Fr, 07:03 Uhr
23.01.2009
Wirtschaftsforum 2009 ein Erfolg
Die Stadt Sondershausen und der Sondershäuser Gewerbe- und Wirtschaftsverein luden gestern zum Sondershäuser Wirtschaftsforum 2009 ein,. Und viele Vertreter aus Wirtschaft und Kultur kamen: Etwas getrübt wurde es durch eine Entgleisung...
Der Carl-Schröder-Saal von Sondershausen war fast bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Veranstaltung gegen 18:30 Uhr begann. Das Thema Kultur & Wirtschaft - Partner oder Kontrahenten? und die vorgesehenen fünf Themenbeiträge versprachen und hielten einen interessanten Abend, zumal mit dem Rektor der Fachhochschule Nordhausen, Prof. Dr. Jörg Wagner auch ein prominenter Gast aus dem benachbarten Nordhausen kam. Für Landrat Peter Hengstermann (CDU), der zur gleichen zeit noch bei der Kreisbereisung unterwegs war, kam der 1. Beigeordnete, Georg Schäfer (SPD).
Bürgermeister Joachim Kreyer, Herbert Knischka (Geschäftsführer Tourismusverband Kyffhäuser), Lars Tietje (Intendant Theater Nordhausen/Loh-Orchester GmbH), Moderator Dietmar Gasser (Wirtschaftsredaktion TA), Dr. Helmut-Eberhard Paulus (Direktor Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten), Dr. Helmut Springer (Geschäftsführer Erlebnisbergwerk Betreibergesellschaft mbH)
In seinen einleitenden Begrüßungsworten betonte Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) zwar, Tourismus wird in unserer Region zwar nie eine tragende Rolle spielen, trotzdem werden wir den Tourismus forcieren. Monika Lambrecht (Vorsitzende des SGW e.V.) provozierte in ihrem Beitrag "Kultur kann mehr als nur verzaubern" mit der Anfangsthese Kultur und Wirtschaft harmonisieren noch nicht, brachte aber auch die entsprechenden Gegenbeispiele.
Der Abend brachte interessante Beträge und Diskussionen, auf die wir in späteren Beiträgen noch näher eingehen werden. In einem Beitrag gab es doch aber in vielen Reihen ein Kopf schütteln, über eine Äußerung von Dr. Helmut-Eberhard Paulus. Im Thema Historische Potenziale in die Zukunft denken - Geisteskultur als Wirtschaftskultur" ging Dr. Paulus auch auf das Problem Bau der Waldschlösschen Brücke in Dresden ein. War schon der Bezug zu Region und Thema schon etwas stark entrückt, so kann man einfach nicht hinnehmen, das er das Aberkennen des Titels Weltkulturerbe für Dresden beim Bau besagter Brücke in den gleich Rang stellte, wie die Zerstörung Dresdens im 2. Weltkrieg. Offensichtlich scheint Dr. Paulus nicht ganz klar zu sein, wie viele Opfer es bei der Zerstörung Dresdens gab. Auch wenn es vielleicht überspitzt gemeint hat, aber für einen Experten seines Ranges hat er sich mehr als deutlich im Ton vergriffen. Und das sah nicht nur der Autor dieser Zeilen so!
Wirtschaftsforum Sondershausen 2009 (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Leider schmälerte diese sehr unüberlegte Äußerung seinen Beitrag sehr stark, da er sehr diffizil in das Thema einstieg. Vor allem für Kunstexperten war sein Beitrag ein Gewinn. Aber auch hier polarisierte er das Publikum, da er an einigen Stellen doch etwas weit von der Region und deren Probleme abgerückt war.
Als Dr. Paulus auf das Problem Schlosshotel Sondershausen zu sprechen kam, ging regelrecht ein Ruck durch die Reihen. Aber außer der Tatsache, dass das Schlosshotel wohl im Bereich der ehemaligen Hofgärtnerei stehen soll, und auch mehr als Luxushotel gedacht ist, war nichts Neues zu erfahren. Auch der mögliche Investor bleibt noch im Dunklen. Wer öfter mal durch den Schlosspark von Sondershausen geht, wird aber selbst merken, dass es zwischen Wunsch und Wirklichkeit, Kunst, Wirtschaft und Finanzen noch eine gewisse Diskrepanz gibt, auf der einen Seite Luxushotel, auf der anderen Seite der üble Schandfleck im Schlosspark Sondershausen, das ehemalige Teehaus. Wenn Dr. Paulus meinte, dass Land müsste bei dem Hotelbau seinen Segen geben, dann meinte er hoffentlich, dass auch der Schlosspark in Gänze saniert wird, insbesondere aber das Teehaus und die alte Mühle. In ein Luxushotel einchecken und beim Bummel durch den nahen Schlosspark auf das unsanierte Teehaus treffen, würde bei mir als Besucher mehr als Unbehagen bereiten.
