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Di, 07:02 Uhr
03.02.2009

Ausgeglichener Wirtschaftsplan

Gestern am Nachmittag fand die öffentliche Tagung des Werksausschusses des Eigenbetriebs der Stadt Sondershausen. Warum auch ein Krematorium dabei eine Rolle spielt, erfahren Sie hier...

Im Aufenthaltsraum des Bauhofes nahmen an der Sitzung neben Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) u.a. auch sein Bauamtsleiter Manfred Kucksch, sowie die Stadträte Fred Baum, Harald Schmidt (beide NUBI) und Winfried Schmidt (Die Linke) teil.

Zuerst stellte Andreas Schreier für den erkrankten Werkleiter den Entwurf des Wirtschaftsplans 2009 vor, der in seinen Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen sein wird. Es werden Einnahmen in Höhe von rund 1,75 Millionen Euro erwartet. Bei den Ausgaben schlagen sich die erhöhten Personalkosten z.B. durch Rückstellungen für Altersteilzeit und die ab Januar meist höheren Krankenkassenbeiträge zu Buche. Auch wenn Fred Baum beim letzten Punkt so seine Zweifel hatte, wurde der Entwurf vom Werksausschuss einstimmig bestätigt.

Aber schon bei der Bestellung des Wirtschaftsprüfers war es mit der Harmonie vorbei. Es sollte wieder die Sozietät „sp+p Strecker . Berger + Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft (Kassel) als Wirtschaftsprüfer bestellt werden. Mit der Gesellschaft habe man gute Erfahrungen gemacht, und man wechselt nicht ständig seinen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, so Kreyer in der Begründung. Auch Winfried Schmidt (Die Linke) bestätigte, dass er keine Mängel gesehen habe und die Gesellschaft gut beraten habe.

Die gleiche Gesellschaft war schon vom Stadtrat am Donnerstag als Wirtschaftsprüfer für den Versorgungsbetrieb der Stadt Sondershausen bestätigt worden. Hier gab es vom kompletten Stadtrat zwar auch eine Gegenstimme, aber es gab keine Diskussion oder Frage dazu. Gestern kam von Fred Baum die Frage, ob es denn in Thüringen keine geeignete Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gäbe, damit die Steuerprüfungen eine Gesellschaft aus der Region durchführt. Bürgermeister Kreyer dazu, diese Gesellschaft hat in den letzten Jahren eine gute Arbeit geleistet und viele Tipps und Hinweise gegeben. Neben den Leistungen haben aber auch die Kosten gestimmt, so Kreyer in der Diskussion. Es sei zwar gut, dass immer wieder mal die Betriebsprüfer gewechselt werden (Betriebsblindheit, mögliche zu enge Kontakte), ab den Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern ist das nicht so sinnvoll, so die Argumente. Bei drei Ja-Stimmen und einer Gegenstimme (NUBI) wurden Strecker . Berger + Partner als Wirtschaftsprüfer bestätigt.

Beim Bericht der Werkleitung zur Arbeit in 2008 kamen doch einige interessante Zahlen zu Tage. Der vorige Winter war so mild, dass nur wenige Arbeiten anfielen, und der Eigenbetrieb gerade mal 45.000 Erlöste, was nach Aussage von Andreas Schreier als sehr gering zu betrachten sei. Da wird das „Geschäft“ wohl dieses Jahr besser laufen.

Im Jahre 2008 wurden durch den Eigenbetrieb schwerpunktmäßig Gehwege im Wert von ca. 50.000 bis 70.000 Euro (Schätzung Kucksch) Leistung erbracht. Unter dem Gesichtspunkt erscheint die Festschreibung von 50.000 Euro für die Gehwegsanierung in der Stadt für 2009 durch den Stadtrat am letzten Donnertag, auch nicht gerade als Quantensprung bei der Verbesserung der Lage der Gehwege, obwohl gerade in Punkt Gehwegsanierung mit am heftigsten im Stadtrat gestritten wurde.

Während die Straßenreinigung wenig Probleme bereitete, hat wahrscheinlich der demografische Wandel dem Eigenbetrieb etwas die Zahlen verhagelt. Der Rückgang der Einäscherungen im Krematorium Sondershausen ist von 1.410 (2007) auf nur noch 1.187 (2008) zurückgegangen, was ganz schön sich in den Erlösen niederschlug. Ob es in der Bilanz für 2008 eine „schwarze“ oder „rote“ Null werden wird, muss erst der Abschlußbericht des Steuerberaters ausweisen, so Andreas Schreier.

Nicht ganz so zufrieden war man bei den Grabkontrollen auf den Friedhöfen der Stadt. Hier war die Sicherheit an einigen Stelle nicht gerade berauschend, was Bürgermeister Kreyer aus eigenen Besuchen bestätigte, als der erste berührte Grabstein schon lose war. Im Bereich der Friedhöfe wurden eine ganze Reihe Arbeite durchgeführt, wie z.B. eine neue Wasserstelle in Oberspier, oder Errichtung und Verbesserung von Stellplätzen für Container.

Neben dem Neubau des Spielplatzes in Thalebra, wurden eine ganze Reihe Spielplätze in den Ortsteilen repariert, so u.a. Hohenebra und Kleinberndten. Im Borntal wurde im Dezember bereits mit dem Rückbau der Skateranlage begonnen.

In der abschließenden Diskussion stellte Bürgermeister Kreyer fest, dass man mit der Arbeit des Eigenbetriebes sehr zufrieden sein kann. In diesem Punkt gab es in der Runde keinen Widerspruch. Ein Abstimmung zum Bericht der Werkleitung war nicht notwendig. Von der Werkleitung kam aber eine Bitte an die Stadt bzw. den Stadtrat, man solle die Aufträge in den Ortsteilen möglichst bündeln, um zu viel Fahrerei zu verhindern.

Im Punkt Sonstiges wurden einige Punkte angesprochen, die mit der Arbeit des Eigenbetriebes nur indirekt zu tun haben, aber nicht minder wichtig sind, und bei der es eventuell sogar notwendig sein könnte, über eine Konzeption nachzudenken. Über die Problematik Salzeinsatz im Winter und andere Themen berichtet kn in einem gesonderten Beitrag.


Autor: khh

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