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Mi, 12:48 Uhr
11.02.2009

Erziehung nicht zum Lohndumping

Sie wollen mehr Geld – die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst in Thüringen. Gestern schon gab es die ersten Warnstreiks im Freistaat, heute legten verdi und andere Gewerkschaften nach – auch in Nordhausen.

Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz) Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)

Etwa 150 Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen aus dem Kyffhäuserkreis und dem Landkreis Nordhausen sowie etwa 40 angestellte Mitarbeiter der Nordhäuser Fachhochschule demonstrierten heute für mehr Lohn und Gehalt. Ihr Arbeitgeber ist das Land Thüringen. Das bisher vorgelegte Angebot der Arbeitgeberseite spotte jeder Beschreibung und die heute Versammelten beharrten denn auch auf ihrer Forderung von 8 Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro monatlich mehr.

Martin Fischer vom Nordthüringer DGB freute sich über die vielen Teilnehmer am Warnstreik und verkündete, das allein heute über 1.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes gestreikt hätten. Eckhard Zumann vom Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft betonte, dass es Bildungsarbeit mit Kindern und jungen Menschen eben nicht zu Dumpinglöhnen geben könne.

Als Beispiele nannten andere Sprecher an diesem Mittag die 1.800 Euro Brutto im Monat, die eine vollzeitbeschäftigte, neu eingestellte Erzieherin erhalten. Nach allen Abzügen wären das 1.100 Euro netto. Noch krasser gehe es zum Beispiel an der Fachhochschule in Nordhausen zu, berichtete Eckhard Wildgrube. Eine neu eingestellte 50-Prozent-Teilzeitlehrkraft – was an der FH durchaus üblich sei – komme gerade mal auf 700 Euro netto. Das sei nicht weit von Hartz IV entfernt.

Solange sich die Arbeitgeber in den anstehenden Verhandlungen nicht bewegen und kein akzeptables Angebot auf den Tisch legen würden, solange werden die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes auf die Straße gehen.

Der Gang auf den Nordhäuser Rathausplatz war jedenfalls bestens organisiert. Die ausgeteilten Essensmarken konnten im Ratskeller eingelöst werden.
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Warnstreik in Nordhausen (Foto: nnz)
Autor: nnz/kn

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Kommentare
echter Nordhaeuser
11.02.2009, 13:31 Uhr
Erziehung Regierung Thüringen
Ich wünsche allen Mitarbeitern im öffentlichen Dienst gutes Gelingen, bin froh, dass es weiter Menschen im Land gibt, die sich aktiv in Gewerkschaften beteiligen und dem Lohndumping in Thüringen ein Ende bereiten wollen. Leider sind viele Thüringer nicht bereit, für Ihre Löhne zu kämpfen, da Sie ja den Verlust Ihres Arbeitsplatzes befürchten.

Bei Versuch einer Gründung eines Betriebsrates werden viele Kollegen derart eingeschüchtert, das man es dann doch lieber bleiben lässt. So gibt es leider kaum Tarifautonomien in Thüringen und unsere Arbeitgeber können weiter die Löhne drücken ohne Angst zu haben. Das wird natürlich auch aktiv von unserer Regierung gefördert, um das Niedriglohnland Thüringen attraktiv für Investoren zu halten.

Das dabei nicht nachgedacht wird, was da mit einer noch laufenden Infrastruktur passiert, sehen wir Bürger jeden Tag ganz offensichtlich. Deswegen wünsche ich allen diesen Herren noch einige Stunden bei gut bezahlten Lehrern und Lehrerinnen im Fach Heimatkunde und Ökonomie.
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