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Mi, 17:46 Uhr
07.01.2009

Armut und Reichtum

Zum Thema Armut und Reichtum in Sondershausen äußert sich Andreas Links, Landesgeschäftsführer Volksinteressenbund Thüringen (VIBT), in einer Pressemitteilung...

Armut und Reichtum so scheint es, bestimmen heutzutage dass Leben in unseren Land.
Um so beruhigender ist es, dass die Leiterin des Stadtordnungsamtes Sondershausen, Frau Sybille Vohla, mit aller Deutlichkeit klarstellt, dass es in Sondershausen keine Obdachlosen gibt.

Aber wenn man offenen Auges durch die Stadt geht und sich gerade auf diesen Schwerpunkt konzentriert,, sieht man Bürger, die in Papierkörben wühlen. Im vergangenen Jahr sah ich in unserer Stadt in einer Parkanlage, einen Mann mittleren Alters, der in einen Papierkorb wühlte. Er war kein Obdachloser. Nein, er lebe nicht auf der Straße. Er sei arbeitslos und ernähre sich von der Stütze und suche in den Papierkörben nach Pfandflaschen, die er dann im Supermarkt zu Geld machen könne, so seine Ausführungen auf die Frage, ob er auf der Straße lebe.

Flaschensammler so scheint es, nehmen in der Stadt Sondershausen und in unserem Land Thüringen zu. Junge wie Alte, Männer wie Frauen und sogar Kinder. Sie durchforsten Mülltonnen und Papierkörbe und sammeln Pfandflaschen in ihren Rucksäcken oder Plastiktüten.

Auf Bahnhöfen, in Parks, an Fußballplätzen, kann man sie frühmorgens wie auch am Abend sehen. Ist es der Wahn nach Ordnung und Sauberkeit? Ist es Armut, was diese Menschen bewegt Flaschen zu sammeln, oder ist es ein Leben auf Pfand? Mitten in unserer angeblich doch so sozialen und reichen Gesellschaft?

Das Bild der Flaschensammler, ist das sichtbarste Bild der neuen Armut in unserem Land, über die in letzter Zeit soviel geredet wird. Die Schere zwischen Arm und Reich wird, betrachtet man die Entwicklung der letzten Zeit, wieder größer!
Es ist gut zu wissen, dass es Einrichtungen gibt, wie die Sozialstationen der Diakonie, die Tafel oder andere Sozialverbände die das Schicksal der Menschen mit wenig oder geringen Einkommen etwas lindern.

Jeder kann abrutschen, und zwar ziemlich schnell. Selbst gut ausgebildete Leute und solche, die verdammt hart arbeiten können und müssen. Ihnen bleibt nach Abzug von Steuern und Miete manchmal weniger als Hartz IV.. Nur lachen können sie darüber nicht, denn sie erleben es täglich am eigenen Leib, Arbeit und Armutsrisiko sind heute und hier kein Gegensatz mehr.

Helfen wir, und seien wir solidarisch mit den Menschen die es aus eigener Kraft nicht mehr können bzw. schaffen, trotz fleißiger Arbeit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Es kann heute jeden von uns treffen.

Niemand darf und soll auf der Straße liegen oder auf der Strecke bleiben. Ein Dankeschön an alle Helfer, die mit viel Hingabe und aufopferungsvoller Arbeit den Menschen geholfen haben, und in Zukunft weiter Hilfe zukommen lassen werden. Dieses betrifft die Sozialstationen, die Tafel, Sozialverbände, Diakonie, Obdachlosenheim und Frauenhaus.

Auch den ansässigen Bürgern und Kaufleuten gilt es zu danken, die durch Geld - oder Sachspenden die Not vieler Menschen verringern und lindern helfen.

Andreas Links
Großberndten den, 07.01.2009
Autor: khh

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