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Mi, 09:33 Uhr
19.11.2008

Skepsis im Kyffhäuserkreis

Welche Ergebnisse und Erkenntnisse die IHK-Konjunkturumfrage im Kyffhäuserkreis - Mai bis August 2008- brachte, erfahren Sie hier...


Die allgemeine Skepsis über die künftige Wirtschaftslage hat bei der letzten Konjunkturumfrage der IHK Erfurt auch vor dem Kyffhäuserkreis kein Halt gemacht, wie sollte es auch anders sein.

So berichteten im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres noch 44 % der befragten Betriebe von einer gegenwärtig guten Auftragslage, derzeit nur noch 16 %. Das ist zwar eine gravierende Änderung in den Äußerungen der Unternehmer, jedoch sagen glücklicherweise 76 % der Unternehmer, dass die gegenwärtige Geschäftslage befriedigend ist. Ein ähnlich hoher Prozentsatz der Unternehmer, nämlich 79 %, beurteilt die Erwartungen und Pläne als gleich bleibend, aber zunehmend ist der Prozentsatz mit ungünstigeren Erwartungen von 2 auf 8 %.Bei den Beschäftigtenzahlen sind die Ergebnisse der Befragung, ob steigend, gleich bleibend oder fallend, nahezu identisch mit den Ergebnissen vor einem Jahr.

In anderen Landkreisen des Zuständigkeitsbereiches der IHK Erfurt dagegen wird bereits von einer Zunahme der fallenden Beschäftigtenzahlen berichtet. Sehr unterschiedlich wird in den einzelnen Landkreisen die Entwicklung der Investitionsausgaben von den Unternehmern eingeschätzt. Insgesamt im Kammerbereich wird eine leicht fallende Tendenz gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2007 gesehen. Im Kyffhäuserkreis hingegen ist der Anteil der Unternehmer, die keine Investitionsausgaben planen, überdurchschnittlich von 7 auf 24 % gestiegen, das heißt, jeder vierte befragte Unternehmer friert vorerst diesen Part ein.

Auch überdurchschnittlich rückläufig ist der Anteil der Unternehmen, die von steigenden Investitionsausgaben berichten. In 2007 waren es noch 24 %, jetzt nur noch 2 %.Gespannt darf man sein auf die Ergebnisse der nächsten Konjunkturumfrage in dieser sehr bewegenden Zeit. Auch gilt abzuwarten, wie die gut gemeinten Maßnahmen der Bundesregierung sich in Zukunft auf die Konjunktur auswirken.

Zweifel an der Sinnfälligkeit von einzelnen Maßnahmen werden bereits nicht nur von den fünf Wirtschaftsweisen gehegt. Sicher sind in der Zukunft Korrekturen, Ergänzungen und neue Festlegungen zu erwarten, da kein Kapitän gegenwärtig in der Lage ist, das auf internationalen Gewässern mit Orkanstürmen heimgesuchte Schiff sicher, ohne Einschränkungen und Beschädigungen zielgerichtet auf dem kürzesten Wege in den Heimathafen zu steuern.

Vom eingeschlagenen Kurs wird maßgeblich abhängen, in welchem Ausmaß die globale Konjunkturschwäche auf die Export orientierte deutsche Wirtschaft übergreift und die Konsum orientierten Branchen mit unverändert kritischer Situation durch die Ankurbelung der Binnennachfrage sich erholen können.
Autor: khh

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