Do, 14:11 Uhr
04.12.2008
Zum Leben verdammt
Brief einer kleinen Katze namens Susi. Wie es der Katze, und ähnlichen ihrer Artgenossen, erging, erfahren Sie hier ...
Am Wochenende führte der Kreisverband der Gartenfreunde des Kyffhäuserkreises e.V. seine traditionelle Kernobstschau durch, kn berichtete. Trotz vieler anderer Ereignisse, wie dem Familienfest auf dem Markt Sondershausen kamen ca. 220 Besucher zur Kernobstschau. Im Verband war man sehr zufrieden mit dem starken Zuspruch.
Gestatten Sie, dass ich Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser, mich vorstelle. Mein Name ist Susi, ich bin eine kleine unscheinbare graue Straßenkatze.
Meine Lebensgeschichte, welche ich in diesem Brief erzählen möchte, soll dazu beitragen, die Vorurteile vieler Menschen uns armen Kreaturen abzubauen.
Meine Mutter, fast selbst noch ein Kind, brachte meine zwei Brüder und mich in einem alten Schuppen zur Welt. Von dem Tag meiner Geburt an war mein Leben schon vom Elend gezeichnet. Herzlose Menschen hatten meine Mutter einfach ausgesetzt, als sie merkten, dass sie schwanger war. Sie irrte hungernd umher auf der Suche nach einem Unterschlupf, um meine Geschwister und mich zur Welt zu bringen. Der Hunger war unser ständiger Begleiter. Meine Mutter war mit uns Kleinen total überfordert. Als wir 12 Wochen alt waren, verkroch sie sich, um nach all dem Elend krank und entkräftet zu sterben. Wie oft gingen Menschen an ihr vorbei, ab und zu warf man ihr einen mitleidigen Blick zu. Schnurrend versuchte sie, sich die Gunst der Menschen zu erwerben, sie sich zu erbetteln, aber umsonst. Ein Stein oder ein Fußtritt, mehr hatte man nicht für sie übrig. Warum werden wir Katzen nicht als vollwertige Tiere anerkannt, fragte ich mich immer wieder.
Nach dem Tod meiner Mutter war das Leben für mich nur noch ein einziger Kampf. Meine Brüder fand ich nicht mehr, sie waren hilflos in der Gegend herumgeirrt. Auf mich allein gestellt, wurd4e ich zur Streunerin, immer auf Futtersuche, die Angst im Nacken vor all den Gefahren, die überall lauerten. Furchtbare Angst hatte ich vor den vielen lauten Autos, aber im Laufe der Jahre lernte ich auch damit umzugehen.
Wie schön wäre es gewesen, wenn mich ein Mensch mit zu sich nach Hause genommen hätte. Ich wäre ihm ein Leben lang dankbar und treu ergeben gewesen. Wenn ich manchmal in der Sonne sitze, träume ich davon, wie es wohl ist, satt, zufrieden und ohne Angst zu leben. Stattdessen bin ich dazu verurteilt, streunend durch die Strassen zu ziehen. Finde ich mal einen Menschen, der es gut mit mir meint und mir mal ein paar Brocken zuwirft oder gar verschämt ein Schälchen Milch unter eine Hecke stellt, damit er nicht in Misskredit seiner Mitbewohner fällt, dauert dieser für mich wunderbare Zustand nicht lange an. Ich bin eben nur eine Streunerin und werde nicht geduldet. Das Schlimmste für mich ist, dass ich dazu verurteilt bin, immer wieder Kinder zu bekommen. Wie froh wäre ich und was würde ich dafür geben, wenn mir da ein Mensch helfen würde. Die Zukunft meiner Kinder ist genauso trostlos wie mein eigenes Leben.
Ich bin nun schon sieben Jahre alt und merke, dass ich nicht mehr die Kraft habe, dieses Leben durchzustehen. Zu hart waren all die Jahre, besonders die Winter. Warum waren die Besitzer meiner Mutter so gnadenlos? Hätte man sie bei sich behalten und sterilisiert, wäre ihr so ein unwürdiges Leben erspart geblieben. Ich hoffe nur noch, dass meine Lebensgeschichte von vielen Menschen gelesen wird, damit sich das Elend vieler streunender Katzen ein wenig verbessert.
Sie hat der Leserbrief dieser Katze bewegt? Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen eine Katze ist das richtige Tier für sich, dann schauen Sie vorher beim Gnadenhof in der Schachtstraße von Sondershausen vorbei. Dort finden Sie vielleicht auch eine Susi. Das ist alle mal besser, als bei irgendwelchen dubiosen Händlern ein Tier zu erstehen. Und denken Sie immer daran: Tiere sollte man bewusst zu sich holen, und nicht als fragwürdiges Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenk.
