, Andreas Räuber, am Rande der Berufsinfotage auf Anfrage von kn mitteilte, werden jetzt die Leitlinien erarbeitet, um das Projekt auch im Kyffhäuserkreis wirksam umsetzen zu können. Durch den Beitritt rechnet sich der Landkreis gerade bei der personellen Besetzung in Schulen deutlich bessere Möglichkeiten aus.
Autor: khhMit dem Kyffhäuserkreis, dem Landkreis Hildburghausen und der Gemeinde Nahetal/Waldau haben gestern drei weitere Schulträger die Vereinbarung zur Weiterentwicklung der Thüringer Grundschule unterzeichnet. Das teilte Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) gestern in Erfurt mit. Minister Müller dazu: "Erweiterung ist Bestätigung für Erfolg des Vorhabens
Am 1. Februar 2008 begannen die Erprobungsmodelle zur Weiterentwicklung der Grundschulen in den Landkreisen Eichsfeld, Greiz, Saalfeld-Rudolstadt und Sömmerda. Am 1. April 2008 kam die Stadt Erfurt hinzu, am 1. Oktober die Stadt Jena. Der Kyffhäuserkreis wird ab dem 1. Februar 2009 teilnehmen. Die Laufzeit wird bis zum 31.Juli 2012 gehen.
Kultusminister Müller sieht in der Erweiterung eine Bestätigung für den Erfolg des Vorhabens: "Der große Zuspruch zeigt deutlich die Akzeptanz des Erprobungsmodells. Die Übertragung des Erzieherpersonals eröffnet den Schulträgern umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten für außerunterrichtliche Angebote. Mit der Umsetzung des Modells kann die Einheit von Bildung, Erziehung und Betreuung in den Sozialräumen in einer neuen Qualität erreicht werden. Die Weiterentwicklung der Thüringer Grundschule auf der Basis von Erprobungsmodellen zielt auf eine verstärkte Kooperation von Land und Kommunen, in der sich die Partner zu einer gemeinsamen Verantwortung und Zuständigkeit für die inhaltliche Weiterentwicklung der offenen Ganztagsgrundschule bekennen. Eine vollständige Kommunalisierung der Grundschulen steht nicht zur Debatte."
Das jetzt im Landesdienst beschäftigte Personal steht während des Erprobungszeitraumes weiterhin im Dienst des Freistaats Thüringen. Die Erzieher werden den Schulträgern für die Erprobungsphase zur Verfügung gestellt. Dabei wird den öffentlichen Schulträgern das Direktionsrecht über das Erzieherpersonal für die Gestaltung offener Ganztagsgrundschulen übertragen. Die Dienst- und Fachaufsicht über das Erzieherpersonal verbleibt beim Land. Die Schulträger werden bei der Umsetzung durch Regionalkoordinatoren unterstützt. Zudem wird der Prozess wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse einer jährlichen Familienbefragung werden dabei empirisch ausgewertet und eine Längsschnittstudie erstellt.
Der Kreistag des Kyffhäuserkreises hatte mit Beschluss vom 25.Juni 2008 den Weg dafür freigemacht. Wie der Schulamtsleiter des Kyffhäuserkreises, Andreas Räuber, am Rande der Berufsinfotage auf Anfrage von kn mitteilte, werden jetzt die Leitlinien erarbeitet, um das Projekt auch im Kyffhäuserkreis wirksam umsetzen zu können. Durch den Beitritt rechnet sich der Landkreis gerade bei der personellen Besetzung in Schulen deutlich bessere Möglichkeiten aus.