Fr, 21:06 Uhr
14.11.2008
kn-Forum: Abzocke und Verarmung
Über die vorgesehene Erhöhung der Grabnutzungsgebühren in den nach Sondershausen eingemeindeten Orten der ehemaligen Einheitsgemeinde Schernberg ein Beitrag von Andreas Links, Landesgeschäftsführer des Volksinteressenbundes Thüringen VIBT,...
Eine Gebührenerhöhung nach der anderen bekommt der Bürger in der hiesigen ohnehin schon von Arbeitslosigkeit gebeutelten Region ins Haus. Nun sind es nach der Müllgebührenerhöhung, die Grabnutzungsgebühren für die Friedhöfe der ehemaligen Einheitsgemeinde Schernberg, die zum nächsten Jahr teilweise fast verdoppelt werden.
Nichts ist umsonst. Nicht einmal der Tod. Er kostet nicht nur das Leben, sondern auch Geld. Tausende von Euros müssen die Hinterbliebenen mittlerweile für eine Beerdigung bezahlen und nun diese unverschämte Gebührenerhöhung. Für viele Angehörige der Verstorbenen ist das zu viel.
Vor einigen Jahren gab es noch das Sterbegeld, dass gibt es schon lange nicht mehr. Mit diesem Geld konnte man zumindest einen Teil der Kosten abfangen. Da war alles klar. Heute haben immer mehr Menschen Probleme, ihren verstorbenen Angehörigen eine angemessene Beerdigung zu ermöglichen. Denn zur fehlenden Unterstützung wie das Sterbegeld kommen gestiegene Preise, in Form von Bestattungskosten oder Grabnutzungsgebühren.
Schon jetzt versuchen viele Angehörige zu sparen, wo es geht. Auf vielen Friedhöfen ist der Anteil der Feuerbestattungen mittlerweile höher als der der Erdbestattungen. Ganz billig ist aber auch die Urne als letzte Ruhestätte nicht. Schon weil kein Verstorbener ohne zertifizierbaren Sarg verbrannt werden darf. Die Grabstätte selbst ist allerdings kleiner und damit billiger. Durch die wachsende Zahl von Urnenbegräbnissen nehmen die Freiflächen auf den Friedhöfen zu. Dies verursache hohe Instandhaltungskosten. Die Pflege von solchen großen Freiflächen – darf nicht über Friedhofsgebühren bezahlt werden. Die Kommunen sind angehalten, Kostentransparenz zu schaffen. Das Einzige, was den meisten Kommunen in ihrer Konzeptlosigkeit einfällt, ist immer weiter an der Preisschraube zu drehen, um solche Freiflächen oder auch Überhangflächen zu finanzieren.
Der unverschämte Griff der Kommunen in die Taschen der Bürger muss endlich ein Ende haben. Diese Gebührenerhöhung ist in unserer Region wieder ein Schritt in die Verarmung und zeigt wie soziale Gerechtigkeit aussieht. Auf der Strecke bleiben die Hinterbliebenen, die sich einen angemessenen Ort für ihre Trauer in Zukunft nicht mehr leisten können. Das ist die Konsequenz der unbedachten Politik der Kommunen.
Menschlichkeit und gesellschaftlich orientiertes Handeln und Vernunft gegenüber jedermann sollte wieder Einzug halten, denn als unser Land noch sozialer war, ging es auch den Menschen besser – Nicht nur wenige, sondern der Mehrheit.
Großberndten den, 14.11.2008
Hinweis der Redaktion:
Die Gebührenerhöhung ist noch nicht beschlossen. Der Gebührenerhöhung muss erst noch der Stadtrat von Sondershausen zustimmen. Das kann frühestens auf der Stadtratssitzung am 4. Dezember erfolgen.
Autor: khhEine Gebührenerhöhung nach der anderen bekommt der Bürger in der hiesigen ohnehin schon von Arbeitslosigkeit gebeutelten Region ins Haus. Nun sind es nach der Müllgebührenerhöhung, die Grabnutzungsgebühren für die Friedhöfe der ehemaligen Einheitsgemeinde Schernberg, die zum nächsten Jahr teilweise fast verdoppelt werden.
Nichts ist umsonst. Nicht einmal der Tod. Er kostet nicht nur das Leben, sondern auch Geld. Tausende von Euros müssen die Hinterbliebenen mittlerweile für eine Beerdigung bezahlen und nun diese unverschämte Gebührenerhöhung. Für viele Angehörige der Verstorbenen ist das zu viel.
Vor einigen Jahren gab es noch das Sterbegeld, dass gibt es schon lange nicht mehr. Mit diesem Geld konnte man zumindest einen Teil der Kosten abfangen. Da war alles klar. Heute haben immer mehr Menschen Probleme, ihren verstorbenen Angehörigen eine angemessene Beerdigung zu ermöglichen. Denn zur fehlenden Unterstützung wie das Sterbegeld kommen gestiegene Preise, in Form von Bestattungskosten oder Grabnutzungsgebühren.
Schon jetzt versuchen viele Angehörige zu sparen, wo es geht. Auf vielen Friedhöfen ist der Anteil der Feuerbestattungen mittlerweile höher als der der Erdbestattungen. Ganz billig ist aber auch die Urne als letzte Ruhestätte nicht. Schon weil kein Verstorbener ohne zertifizierbaren Sarg verbrannt werden darf. Die Grabstätte selbst ist allerdings kleiner und damit billiger. Durch die wachsende Zahl von Urnenbegräbnissen nehmen die Freiflächen auf den Friedhöfen zu. Dies verursache hohe Instandhaltungskosten. Die Pflege von solchen großen Freiflächen – darf nicht über Friedhofsgebühren bezahlt werden. Die Kommunen sind angehalten, Kostentransparenz zu schaffen. Das Einzige, was den meisten Kommunen in ihrer Konzeptlosigkeit einfällt, ist immer weiter an der Preisschraube zu drehen, um solche Freiflächen oder auch Überhangflächen zu finanzieren.
Der unverschämte Griff der Kommunen in die Taschen der Bürger muss endlich ein Ende haben. Diese Gebührenerhöhung ist in unserer Region wieder ein Schritt in die Verarmung und zeigt wie soziale Gerechtigkeit aussieht. Auf der Strecke bleiben die Hinterbliebenen, die sich einen angemessenen Ort für ihre Trauer in Zukunft nicht mehr leisten können. Das ist die Konsequenz der unbedachten Politik der Kommunen.
Menschlichkeit und gesellschaftlich orientiertes Handeln und Vernunft gegenüber jedermann sollte wieder Einzug halten, denn als unser Land noch sozialer war, ging es auch den Menschen besser – Nicht nur wenige, sondern der Mehrheit.
Großberndten den, 14.11.2008
Hinweis der Redaktion:
Die Gebührenerhöhung ist noch nicht beschlossen. Der Gebührenerhöhung muss erst noch der Stadtrat von Sondershausen zustimmen. Das kann frühestens auf der Stadtratssitzung am 4. Dezember erfolgen.
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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