Autor: khhAm Wochenende führte der Kreisverband der Gartenfreunde des Kyffhäuserkreises e.V. seine traditionelle Kernobstschau durch, kn berichtete. Trotz vieler anderer Ereignisse, wie dem Familienfest auf dem Markt Sondershausen kamen ca. 220 Besucher zur Kernobstschau. Im Verband war man sehr zufrieden mit dem starken Zuspruch.
Gestatten Sie, dass ich Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser, mich vorstelle. Mein Name ist Susi, ich bin eine kleine unscheinbare graue Straßenkatze.
Meine Lebensgeschichte, welche ich in diesem Brief erzählen möchte, soll dazu beitragen, die Vorurteile vieler Menschen uns armen Kreaturen abzubauen.
Meine Mutter, fast selbst noch ein Kind, brachte meine zwei Brüder und mich in einem alten Schuppen zur Welt. Von dem Tag meiner Geburt an war mein Leben schon vom Elend gezeichnet. Herzlose Menschen hatten meine Mutter einfach ausgesetzt, als sie merkten, dass sie schwanger war. Sie irrte hungernd umher auf der Suche nach einem Unterschlupf, um meine Geschwister und mich zur Welt zu bringen. Der Hunger war unser ständiger Begleiter. Meine Mutter war mit uns Kleinen total überfordert. Als wir 12 Wochen alt waren, verkroch sie sich, um nach all dem Elend krank und entkräftet zu sterben. Wie oft gingen Menschen an ihr vorbei, ab und zu warf man ihr einen mitleidigen Blick zu. Schnurrend versuchte sie, sich die Gunst der Menschen zu erwerben, sie sich zu erbetteln, aber umsonst. Ein Stein oder ein Fußtritt, mehr hatte man nicht für sie übrig. Warum werden wir Katzen nicht als vollwertige Tiere anerkannt, fragte ich mich immer wieder.
Nach dem Tod meiner Mutter war das Leben für mich nur noch ein einziger Kampf. Meine Brüder fand ich nicht mehr, sie waren hilflos in der Gegend herumgeirrt. Auf mich allein gestellt, wurd4e ich zur Streunerin, immer auf Futtersuche, die Angst im Nacken vor all den Gefahren, die überall lauerten. Furchtbare Angst hatte ich vor den vielen lauten Autos, aber im Laufe der Jahre lernte ich auch damit umzugehen.
Wie schön wäre es gewesen, wenn mich ein Mensch mit zu sich nach Hause genommen hätte. Ich wäre ihm ein Leben lang dankbar und treu ergeben gewesen. Wenn ich manchmal in der Sonne sitze, träume ich davon, wie es wohl ist, satt, zufrieden und ohne Angst zu leben. Stattdessen bin ich dazu verurteilt, streunend durch die Strassen zu ziehen. Finde ich mal einen Menschen, der es gut mit mir meint und mir mal ein paar Brocken zuwirft oder gar verschämt ein Schälchen Milch unter eine Hecke stellt, damit er nicht in Misskredit seiner Mitbewohner fällt, dauert dieser für mich wunderbare Zustand nicht lange an. Ich bin eben nur eine Streunerin und werde nicht geduldet. Das Schlimmste für mich ist, dass ich dazu verurteilt bin, immer wieder Kinder zu bekommen. Wie froh wäre ich und was würde ich dafür geben, wenn mir da ein Mensch helfen würde. Die Zukunft meiner Kinder ist genauso trostlos wie mein eigenes Leben.
Ich bin nun schon sieben Jahre alt und merke, dass ich nicht mehr die Kraft habe, dieses Leben durchzustehen. Zu hart waren all die Jahre, besonders die Winter. Warum waren die Besitzer meiner Mutter so gnadenlos? Hätte man sie bei sich behalten und sterilisiert, wäre ihr so ein unwürdiges Leben erspart geblieben. Ich hoffe nur noch, dass meine Lebensgeschichte von vielen Menschen gelesen wird, damit sich das Elend vieler streunender Katzen ein wenig verbessert.
Sie hat der Leserbrief dieser Katze bewegt? Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen eine Katze ist das richtige Tier für sich, dann schauen Sie vorher beim Gnadenhof in der Schachtstraße von Sondershausen vorbei. Dort finden Sie vielleicht auch eine Susi. Das ist alle mal besser, als bei irgendwelchen dubiosen Händlern ein Tier zu erstehen. Und denken Sie immer daran: Tiere sollte man bewusst zu sich holen, und nicht als fragwürdiges Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenk.