Über weitere interessante Beiträge aus dem Wirtschaftsforum berichtet kn in einem späteren Artikel.
Karl-Heinz Herrmann
Bildergalerie: Hans-Jürgen Schmidt
Autor: khhDer Carl-Schröder-Saal von Sondershausen war fast bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Veranstaltung gegen 18:30 Uhr begann. Das Thema Kultur & Wirtschaft - Partner oder Kontrahenten? und die vorgesehenen fünf Themenbeiträge versprachen und hielten einen interessanten Abend, zumal mit dem Rektor der Fachhochschule Nordhausen, Prof. Dr. Jörg Wagner auch ein prominenter Gast aus dem benachbarten Nordhausen kam. Für Landrat Peter Hengstermann (CDU), der zur gleichen zeit noch bei der Kreisbereisung unterwegs war, kam der 1. Beigeordnete, Georg Schäfer (SPD).
Bürgermeister Joachim Kreyer, Herbert Knischka (Geschäftsführer Tourismusverband Kyffhäuser), Lars Tietje (Intendant Theater Nordhausen/Loh-Orchester GmbH), Moderator Dietmar Gasser (Wirtschaftsredaktion TA), Dr. Helmut-Eberhard Paulus (Direktor Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten), Dr. Helmut Springer (Geschäftsführer Erlebnisbergwerk Betreibergesellschaft mbH)
In seinen einleitenden Begrüßungsworten betonte Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) zwar, Tourismus wird in unserer Region zwar nie eine tragende Rolle spielen, trotzdem werden wir den Tourismus forcieren. Monika Lambrecht (Vorsitzende des SGW e.V.) provozierte in ihrem Beitrag "Kultur kann mehr als nur verzaubern" mit der Anfangsthese Kultur und Wirtschaft harmonisieren noch nicht, brachte aber auch die entsprechenden Gegenbeispiele.
Der Abend brachte interessante Beträge und Diskussionen, auf die wir in späteren Beiträgen noch näher eingehen werden. In einem Beitrag gab es doch aber in vielen Reihen ein Kopf schütteln, über eine Äußerung von Dr. Helmut-Eberhard Paulus. Im Thema Historische Potenziale in die Zukunft denken - Geisteskultur als Wirtschaftskultur" ging Dr. Paulus auch auf das Problem Bau der Waldschlösschen Brücke in Dresden ein. War schon der Bezug zu Region und Thema schon etwas stark entrückt, so kann man einfach nicht hinnehmen, das er das Aberkennen des Titels Weltkulturerbe für Dresden beim Bau besagter Brücke in den gleich Rang stellte, wie die Zerstörung Dresdens im 2. Weltkrieg. Offensichtlich scheint Dr. Paulus nicht ganz klar zu sein, wie viele Opfer es bei der Zerstörung Dresdens gab. Auch wenn es vielleicht überspitzt gemeint hat, aber für einen Experten seines Ranges hat er sich mehr als deutlich im Ton vergriffen. Und das sah nicht nur der Autor dieser Zeilen so!
Wirtschaftsforum Sondershausen 2009 (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Leider schmälerte diese sehr unüberlegte Äußerung seinen Beitrag sehr stark, da er sehr diffizil in das Thema einstieg. Vor allem für Kunstexperten war sein Beitrag ein Gewinn. Aber auch hier polarisierte er das Publikum, da er an einigen Stellen doch etwas weit von der Region und deren Probleme abgerückt war. Als Dr. Paulus auf das Problem Schlosshotel Sondershausen zu sprechen kam, ging regelrecht ein Ruck durch die Reihen. Aber außer der Tatsache, dass das Schlosshotel wohl im Bereich der ehemaligen Hofgärtnerei stehen soll, und auch mehr als Luxushotel gedacht ist, war nichts Neues zu erfahren. Auch der mögliche Investor bleibt noch im Dunklen. Wer öfter mal durch den Schlosspark von Sondershausen geht, wird aber selbst merken, dass es zwischen Wunsch und Wirklichkeit, Kunst, Wirtschaft und Finanzen noch eine gewisse Diskrepanz gibt, auf der einen Seite Luxushotel, auf der anderen Seite der üble Schandfleck im Schlosspark Sondershausen, das ehemalige Teehaus. Wenn Dr. Paulus meinte, dass Land müsste bei dem Hotelbau seinen Segen geben, dann meinte er hoffentlich, dass auch der Schlosspark in Gänze saniert wird, insbesondere aber das Teehaus und die alte Mühle. In ein Luxushotel einchecken und beim Bummel durch den nahen Schlosspark auf das unsanierte Teehaus treffen, würde bei mir als Besucher mehr als Unbehagen bereiten.
Über weitere interessante Beiträge aus dem Wirtschaftsforum berichtet kn in einem späteren Artikel.
Karl-Heinz Herrmann
Bildergalerie: Hans-Jürgen Schmidt










