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Fr, 12:55 Uhr
16.01.2009

Von Mozart bis Mahler

thea (Foto: theater) thea (Foto: theater)
Das fünftes Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters Sondershausen in der aktuellen Spielzeit eröffnet im Theater Nordhausen den Februar. Aber es gibt nicht nur symphonische Klänge zu hören.


Die „Lieder eines fahrenden Gesellen“, die „Kindertotenlieder“, „Das Lied von der Erde“, und Lieder aus „Des Knaben Wunderhorn“ – Gustav Mahlers Orchesterlieder sind weit bekannt und geschätzt. Das Loh-Orchester und die Mezzosopranistin Anja Daniela Wagner musizieren unter der Leitung von Markus L. Frank im 5. Sinfoniekonzert eine weitere Sammlung Mahlers: die fünf Lieder nach Gedichten von Friedrich Rückert, die von einer für Mahler ungewöhnlich kammermusikalischen Klangsprache geprägt sind. Sie seien seine persönlichsten Schöpfungen, bekannte der Komponist einmal. In dem berühmt gewordenen „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ etwa spreche er selbst. Nicht jedes dieser Lieder schlägt jedoch solch resignative Töne an; Weltflucht, Liebesglück und Lebensdrang liegen, wie auch sonst in Mahlers Werken, eng beieinander.

Ganz ähnlich in Maurice Maeterlincks Schauspiel „Pelléas et Mélisande“ aus dem Jahr 1893. Die tragische Geschichte zweier Liebender hat um 1900 eine Reihe von Komponisten zu ergreifender Musik inspiriert. Gabriel Fauré schrieb eine Schauspielmusik, die ebenso wie die später daraus zusammengestellte Orchestersuite mit ihren sanften und sehr atmosphärischen Tönen beim Publikum sofortigen Anklang fand.

Wie die beiden Werke Mahlers und Faurés, so kreist auch die poetische Idee von Franz Liszts Symphonischer Dichtung „Les Préludes“, mit der das Loh-Orchester das Konzert beschließt, um den Dualismus von Leben und Tod. Abgerundet wird das Programm mit Mozarts „kleiner“ g-Moll Sinfonie KV 183; sie besticht durch ihre aufwühlende Leidenschaft und zeigt Mozarts Musik von einer ungewohnt tragischen Seite.

Das 5. Sinfoniekonzert findet statt am 31. Januar im Haus der Kunst Sondershausen sowie am 1. Februar im Theater Nordhausen jeweils um 19.30
Autor: nnz

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