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So, 06:03 Uhr
07.12.2008

Pflegekinderwesen ausgebaut!

Durch die Medien gehen immer wieder Meldungen von Kindesaussetzungen oder gar Kindestötungen. Wie es im Bereich des Pflegekinderwesens im Kyffhäuserkreis aussieht und welche positiven Erfahrungen gesammelt wurden, berichtete Landrat Peter Hengstermann (CDU) vor dem Kreistag...

Der Bereich des Pflegekinderwesens wurde durch unser Jugendamt im vergangenen Jahr erheblich ausgebaut. Im Vergleich zur Heimerziehung ist der Aufenthalt in einer geeigneten Pflegefamilie nicht nur aus pädagogischer Sicht besser, er ist auch für den Landkreis als Jugendhilfeträger erheblich kostengünstiger.

Für das Jugendamt bedeutet dies aber einen Mehraufwand bei der Suche, Ausbildung, Beratung, Unterstützung, Kontrolle und Begleitung von Pflegefamilien. Im Kyffhäuserkreis gibt es gegenwärtig 55 Pflegefamilien mit 68 Pflegekindern. 27 Kinder sind unter 10 Jahre alt, 26 von 10 bis 14 Jahre und 15 Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahre alt.

Pflegekinder sind vielfach von ihren Vorerfahrungen geprägt und nicht selten seelisch erheblich belastet. Deshalb brauchen gerade diese Kinder sehr viel verständnisvolle Zuwendung. Es gibt 11 Familien mit zwei Pflegekindern, eine Familie mit drei Pflegekindern und 43 mit einem Pflegekind. Zur Zeit sind 31 Mädchen und 37 Jungen in Pflegefamilien. Zwei Pflegestellen sind professionelle Pflegestellen und werden durch freie Träger im Rahmen einer Kleinsteinrichtung geführt.

Es gibt zwei Bereitschaftspflegestellen, eine in Schernberg und eine in Wiehe. Diese Familien stehen uns bei der Inobhutnahme von Kleinstkindern rund um die Uhr zur Verfügung.
Drei Pflegefamilien sind so ausgestattet, dass sie eine junge Mutter mit ihrem Baby aufnehmen können, um in einem geschützten Rahmen für das Kind, der Mutter Hilfe zur Selbsthilfe zu gewähren. drei Kinder sind in Kurzzeitpflege, ein Kind in einer befristeten Dauerpflege bis Schuljahresende, 64 Kinder sind auf Dauer in ihren Pflegefamilien untergebracht.

Zwei Kinder sind zur Adoption durch ihre Pflegefamilien vorgesehen, sobald die rechtlichen Grundlagen geregelt sind. Es gibt weiterhin sieben offene Pflegestellen im gesamten Kreis, die das Prüfungsverfahren durchlaufen haben und als Pflegeeltern bestätigt sind und im Bedarf ein Kinder vermittelt bekommen.
Durch die verstärkte Vermittlung des Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes wurden seit Oktober vergangenen Jahres insgesamt acht Kinder, die längere Zeit in Heimerziehung waren, in Pflegefamilien integriert.

Die Kreise Nordhausen, Unstrut-Hainich-Kreis und Kyffhäuserkreis haben eine gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle, die sich bewährt hat. Es gibt eine gemeinsame, jährlich fortzuschreibende Adoptionsbewerberliste, sie enthält gegenwärtig 29 Bewerberpaare, die auf die Vermittlung eines Kindes warten. Ein Kind befindet sich zur Zeit in Adoptionspflege.
Zwei Familien haben Kontakt zum Jugendamt aufgenommen und benötigen Beratung und ein Stück Begleitung, da sie sich mit dem Gedanken tragen, ihr Kind bzw. ihre Zwillinge nach der Geburt zur Adoption frei zu geben.
Autor: khh

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