Do, 06:00 Uhr
01.01.2009
Nicht wirklich vital?
Mancher Zeitgenosse nimmt sich ja als guten Vorsatz für neue Jahr gesünder zu leben. Sehr viel beworben sind die Joghurts...
Glas Joghurt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ganz hoch im Kurs bei den gesunden Lebensmitteln stehen ja die Joghurts. Wie werden die nicht im Fernsehen und Werbeprospekten angepriesen. Ganz toll soll ja die Vitalität der Joghurtkulturen, dass sie sogar die aggressive Magensäure überwinden können. Ob das so stimmt, soll mal dahingestellt sein. Aber ein privater Test, der seit vielen Jahren läuft, zeigt, dass es mit der Vitalität der Joghurtkulturen in der Realität offensichtlich nicht weit her ist. Warum, werden Sie berechtigt fragen? Hier das Ergebnis.
Seit Jahren mache ich mir meinen Joghurt selbst. Hier kann man selbst bestimmen, wie viel Fettgehalt der wirklich haben soll, da man ja sich die Milch entsprechend der Fettgehalte zusammen mischen kann. Und hier kann man selbst bestimmen, wie viel Zucker man dazu gibt, um fettarmen Joghurt nicht zu einer Kalorienbombe werden zu lassen.
Der Joghurt wird in den oben dargestellten Gläschen angesetzt. Sechs solcher Gläschen passen in den Joghurtbereiter und einen Liter Milch braucht man dafür. Auf einen Liter Milch wird 1 Teelöffel vom letzten vorhandenen Gläschen fertigen Joghurt entnommen und zugerührt. Wenn man es Abends ansetzt, hat man Morgens frischen Joghurt. Das kann monatelang funktionieren.
Man darf nur nicht vergesslich sein. Wer das letzte Gläschen Joghurt verputzt hat und dann zu schnell mit dem Abwasch war, hat plötzlich ein Problem, kein Joghurt mehr zu impfen der Milch. Also muss man sich doch entschließen, mal wieder einen Becher Joghurt zu kaufen. Wer jetzt meint, mit einem gekauften Joghurt klappt das Impfen der Milch genauso gut der irrt gewaltig. Wer da ebenfalls nur einen Teelöffel zu Impfen der Milch verwendet, der muss schon viel Geduld aufbringen, ehe der Joghurt fertig ist.
Vorletzte Woche war es wieder mal soweit. Im Weihnachtstrubel verschwand das letzte Gläschen im Abwasch, ohne den neuen Joghurt anzurühren. Vom nun gekauften Joghurt wurden gleich sechs Teelöffel zum Impfen der Milch verwendet und trotzdem brauchte der Joghurt 2 volle Tage, ehe er fertig war. Zufall? Keineswegs, so erging es mir jedes Mal, wenn man wieder mal neu ansetzen muss. Dabei habe ich bestimmt schon eine ganze Reihe Joghurtsorten durchprobiert.
