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Mo, 10:42 Uhr
09.02.2009

kn-Betrachtung: Ein Bild wirft Fragen auf!

Der 1. Sondershäuser Schlossball war ein voller Erfolg. Aber ein Bild warf aber bei einigen Bürgern Fragen auf. Um was es geht, erfahren Sie hier...


Konzerte und Veranstaltungen im historischen Achteckhaus haben Tradition. Egal ob für Auszeichnungen und Konzerte mit und ohne Eintrittsgeld bietet es einen mehr als festlichen Rahmen. Aber eines gab es bisher grundsätzlich:

Für Veranstaltungen waren die umlaufenden Emporen des Achteckhauses für Besucher tabu. Ausnahmen gab es nur für Fotografen (auf eigene Gefahr), die mal ein Foto von Veranstaltungen schießen wollten, damit sie Besucher und Künstler nicht unnötig stören sollten.

Empore Achteckhaus (Foto: Peter Stefan Greiner) Empore Achteckhaus (Foto: Peter Stefan Greiner) Hintergrund dafür ist, dass für Besucher auf den Emporen im Notfall kein Notausgang zur Verfügung steht, weil die Emporen nur von einer einzigen Treppe erreicht werden können. Hier spielen also baurechtliche Dinge eine Rolle. Bisher gab es auch kein Pardon. Selbst als beim Weihnachtskonzert der Madrigalisten offensichtlich zu viele Karten verkauft wurden, mussten sich die Besucher dicht gedrängt im Saal Platz nehmen. Am letzten Sonntag gar wurde eine Gruppe aus Nordhausen weggeschickt, weil das Achteckhaus im Saal heillos überfüllt war. Die Emporen blieben geschlossen.

Aufmerksamen Lesern dieser Zeitung ist es in der Bildergalerie sofort aufgefallen, dass es beim 1. Sondershäuser Schlossball am Samstag offensichtlich eine Ausnahmegenehmigung gab. Das hat natürlich einige kritische Leser zu spitzen Bemerkungen hinreißen lassen, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Sie gipfeln im Prinzip in zwei Richtungen:

  • Im Notfall sind ja nur einige örtliche Prominente betroffen, die ja auch mal von der Empore hüpfen können. Frei nach dem Motto, wo gehobelt wird, fallen halt auch Späne.
  • Die andere Meinung tendiert eher kritisch in die Richtung, wer nur genügend Eintritt bezahlt hat, für den gelten baurechtliche Bestimmungen nicht.

Als Autor selbst füge ich den Meinungen noch einen weiteren Aspekt hinzu. War den Besuchern auf der Empore bewusst, dass sie sich eventuell in Gefahr gebracht haben? Sicher nicht.

Der geneigte Leser möchte sich hier mal selbst ein Urteil bilden. Aber Fragen wirft so eine Ausnahmegenehmigung schon auf. Da ist es sicher für einige Bürger zweitrangig, dass die Überschüsse des Schlossballs einem guten Zweck zu fließen.

Oje, hoffentlich bin ich jetzt nicht in das berühmte Fettnäpfchen getreten. Schließlich hatte ich mich für die Leser schon öfter mal in Gefahr gebracht, und mich auf die Empore getraut, um mal einen guten Schnappschuss zu machen.

Aber vielleicht regt der Artikel auch mal Experten an, über bezahlbare Lösungen nachzudenken, wie ein Notausgang realisiert werden kann, ohne das historische Aussehen des Achteckhaus zu verschandeln. Die Besucher würde es erfreuen, zumal man den Eindruck hat, auf der Empore hat man ein noch besseres Hörerlebnis.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khh

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