Aber jedes Mal, wenn dann wieder der eigene Joghurt zum Impfen der Milch verwendet wird, ist das Resultat gleich: Abends angesetzt, morgens fertig. Über die möglich Ursache muss man wohl nicht weiter nachdenken. Durch Zusätze und den doch recht langen Verarbeitungsweg kommen die Joghurts eben doch nicht so frisch und vital zum Kunden, wie uns das die Werbung weismachen will. Der selbst hergestellte Joghurt ist wohl doch, so aus eigener Erfahrung, um Größenordnungen vitaler, als jeder gekaufter Joghurt. Und selbst
Wer also auf die Gesundheitskarte beim Joghurt setzen will, solle die fünf Minuten opfern, und sich den Joghurt lieber selbst zu bereiten. Dann weiß man was man drin hat und kann sicher sein, dass er nicht mit irgendwelchen Zusätzen versehen ist. Und wie der nun schon über viele Jahre gehende persönliche Test zeigt, scheint der selbstangerührte Joghurt wesentlich vitaler zu sein. Das ich allerdings wegen des Joghurts so flott mit dem Fahrrad unterwegs bin, würde ich in den Bereich der Fabeln und Legenden verweisen.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khh
Glas Joghurt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Ganz hoch im Kurs bei den gesunden Lebensmitteln stehen ja die Joghurts. Wie werden die nicht im Fernsehen und Werbeprospekten angepriesen. Ganz toll soll ja die Vitalität der Joghurtkulturen, dass sie sogar die aggressive Magensäure überwinden können. Ob das so stimmt, soll mal dahingestellt sein. Aber ein privater Test, der seit vielen Jahren läuft, zeigt, dass es mit der Vitalität der Joghurtkulturen in der Realität offensichtlich nicht weit her ist. Warum, werden Sie berechtigt fragen? Hier das Ergebnis.Seit Jahren mache ich mir meinen Joghurt selbst. Hier kann man selbst bestimmen, wie viel Fettgehalt der wirklich haben soll, da man ja sich die Milch entsprechend der Fettgehalte zusammen mischen kann. Und hier kann man selbst bestimmen, wie viel Zucker man dazu gibt, um fettarmen Joghurt nicht zu einer Kalorienbombe werden zu lassen.
Der Joghurt wird in den oben dargestellten Gläschen angesetzt. Sechs solcher Gläschen passen in den Joghurtbereiter und einen Liter Milch braucht man dafür. Auf einen Liter Milch wird 1 Teelöffel vom letzten vorhandenen Gläschen fertigen Joghurt entnommen und zugerührt. Wenn man es Abends ansetzt, hat man Morgens frischen Joghurt. Das kann monatelang funktionieren.
Man darf nur nicht vergesslich sein. Wer das letzte Gläschen Joghurt verputzt hat und dann zu schnell mit dem Abwasch war, hat plötzlich ein Problem, kein Joghurt mehr zu impfen der Milch. Also muss man sich doch entschließen, mal wieder einen Becher Joghurt zu kaufen. Wer jetzt meint, mit einem gekauften Joghurt klappt das Impfen der Milch genauso gut der irrt gewaltig. Wer da ebenfalls nur einen Teelöffel zu Impfen der Milch verwendet, der muss schon viel Geduld aufbringen, ehe der Joghurt fertig ist.
Vorletzte Woche war es wieder mal soweit. Im Weihnachtstrubel verschwand das letzte Gläschen im Abwasch, ohne den neuen Joghurt anzurühren. Vom nun gekauften Joghurt wurden gleich sechs Teelöffel zum Impfen der Milch verwendet und trotzdem brauchte der Joghurt 2 volle Tage, ehe er fertig war. Zufall? Keineswegs, so erging es mir jedes Mal, wenn man wieder mal neu ansetzen muss. Dabei habe ich bestimmt schon eine ganze Reihe Joghurtsorten durchprobiert.
Aber jedes Mal, wenn dann wieder der eigene Joghurt zum Impfen der Milch verwendet wird, ist das Resultat gleich: Abends angesetzt, morgens fertig. Über die möglich Ursache muss man wohl nicht weiter nachdenken. Durch Zusätze und den doch recht langen Verarbeitungsweg kommen die Joghurts eben doch nicht so frisch und vital zum Kunden, wie uns das die Werbung weismachen will. Der selbst hergestellte Joghurt ist wohl doch, so aus eigener Erfahrung, um Größenordnungen vitaler, als jeder gekaufter Joghurt. Und selbst
Wer also auf die Gesundheitskarte beim Joghurt setzen will, solle die fünf Minuten opfern, und sich den Joghurt lieber selbst zu bereiten. Dann weiß man was man drin hat und kann sicher sein, dass er nicht mit irgendwelchen Zusätzen versehen ist. Und wie der nun schon über viele Jahre gehende persönliche Test zeigt, scheint der selbstangerührte Joghurt wesentlich vitaler zu sein. Das ich allerdings wegen des Joghurts so flott mit dem Fahrrad unterwegs bin, würde ich in den Bereich der Fabeln und Legenden verweisen.
Karl-Heinz Herrmann
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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